INTERNET und DEMOKRATIE

Blog zum Buch von Stephan Eisel (weitere Informationen: www.stephaneisel.de)

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Internet-Buch These 3: Verbreitung des Internet realistisch einschätzen

Posted by Stephan Eisel - 10. Oktober 2011

Im Schlusskapitel meines Buch INTERNET UND DEMOKRATIE habe ich den Inhalt in 20 Thesen zusammengefasst, die in diesem Blog nach und nach zur Diskussion gestellt werden. Wie ist Ihre Meinung:

These 3: Die Verankerung des Internets in der Bevölkerung muss realistisch eingeschätzt werden: Es ist weder Volkssport, noch dominiert es für die Mehrheit der Bürger den Alltag.

In der allgemeinen Interneteuphorie wird oft überschätzt, wie stark das Internet von den Bürgern tatsächlich genutzt wird. Wir haben es mit einer dreifachen digitalen Spaltung zu tun: Erstens ist nach wie vor ein Drittel der Bevölkerung mangels Zugang generell vom Internet ausgeschlossen. Zweitens nutzt ein Drittel derer, die einen Internet Zugang haben, die bestehende Zugangsmöglichkeit nur selten. Drittens nutzt nur ein Drittel der regelmäßigen Nutzer über einige vor allem passiv konsumierende Angebote wie den E-Mail-Abruf hinaus die interaktiven Möglichkeiten des Internets. Im Ergebnis kann allenfalls ein Fünftel der deutschsprachigen Bevölkerung über vierzehn Jahre als aktive Nutzer des Social Web gelten. Dies hat auch damit zu tun, dass das Internet im Unterschied zum Konsummedium Fernsehen ein Aktivitätsmedium ist, dem deswegen natürliche Grenzen in der Erreichbarkeit aller Bürger und der Nutzung durch alle Bürger gesetzt sind.

Das gesamte Schlußkapitel des Buches können Sie hier ausdrucken

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2 Antworten to “Internet-Buch These 3: Verbreitung des Internet realistisch einschätzen”

  1. […] was bedeutet das nun für uns alle? Die These, dass das alles so dolle mit dem Internet nicht ist, ist damit wieder ein Stück mehr widerlegt. Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet weiter […]

    • Interessanter als subjektive Erfahrungen und Spekulationen sind die Fakten:
      Selbst der (N)Onliner-Atlas 2011 (jährlich herausgegeben von der D21, die die Verbreitung des Internets zu Ihrem Ziel hat) räumt ein: „Noch immer nutzt ein Viertel der Deutschen über 14 Jahre das Internet nicht; weder privat noch beruflich.“ Nur 51 Prozent der Onliner werden zu den „digital Souveränen“ gezählt: „Nur sie sind als sicher und kompetent im Umgang mit den digitalen Herausforderungen zu bezeichnen.“
      Solche Tatsachen nicht zu ignorieren, bedeutet: DIE VERBREITUNG DES INTERNET REALISTISCH EINSCHÄTZEN,

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