INTERNET und DEMOKRATIE

Blog zum Buch von Stephan Eisel (weitere Informationen: www.stephaneisel.de)

Anonymous II: Sieben Erfahrungen aus einer Debatte mit dem Internet-Kollektiv

Posted by Stephan Eisel - 26. Februar 2012

Mein Beitrag „Anonymous: Digitales Faustrecht im Internet“ hat zu über 250 Kommentaren in meinem Blog und weiteren 170 Kommentaren auf Facebook geführt, die ich nicht alle einzelnen beantworten kann. Dennoch habe ich alle Kommentare freigeschaltet. Sie kommen meist aus der Anonymous-Szene und  ermöglichen einen interessanten Einblick in politische Weltbild von Anhängern des Internet-Kollektives. Vor allem zeigen sie ein erschreckendes Defizit im Blick auf den Minimalkonsens, auf den die freiheitliche Demokratie zur Gewährleistung der Meinungsvielfalt und das friedliche Austragen von Konflikten angwiesen ist.

Die zentralen Punkte der Debatte mit Anonymous lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1) In sehr vielen Kommentaren der Anonymous-Aktivisten wird schlichtweg bestritten, dass die Bundesrepublik Deutschland eine Demokratie sei. Daraus wird das Recht auf jede Form des Widerstands abgeleitet und z. B. auch Hackerangriffe auf unliebsame Internetangebote. gerechtfertigt. Ohne dass dies irgendwo ausdrücklich erwähnt wird, erinnert diese Sichtweise sehr an die Thesen einer „strukturellen Gewalt“ wie sie Johann Galtung Ende der 60er Jahre vertreten hat. Auch viele Anonymous-Aktivisten leiten daraus das „Recht auf Gegengewalt“ und sehen in demokratischen Verfahren wie dem Machtwechsel durch Wahlen keine Perspektive.

2) Erschreckend viele Kommentare zeichnen sich durch einen aggressiven Ton und teilweise auch persönliche Beschimpfungen aus. Offenbar fällt es vielen Anonymous-Aktivisten schwer, anderen Meinungen Respekt entgegen zu bringen. Mit dem für Ideologien typischen Absolutheits- und Wahrheitsanspruch wird immer wieder beansprucht für die Mehrheit zu sprechen („Wir sind 99 Prozent“). „Agree to disagree“ als eine Grundlage demokratischen Debattenkultur liegt manchen ebenso fern wie das Toleranzgebot von Voltaire: „Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.“

3) Ein größerer Teil der Anonymous-Kommentare rechtfertigt Hackerangriffe. Es handele sich bei der Blockade unliebsamer Internetangebote ähnlich wie bei Sitzblockaden um ein legitimes Mittel der Einschränkung der Meinungs- und Informationsfreiheit. Offen wird dabei eine Art von Selbstjustiz („digitales Faustrecht“) beansprucht, denn Anbieter wie Paypal, Sony, RTL oder Mastercard hätten solche Attacken durch ihr Verhalten selbst „provoziert“.

4) Ein kleinerer Teil der Kommentare aus der Anonymous-Szene signalisiert eine gewisse Distanz zu Hackerangriffen. Insbesondere wird darauf verwiesen, es handele sich dabei bei solchen Aktionen um Aktivitäten einer kleinen Gruppe, die nicht typisch für Anoymous sei. Allerdings findet sich in den Kommentaren praktisch keine klare Ablehnung von Hackerangriffen oder Blockaden unliebsamer Internetangebote.

5) Der Anonymous-Slogan  „Wir sind viele, aber Du weißt nicht wer; wir sind überall, doch du weißt nicht wo“ wird als reines PR-Markenzeichen verharmlost. Es wird in den Anonymous-Kommentaren schlichtweg bestritten, dass diese Aussage als Drohung verstanden werden kann. Dennoch wird durch die konsequente Verwendung des Slogans ein Diskussionklima geschaffen, das einschüchternd wirkt und wohl auch wirken soll.

6) Das ambivalente Gesicht der Anonymität wird geleugnet. Zurecht wird zwar darauf verwiesen, dass Anonymität auch in der Demokratie ein legitimes Recht ist (z.B. Wahlgeheimnis). Völlig ausgeblendet wird aber, dass Anonymität dort nicht legitim ist, wo in ihrem Schutz in der freiheitlichen Demokratie die Rechte von Mitbürgern eingeschränkt werden.

7) Das Internet-Kollektiv „Anonymous“ behauptet zwar von sich unorganisiert zu sein, tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Innerhalb kurzer Zeit (2-3 Stunden) haben sich die Anonymous-Aktivisten bei Facebook, Twitter usw. verabredet, meinen Blog mit Kommentaren zu überhäufen. Dies war mit konkreten organisatorischen Hinweisen verbunden, wie das mit wechselnden e-mail-Adressen geschehen kann. So fand sich Facebook die Aufforderung: “ Um auf der Seite einen Kommentar abgeben zu können, benötigt Ihr eine E-Mail Adresse. Um nicht die eigene dort eingeben zu müssen, empfehlen wir Euch den Dienst http://10minutemail.com/10MinuteMail zu verwenden. Zum Thema Anonymous, freut sich der Autor des Artikels bestimmt über sehr viele konstruktive Kommentare von Euch! ;-D“  Eine Auswertung der Kommentare ergibt, dass eine sehr überschaubare Zahl von Aktivisten viele Kommentare eingestellt haben, um so den Eindruck einer breiten Bewegung zu schaffen.

