INTERNET und DEMOKRATIE

Blog zum Buch von Stephan Eisel (weitere Informationen: www.stephaneisel.de)

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Internet-Buch These 17: Internet verstärkt plebiszitäre Defizite

Posted by Stephan Eisel - 6. September 2011

Im Schlusskapitel meines Buch INTERNET UND DEMOKRATIE habe ich den Inhalt in 20 Thesen zusammengefasst, die in diesem Blog nach und nach zur Diskussion gestellt werden. Wie ist Ihre Meinung:

These 17:  Das Internet bestärkt plebiszitäre Versuchungen und verstärkt zugleich die Defizite direkter Demokratie, weil es nicht alle Bürger anspricht, sondern die politisierten Internetnutzer privilegiert. Durch die Geschwindigkeitseuphorie des Netzes wird die Oberflächlichkeit dort gebildeter Meinungen gefördert.

Die Möglichkeit der permanenten Meinungsabfrage im Internet wird gerne als erster Schritt zur Ablösung der repräsentativen Demokratie durch die direkte Demokratie der Volksabstimmungen begrüßt. Dabei wird übersehen, dass das Internet erhebliche Teile der Bevölkerung ausschließt, die keinen Internetzugang haben oder das Netz selten nutzen. Zugleich schränken plebiszitäre Online-Tendenzen auch die Freiheit der Internetnutzer ein, weil ihnen durch den Druck permanenter Online-Entscheidungen das Recht der Delegation auf gewählte Vertreter genommen und stattdessen Politisierungszwang etabliert wird. Die Fixierung des Internets auf eine sich ständig beschleunigende Geschwindigkeit vermindert außerdem die Chance und reduziert die Zeit für eine sachliche Diskussion, wie sie vernünftigen Entscheidungen vorausgehen muss. Der schnelle Internetklick gebärdet sich als demokratisches Votum und ist doch tatsächlich nur Ausdruck von Oberflächlichkeit und Flüchtigkeit.

Das gesamte Schlußkapitel des Buches können Sie hier ausdrucken

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