INTERNET und DEMOKRATIE

Blog zum Buch von Stephan Eisel (weitere Informationen: www.stephaneisel.de)

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Internet-Buch These 5: Das Internet schafft und gefährdet Eigentum

Posted by Stephan Eisel - 17. Oktober 2011

Im Schlusskapitel meines Buch INTERNET UND DEMOKRATIE habe ich den Inhalt in 20 Thesen zusammengefasst, die in diesem Blog nach und nach zur Diskussion gestellt werden. Wie ist Ihre Meinung:
These 5: Das Internet stärkt den Wirtschaftsbürger und bietet im Ordnungsmodell der Sozialen Marktwirtschaft neue Möglichkeiten für die Emanzipation des Konsumenten zum Produzenten. Aber es erfordert auch neue Maßnahmen zum Schutz des Eigentums und hat eine problematische Tendenz zur Konzentration wirtschaftlicher Macht und Monopolbildung.

Als offener Marktplatz erleichtert es das Internet jedem selbst zum Anbieter zu werden. Das stärkt die Stellung des Wirtschaftsbürgers im Markt und fördert das wechselseitige Verständnis für die Dynamik von Angebot und Nachfrage als einem Grundelement der Sozialen Marktwirtschaft. Verbraucherrechte werden dabei durch die Offenheit des Internets gestärkt, weil Verbraucher in verschiedensten Bewertungssystemen ihre Erfahrungen besser miteinander austauschen können. Es werden im Internet auch neue Möglichkeiten zur Schaffung von privatem Eigentum eröffnet, das eine der sicheren Grundlagen für die Freiheit und Unabhängigkeit der Bürger bildet. Zugleich untergräbt das Internet mit seinen unbegrenzten und kaum kontrollierbaren Kopiermöglichkeiten insbesondere den Schutz des geistigen Eigentums und ist damit auch eine Herausforderung für die Akzeptanz privaten Eigentums generell. Der Diebstahl geistigen Eigentums kann nicht mit der Berufung auf die Freiheit im Netz entschuldigt werden, sondern ist ebenso wie der Diebstahl  onventioneller Güter Ausdruck der Macht des Stärkeren über den Schwächeren und muss deshalb von der freiheitlichen Demokratie wirksam verhindert werden.

So sehr das Internet die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg des kreativen Bürgers erleichtert, so sehr ist auch ein offenes Feld für Wirtschaftskonzentrationen, die für den Verbraucher kaum transparent sind. Hier ergeben sich neue Herausforderungen für dasWettbewerbsrecht, denn die Soziale Marktwirtschaft will die Freiheit des Wirtschaftsbürgers durch die transparente Vielfalt voneinander unabhängiger Angebote sicherstellen.

Das gesamte Schlußkapitel des Buches können Sie hier ausdrucken

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