268 Antworten to “Anonymous II: Sieben Erfahrungen aus einer Debatte mit dem Internet-Kollektiv”

  1. s.o. said

    Da ich auch anderen Leuten hier noch „Platz“ lassen möchte wird dies meine letzte Stellungnahme sein. Ich möchte mich auf jeden Fall für ihre Diskussionsbereitschaft bedanken.

    zu 1.) Ich kann mich noch erinnern daß vor einigen Jahren das Hauptwahlkampfmotto der CDU war: Wir machen eine Steuerreform. Leider hat der doch sonst so konsequente Herr Merz, sich nicht gegen Lobbyisten durchsetzen können. Also der Grund warum sie von einigen gewählt wurden, wurde nicht durchgeführt, obwohl es eigentlich in der Macht der Regierung hätte sein müssen.

    zu 2.) (sie meinten sicher „Diktatur“) nächste Regierung (Rot/Grün), gleiches Versprechen, gleiches Ergebnis. Wo hat denn da der „Machtwechsel“ stattgefunden. Die Macht liegt weiterhin bei den gleiche Lobbyisten.

    zu 3:) Klar kann jeder Idiot irgendeine Gruppe gründen, aber wieviel würden ihm folgen (von denen die aus der Geschichte lernen)? Bei einem solche Zulauf, bzw. einer solchen Sympathiebekundigung für Anonymous, ist das für mich ein klares Zeichen, daß zumindest ein beachtlicher Teil der Bevölkerung mit den jetzigen Zuständen nicht zufrieden ist.
    Und wer schützt mich vor staatlicher Gewalt (Bspl. Hartz IV), oder der Gewalt der Konzerne (Bspl. sinkendes Lohnniveau)?

    MfG
    Shadow

    • 1) Die CDU hat die fragliche Wahl 2002 verloren und konnte deshalb ihr Programm nicht umsetzen: Die Mehrheit der Wähler hat es abgelehnt: Thats democracy.

      2) Wenn eine Regierungspartei abgewählt und von der Mehrheit der Wähler in die Opposition geschickt wird, ist das in der Demokratie ein Machtwechsel.

      3) Wer in welchem Umfang unzufrieden ist und wen unterstützt, zeigt sich bei Wahlen. Anonymous ist zu feige, sich dem Votum der Wähler zu stellen. Das sagt viel über die eigene Einschätzung der vorhandenen Unterstützung in der Bevölkerung.

      • s.o. said

        jetzt muss ich doch nochmal drauf eingehen.

        zu 1.) ist die CDU nicht jetzt in der Regierung, da rot/grün ja das gleiche Versprechen abgab, ist ja wohl nicht die Steuerreform abgewählt worden.

        zu 2.) Das ist eine nur Aussage, keine Antwort

        zu 3.) Wen glauben Sie werden diese Leute wählen? Ich tipp mal auf die Piraten, eine aufstrebende neue Partei🙂

        so jetzt aber wirklich tschüß

      • 1) Rotgrün hat nicht das Gleiche wie die CDU versprochen, sondern war gegen die von der CDU vorgeschlagene Steuerreform, hat aber leider 2002 trotzdem gewonnen. 2005 konnte in der Grossen Koalition wegen der unterschiedlichen Vorstellungen zur Steuerpolitik kein Konsens gefunden werden.

        2) Die klare Aussagemist, dass ein Regierungswechsel in der Demokratie ein Machtwechsel ist.

        3) Die Wählerschaft der Piraten besteht nach eigener Aussage zu 72 aus Protestwählern, die sich für das Programm der Partei garnicht intessieren.

  2. Markus Schadow said

    Sehr geehrter Herr Eisel,
    ich bin kein Mitglied von Anonymous und eigentlich finde ich es erschreckend dass diese Gruppe so viel Anerkennung bei den Bürgern hat. Aber warum ist das so? Es scheint sich bei mir der Verdacht aufzudrängen, dass die Unterstützer dieser Gruppe nicht einverstanden sind, mit dem, was manche Stellen, ob Regierung, Konzerne oder Lobbyisten, so anstellen. Das die Unterstützung für Anonymous so groß ist, scheint die Unzufriedenheit der Bürger widerzugeben. Sie sollten sich also fragen warum diese Leute sich nicht in politischen Parteien engagieren, anstatt eine „anonyme“ Gruppe zu unterstützen. Meine Meinung, und da sprech ich aus Erfahrung, ist folgende: In den Parteien werden die Wünsche der Mehrheit nicht berücksichtigt. Zu meinem ersten Satz: Würden die Wünsche der Bürger in der Politik berücksichtigt bräuchten wir kein Anonymous-Netzwerk, und der größte Teil der Bevölkerung wäre zufrieden. Auch ich bin höchst unzufrieden mit vielem in diesem Land. Daher werde ich Anonymous unterstützen und auf eine Welt hoffen in der wir sowas nicht mehr nötig haben.

    Ich bin viele

    Shadow

    • Kritik an Regierungen, Unternehmen usw. ist natürlich völlig legitim – aber nur mit demokratischen Mitteln. Anonymous hält sich daran leider nicht, sondern seine Anhänger bekennen sich mit großer Mehrheit beispielsweise zur Unterdrückung unliebsamer Internetangebote. Das ist ein klarer Eingriff in die Meinungs- und Informationsfreiheit, der nicht akzeptabel ist. So war der Angriff auf meine Homepage nicht nur kriminell, sondern auch undemokratisch, weil ich daran gehindert wurde, meine Meinung zu äußern. Für dieses Verhalten von Anonymous-Anhängern gibt es viele Beispiele bis hin zum Diebstahl von Kreditkartendaten. Wollen Sie sich wirklich mit diesen Methoden identifizieren ?
      Übrigens sind meine Erfahrungen zur Meinungsbildung als Mitglied (seit 1972) in einer demokratischen Partei ganz andere: Ich würde nicht selten überstimmt, aber die Meinung der Mehrheit war für den Kurs der Partei immer ausschlaggebend.

      • s.o. said

        In einer Demokratie sollten demokratische Mittel auch ausreichen, das ist in unserem Land aber nicht so. „Alle Parteien“, die in den letzten 20 Jahren an der Regierung beteiligt waren, haben versucht eine Steuerreform durchzuführen, gescheitert weil Lobbyisten das verhindern, die Mehrheit der Bürger war gegen die Bankenrettung, die Mehrheit ist gegen Atomkraft, usw. usw. Für mich ist das nicht demokratisch, und diese Probleme lassen sich ja anscheinend nicht demokratisch lösen (Hitler wurde demokratisch gewählt, man wäre ihn auf diesem Weg aber nicht mehr losgeworden). Eine radikale Gruppe taucht nicht einfach aus dem Nichts auf, es ist das Ergebnis eines undemokratischen Systems und je weniger sich das System ändert umso radikaler werden die Methoden.
        Wie wehren Sie sich denn gegen solche Diktate, vielleicht haben Sie ja eine gute Lösung, dann veröffentlichen Sie sie hier, Parteiarbeit scheint ja nichts zu ändern.

        MfG

      • 1) Woher wissen Sie denn, was die Mehrheit der Bürger denkt und will. In einer Demokratie wird das in Wahlen festgestellt, deren Ergebnis von allen zu respektieren ist. Wer das nicht tut, verhält sich undemokratisch.

        2) Hitler und die NSDAP wurden zwar in demokratischen Wahlen stärkste Kraft, haben aber sofort nach der „Machtergreifung“ die Demokratie ausser Kraft gesetzt und eine Diktatur aufgebaut. In Deutschland gibt es aber heute keine Demokratie, sondern Machtwechsel ist friedlich durch Wahlen möglich.

        3) Radikale Gruppen tauchen nicht wegen angeblich undemokratischer Verhältnisse auf, sondern wollen ja gerade, die Demokratie nicht funktioniert. So war das mit Nazis und Kommunisten in der Weimarer Republik und das gilt auch für Rechts- und Linksextremisten heute. Wer die demokratischen Spielregeln friedlicher Debatte nicht akzeptiert und im oder ausserhalb des Netzes zur Gewalt greift, will die Demokratie zerstoren . Dagegen muss man sich wehren.

  3. stefanherwig said

    Lieber Herr Eisel,

    vielen dank für die Mühe und die mutige Darstellung des „Diskurses“ (der meiner Meinung nach nicht wirklich einer ist). Ich werde mal Ausschau nach ihrem Buch halten.

    SH

  4. Aristokrat said

    Herr Eifler,

    sie möchten Demokratie und freie Meinungsäußerung ?
    ich verrate ihnen jetzt meine. ich bin Aristokrat und Anonymous genießt meine Schutz !!!
    ich bin Trader und Investor und bin an jedem DAX Konzern beteiligt und kann ohne Probleme euch auf dem Kapitalmarkt nicht nur Probleme bereiten, sondern eure wurzel des perversen Zinssystems abhacken. wie sie wissen, haben das letzte mal zwei stunden gefehlt um einen Kollaps des Papiergeldes herbeizuführen ! aber unsere einzelne stimme Merkel, meinte ja unsere Einlagen sind sicher… -das nächste mal wird die Zeitspanne, die euch verbleibt wesentlich geringer sein !
    ich verrate ihnen noch was herr eifler. ich brauche keine Polizei. ich brauche keine Immunität um lügen dem Volk aufzutischen.
    ich bin Aristokrat und wurde seit meiner Geburt vorbereitet. ich bin nicht allein !!!
    ich werde euch erneut auf dem Kapitalmarkt angreifen! ich werde das System angreifen, weil es falsch ist,
    und das völlig legal!!!
    ihr habt ja noch nicht mal Gesetze, die euch erlauben steuern einzuziehen. steuern ist nichts anderes als Tribut. …aber wir brauchen uns nicht darüber zu unterhalten. ich bin Aristokrat ! wir werden tätig, wenn die menschen uns rufen herr eifler. sie haben es getan. jetzt sind wir da und verteidigen unser Volk ! auch wenn ich kein Illuminat bin, bin ich dennoch der Hofnarr Rothschilds. sie herr eifler haben ihre seele kaufen lassen. ohne die Aristokratie hätte niemals dieses System etabliert werden können. wir wußten was wir taten. das ziel ist erreicht herr eifler. wir haben die digitale vorherrherschaft erlangt. jetzt müssen wir den menschen die wahrheit bringen und sie begreifen des zinssklaventums. glauben sie mir wir werden es tun. sie brauchen mit auch nicht mit Gewalt drohen, oder mich als Terroristen darstellen. ich habe mehr macht als sie sich vorstellen können und sind nichts anderes als ein kleiner Schauspieler. sie sind vertreten nicht das Volk herr eifler, sondern eine Minderheit!
    ich habe keine Interesse an Geld oder Reichtum herr eifler. ich habe kein Problem damit Milliarden Aktien an das Volk zu verschenken, wenn die zeit reif ist. die zeit wird kommen herr eifler wo menschen, wie sie sich entscheiden müssen. sie sind nichts anderes als ein opfer, der wenn er die Zeichen erkennt sich in die Hose pinkelt.
    sie brauche mir auch nicht mit Demokratie zu kommen. es gibt keine ! wir leben in einer Danistakratie herr eifler !
    wissen sie woher ich das weiß ?…: Demos ist das Dorf, dort sind Wahlen und steuern verboten herr eifler !!!
    ich respektiere ihre Meinung. ich respektiere sie als mensch. sollten sie jedoch die Freiheit, der menschen unter drücken werden wir sie zur Rechenschaft dem Volk eines Tages übergeben. ich denke, sie wissen, was die menschen dann mit ihnen machen werde, wenn sie die wahrheit erfahren.
    schönen tag noch.

    ach damit ich es nicht vergesse. ich habe mich schon öfter bei euch schauspielern gemeldet. selbst bei der eigentlichen macht Elite. ihr könnt mir gar nichts. das war so und wird immer so sein. -weil ich Aristokrat bin.
    und wenn ihr meint mich eines Tages doch finden zu können und meint, dass ihr einen von uns tötet, dann ist der DAX keine 1000 punkt mehr wert und der Dow Jones keine 500 punkte ! -das leid wird groß sein herr eifler. wir werden bald anfangen den druck wieder zu erhöhen. entscheidet euch und tut das richtige, oder lasst euch von eurem Volk zertreten.

    schönen tag noch herr eifler !!!

    bd

    LorDFireb@llMI/

  5. Marko said

    Lehrreicher Beitrag. Interessant, wenn man das Thema auch mal aus einem anderen Blickwinkel beschrieben lesen kann.

  6. abi sachmet said

    herr eisel, nochmal:
    sie stellen hier unhaltbare thesen auf (anders kann man das nicht nennen). jetzt leben sie auch mit den reaktionen und kommen nicht immer mit „warum schreiben sie dann hier?“ sie haben sich ja etwas dabei gedacht (ich unterstelle ihnen das jetzt mal), als sie das medium internet gewählt haben und nicht die springer presse.
    da wir hier alle so nett miteinander kommunizieren ist schon mal geklärt das anonymous keine cyberterroristen sind wie von ihnen beschrieben, denn sonst wäre das nicht möglich. anonymous besitzt hohe moralische und ethische werte, das oberste ist freie meinungsäußerung. die von ihnen angesprochenen „angiffe“ die auf sie momentan stattfinden sollen sind keine reaktion die von anonymous gewünscht wird. sie müssen dabei bedenken das jeder anonymous ist der die idee teilt und das aus diesem grund manche aktionen von menschen durchgeführt werden die das nicht so ganz verstanden haben. das regelt das kollektiv aber aus der erfahrung heraus selbst. was natürlich auch im raum steht ist das durch ihren block, ihre internetpopularität sprunghaft gestiegen ist und das manche ddos attacken daher unfreiwillig sind. wie in der realen welt sind räume manchmal voll und können daher nicht mehr betreten werden, mehr nicht. nicht hinter allem steckt immer eine böse absicht herr eisel, das sage ich ihnen damit sie nicht zum verschwörungstheoretiker werden.
    ansonsten haben sie hier genug meinungen gehört, von ihnen kamen leider die immer gleichen plakativen antworten, schade, man kann immer einen konsenz finden wenn man im gespräch aufeinander zugeht. sie können das leider nicht, aber das ist ihre sache. wir werden weiter machen wie bisher aus den ganzen gründen die ihnen hier in beiträgen genannt worden sind und die von ihnen nur mit worthülsen beantwortet wurden.
    freut es sie zu sehen das unser video von ihnen schon 2000 clicks hatte, das schafft nicht jeder in so kurzer zeit herr eisel, glückwunsch.😉

    • „die von ihnen angesprochenen “angiffe” die auf sie momentan stattfinden sollen sind keine reaktion die von anonymous gewünscht wird“ Vielen Dank dafür, dass sie sich von dem distanzieren, was andere im Namen von Anonymous an Beschimpfungen und Verunglimpfungen gegen mich geäußert haben.
      Im übrigen gilt der wechselseitige Respekt vor unterschiedlichen Meinungen: agree to disagree

  7. DiscordischerPapst said

    Sehr geehrter Herr Eisel,

    mich wundert ein wenig wie leichtfertig Sie mit dem Begriff der Selbstjustiz umgehen.

    Wie deffinieren Sie Selbstjustiz?

    War der Sturm auf die Bastie ihrer Meinung nach auch Selbstjustiz?
    Die Revolution 1848?
    Die Hitler-Attentate?
    uvm…

    Oder wie sieht es aus wenn eine Organisation (z.B. NATO) einer anderen Organisation (z.B. Gaddafi-Regime) den „Krieg“ erklärt. Selbstjustiz?

    Oder gilt dieser Begriff nur wenn die Gewalt von einer Minderheit ausgeht?
    Dies würde dann ja bedeuten, dass viele stehts das Recht haben wenige zu verurteilen. Wie kann man dies mit dem demokratischen Minderheitenschutz vereinbaren?

    Die Geschichte beweist, dass gesellschaftliche Umbrüche nur sehr selten ohne Blutvergießen von statten gehen. Nun befinden wir uns aber eben in einer solchen Umbruchsphase, die auch Sie nicht aufhalten können. Anstatt sich über DDoS Attacken aufzuregen sollten sie sich lieber freuen das es keine Aufrufe zu physischer Gewalt gibt. Dies ist ein Segen den sie nicht leugnen können.

    Revolutionen wird es immer geben. Das wie ist die Frage. Mit harmlosen Netz- und Sitzblockaden oder mit Steinen, Waffen und viel zu viel Blut (auf beiden Seiten!)?

    Anonymous steht für die erste Variante. Für welche stehen Sie???

    Mit freundlichen Grüßen,

    ein discordischer Papst

    • Selbstjustiz ist die willkürliche Freiheitseinschränkung unbeteiligter Dritter bis hin zur physischen Gewalt. Dafür gibt es in einer freiheitlichen Gesellschaft keinerlei Rechtfertigung.
      Der Tyrannenmord ist damit nicht zu vergleichen, denn er hat der Diktatur den Diktator zum Ziel.
      Deshalb ist es auch etwas völlig anderes in einer Diktatur beispielsweise die Internetseite der Geheimpolizei zu blockieren als in einer freiheitlichen Gesellschaft FBI und Scotland Yard zu hacken wie das mit Bezug auf Anonymous geschehen ist.

      • DiscordischerPapst said

        „Selbstjustiz ist die willkürliche Freiheitseinschränkung unbeteiligter Dritter…“
        Da gebe ich ihnen zu 100% recht. UNBETEILIGTER Dritter! Ich persönlich würde allerdings bei FBI, Scotland Yard, MasterCard, PayPal usw. nicht von unbeteiligten Dritten sprechen. Wer Konten sperrt und Journalisten verfolgt mischt sich ein und ist somit nicht länger unbeteiligt.

        Abgesehen davon lässt sich darüber streiten wie freiheitlich diese Gesellschaft (bzw. dieses System) tatsächlich ist.

        -Recht auf Mitbestimmung nur alle 4 Jahre
        -ACTA
        -Waffengewalt gegen friedlichen Protest (S21 30.9.2010 z.B.)
        -Bundestrojaner
        -Verbot weicher Drogen
        -Vorratsdatenspeicherung
        -Funkzellen
        -Elektronische Gesundheitskarte und, und, und,…

        Unter Freiheit verstehe ICH etwas anderes. Allerdings beschäftige ich mich mit dem Thema Freiheit wohl auch etwas intensiver als Sie und ihre Partei.

        „Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht.“
        Erich Fried

        Mit freundlichen Grüßen,

        ein discordischer Papst

      • Und Sie maßen sich dann an, gegen wen Sie ihre Internetattacken richten – die einen habens verdient, die anderen nicht .. Das ist reine Willkür und deshalb Selbstjustiz gegen unliebsame Internetangebote. Da Freiheit immer die Freiheit des Andersdenkenden ist, hat das mit Freiheit nichts zu tun.

      • Martin Lehner said

        nicht jede Revolution hat einen Tyrannen zum Ziel. Dies setzen sie hier aber vorraus.

      • Revolutionen gegen die Demokratie sind undemokratisch und deshalb lehne ich sie ab.

      • DiscordischerPapst said

        Ich kann hier keine Revolution gegen die Demokratie erkennen. Ganz im Gegenteil. Dies ist der Beginn einer Revolution für MEHR Freiheit und Demokratie!
        Das Sie dies nicht für gut befinden ist mir selbstverständlich klar, da ein Erfolg mit einem erheblichen Machtverlust ihrerseits einher gehen wird.

        Mit Freude erwarte ich den Tag, an dem ihr Fähnchen dem Sturm der Fahnenlosen weichen wird.

        Bis dahin,

        ein discordischer Papst

      • Wenn Sie sich weigern, in demokratischen Wahlen ihre Mehrheitsfähigkeit testen zu lassen und zugleich gegen bei Wahlen ermittelte Mehrheiten eine „Revolution“ herbeiführen wolle, dann das undemokratisch und eine Revolution gegen Demokratie

      • DiscordischerPapst said

        Zuersteinmal möchte ich ihnen meine Wertschätzung entgegenbringen. Es ist sehr lobenswert, dass sie sich hier den viele Diskussionen stellen. Dass sie selten mit echten Argumenten antworten sei ihnen verziehen, dies bringt ihre Berufswahl nun einmal mit sich. Vielen Dank dafür!

        Zur Willkür:
        Ist es etwa nicht willkürlich, lybischen Aufständischen zur Hilfe zu eilen, syrischen aber nicht?
        Ist es etwa nicht willkürlich, wehemend das Atomprogramm Irans zu bekämpfen, das Nordkoreas aber nicht?
        Ist es etwa nicht willkürlich, aus dem Atomaustieg auszusteigen um kurz darauf aus dem Austieg auszusteigen?

        Zu unseren Wahlen:
        Es existieren keine echten Wahlen!
        Einzig können wir das Pferd wählen welches den Karren ziehen soll. Die Richtung in die es läuft bestimmen andere. Dass übrigens ist undemokratisch!!!

        Es ist stehts eine Standpunktfrage, was Willkür genannt wird und was nicht. Was Spionage genannt wird und was nicht. Was Demokratie genannt wird und was nicht (Siehe z.B. Russland). Was gut genannt wird und was böse.

        Im Übrigen habe ich mir noch nie „angemaßt“ eine Internetseite zu Attackieren! Lediglich kann ich sehr gut nachvollziehen warum dies getan wird. Jeder kämpft mit seinen Mitteln: Sie nutzen die Macht der Politik, andere die des Internets, wieder andere die des zivilen Ungehorsams oder der Macht der Kunst.
        Doch alle sind wir Teil einer Idee. Und auch wenn Sie es noch nicht gemerkt haben, sie gehören auch dazu😉

        Mit freundlichen Grüßen

        ein discordischer Papst

      • Die von Ihnen als „Willkür“ aufgezählten Beispiele sind nicht konsistente Entscheidungen, deren Widersprüchlichkeit unbestritten ist.
        Wenn ich den Begriff „Willkür“ verwandt habe, dann in dem Sinne, dass man sich anmaßt nach eigenem Gutdünken die Freiheitsrechte Dritte einzuschränken. Dazu hat niemand das Recht, dass wäre die Wiedereinführung des Faustrechts und der Selbstjustiz.

        Wenn Sie mit den bei Wahlen gebotenen Alternativen nicht zufrieden ist, dann bieten Sie eine weitere Alternative und kandidieren selbst, um Mehrheiten zu gewinnen. Nur weil Ihnen die Wahlergebnisse nicht passen, können sie nicht behaupten, das seien „keine echten Wahlen“. Sind „echte Wahlen“ nur solche, bei denen Sie selbst gewinnen ???

      • DiscordischerPapst said

        Richtig, dazu hat niemand das Recht (Im Sinne von juristischem Recht). Und dennoch wurde es getan und wird weiter getan werden. Allein die Fülle der Kommentare auf dieser Seite zeigt, dass solche Aktionen allerdings schon eine gewisse Rechtfertigung haben. Zumindest haben sie Rückhalt in einem Teil der Bevölkerung. Wenn ich bedenke wie viele Guy Fawkes Masken ich in den letzten Monaten gesehen habe, sollten Sie anfangen uns ernst zu nehmen und nicht gegen sondern mit uns arbeiten. Für eine bessere Zukunft.
        Anonymous ist weit mehr als das lahmlegen einiger Websites.

        Ich habe weniger ein Problem mit den Wahlergebnisse (als halber Schweizer weiß ich sehr gut mit Abstimmungen und deren Ergebniss umzugehen), als viel mehr mit der Umsetzung der Parteiprogramme. Ein Pazifist wählt Grün um dann festzustellen das er für einen Militäreinsatz gestimmt hat. Ein Atomfreund wählt CDU um festzustellen das er den Austieg gewählt hat. Der Arbeiterslose wählt SPD und versteht nicht wie es zur Agenda 2010 kommt.
        Vermutlich sind die Parteien daran noch nicht einmal Schuld. In einer von Banken und Großkonzernen abhängigen Welt ist es schwierig Politik fürs eigene Volk zu machen.

        Mit freundlichen Grüßen,

        ein discordischer Papst

      • Unrecht wird nicht dadurch legitimiert, dass es von vielen begangen wird. Ich nehme Anonymous ernst, sonst würde ich mich nicht damit auseinandersetzen. Viele Kommentare hier haben mir gezeigt, dass bei denen, die sich mit Anonymous identifizieren erheblicher Nachholbedarf im Verhältnis zu demokratischen Grundwerten besteht.

        Mit Parteien nicht zufrieden zu sein, ist natürlich legitim. wenn die Mehrheit so denkt werden sie abgewählt oder/und neu gegründet.

  8. Golem said

    Zu Punkt 1)

    Glauben Sie ernsthaft an die Souverenität des Landes ? Demokratie hätte damit angefangen, uns zu fragen, wie wirs den gerne hätten …

    Aber zum Glück werden wir ja nicht angelogen.:

    Konrad Adenauer: „Wir sind keine Mandanten des Deutschen Volkes, wir haben den Auftrag von den Alliierten“ (zitiert nach Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim in „Die Deutschlandakte“ S. 17)

    Sigmar Gabriel, SPD-Vorsitzender auf dem Sonderparteitag in Dortmund, 27.Februar 2010: „Wir haben gar keine Bundesregierung – Frau Merkel ist Geschäftsführerin einer neuen Nichtregierungsorganisation in Deutschland.“ (Hier das Video – http://www.youtube.com/watch?v=gxsd2X9cR4k&f ) Die komplette Rede gibt es hier ( http://www.youtube.com/watch?v=WIAHYcChrvY ), bei Minute 36 und 25 Sek. seht Ihr das Zitat.

    Angela Merkel, anläßlich des 60-jähriges-Gründungsjubiläums der CDU am 05.Juli 2005: „Die Menschen Deutschlands haben kein Recht auf Demokratie und freie Marktwirtschaft in alle Ewigkeit.“ (Hier das Video – http://www.youtube.com/watch?v=ANz6DXT6KE4 )

    Der 2. Punkt kommt vom 1. (kurz.: aktion – reaktion)

    Die Wut kommt nur dadurch zustanden, das man das erst Jahre später mitbekommt – und nicht durch die Schule !

    Meine Frage wäre damit nur, warum uns sowas nicht in der Schule beigebracht wurde?

    Oder sollen wir sowas erst garnicht Wissen ?

  9. Anon2070 said

    Ich wollte einfach nur sagen, dass ich die Problematik anders sehe, wahrscheinlich weil ich entweder sehr viel Länger mit Anonymous betraut bin, vielleicht aber auch, weil ich nicht in den fag-Gruppen unterwegs bin, in der Sie scheinbar recherchiert haben.

    Das nächste Mal bitte einen etwas sachlicheren Bericht!

  10. MiCro said

    hey anons, lasst es doch einfach. dem typen ist nicht mehr zu helfen. er ist zwar rede(-schreibe)gewand, sagt aber eigentlich nichts!!
    trotzdem noch einmal zum thema repräsentative demokratie: wenn wahlen etwas ändern würden, dann wären sie doch verboten! deshalb haben sie und ihre partei ja auch so eine große angst vor der basisdemokratischen piratenpartei.
    ich sehe es im übrigen als ein durchaus legitimes mittel, internetseiten außer gefecht zu setzen, um eine politische veränderung zu bewirken, und das ist nicht als einschränkung der meinungsfreiheit aufzufassen, sondern als so etwas wie eine sitzblockade (niemand kommt zu schade, trotzdem bemerken es viele)

    wenn ich wirres zeug geschrieben habe, dann sagt es mir bitte, ich bin grade erst aufgewacht.

    das ist die bescheidene meinung eine zwölfjährigen anonymous-symapathisanten (entschuldigt die rechtschreibfehler)(um nachfragen vorzubeugen: ja, mein wertesystem ist schon voll ausgebildet!!!)

    • Wenn sie meinen, durch (Sitz)blockaden käme niemand zu schaden, wie bewerten Sie dann die Blockadeaktion „Kauft nicht bei Juden“ der SA am 1. April 1933 ? Damals stellten sich die SA-Leute einfach vor die Eingänge jüdischer Geschäfte und blockierten diese „gewaltfrei“.

      • MiCro said

        halten sie es für richtig, ein kind so in die ecke zu argumentieren?! es scheint so, als würden sie meine vermeintliche unkenntnis über geschichtliche ereignisse im 3. reich ausnutzen wollen!
        natürlich war diese blockade nicht gewaltfrei, aber ich bezweifle stark, dass dieser vergleich angemessen ist, da anonymous kein dikator ist(oder halt diktatoren) bzw. sich in irgendeiner weise schon macht verschafft hat, wie es die nazis getan hatten. diese aktion war ein teil der herrschaftsmethoden im 3. reich und kein protest gegen etwas bestehendes, und darin besteht der entscheidende unterschied.

      • Da täuschen Sie sich: Schauen Sie noch mal aufs Datum der Boykottaktion: 1. April 1933. Die Aktion war Bestandteil des Aufbaus (!) einer totalitären Herrschaft. Dazu mussten die noch existierenden Strukturen und Werte der Demokratie der Weimarer Republik zerschlagen werden. Es war also sehr wohl „Protest gegen etwas Bestehendes“, nämlich das Gefüge bürgerlicher Werte. Das geschah u. a. durch die Umdefinition von Begriffen und Werten beispielsweise solcher Aktionen in „gewaltfrei“ und deshalb vermeintlich als harmlos hinzunehmen – eben nur eine vorübergehende Blockade.
        Sich mit den Lehren aus unserer Geschichte zu befassen ist übrigens durchaus in der Lage, wer in diesem Blog Kommentare schreibt.

      • Martin Lehner said

        Sie stellen hier einen Vergleich an zwischen einer gewaltsamen Aktion und einer nicht gewaltsamen. Die darüber hinaus noch unterschiedliche Ziele haben bzw. hatten. Die eine ist gegen eine Religion, die andere will für mehr Freiheiten demonstrieren. Sowas kann man nicht vergleichen!!

      • Dann erklären Sie mir doch mal, was am gleichen Verhalten einmal gewaltsam und einmal nicht.
        Der Zweck jedenfalls darf nicht die undemokratischen Mittel heiligen.

      • Martin Lehner said

        Das gleiche Verhalten? Sie stellen die beiden Verhalten gleich, obwohl diese es nicht sind.
        Ich bin einmal in den Urlaub nach Italien gefahren, dabei musste ich durch Zürich (glaube ich) fahren. Kurz von Zürich kamen wir in einen scheinbar endlosen Stau. Wie sich im nachhinein herausstellte wegen nichts. Es war einfach ein künstlicher Stau, der durch eine Fahrbahnverängung verursacht wurde.
        Letztlich ist ein DDos-Angriff nichts anderes. Die Internetseite wird durch Überlastung lahmgelegt. Ich weiß nicht wo Sie darin Gewalt sehen.
        Und wenn eine Stadt dies darf, kann es ja nicht alzu undemokratisch sein.

      • Das ist nicht das gleiche, denn ein DDos-Angriff nicht wie ein Stau, sondern ist die bewusste Blockade unliebsamer Internetangebote – wie sie gerade von anonymous-Anhängern bei twitter/pastebin gegen mich vorbereitet wird _ reine Selbstjustiz

      • MiCro said

        ich kann mich martin lehner nur anschließen.

      • Martin Lehner said

        ein künstlicher Stau ist auch eine bewusste Blockade…

      • Es ist schon beachtlich, welche abenteuerlichen Vergleiche Sie anstellen um die willkürliche Blockade unliebsamer Internetangebote zu rechtfertigen

    • Hey MiCro, so nicht!
      Erst große Klappe von wegen „dem typen ist nicht mehr zu helfen“ und dann mimimi, „der darf doch kein Kind in die Ecke argumentieren“. Wie denn jetzt? Austeilen und nicht einstecken können. Oh Mann, über das Alter bist Du raus – oder bist Du einer von den verwöhnten bengeln, die alles machen dürfen und nie Kritik bekommen? Glaube ich aber nicht. Also kein Welpenschutz für Austeiler.

      Ok, aber der SA-Vegleich ist schon ziemlich großes Kaliber, eigetlich ja zu großes Kaliber. Wie wär´s damit: Du baust mit viel Mühe (um nicht zu sagen viel Liebe) und mehr Einsatz als Du müsstest eine Webseite – dann kommt aus dem virtuellen Nichts ein Typ daher, der Dich zwar nicht kennt, aber aus irgendwelchen Gründen meint, Dich nicht leiden zu können – und verhackstückt Deine Seite, schreibt Sie so um, dass Du als Oberdepp dastehst, montiert ein paar Fotos hübsch zusammen – Du kannst es Dir vorstellen? Ok, immer noch kein Problem damit?

      Die eigenen Argumente mal einfach andersherum gewendet auf sich zielend vorzustellen ist sowieso nützlich: So wie manche A-Sympathisanten hier reagieren, wenn der Blog-Autor mal anderer Meinung ist als sie, versuche ich sie mir gerade als Regierende vorzustellen… ihre Reaktion, wenn Einzelne ihres Volkes eine andere Meinung haben als sie.. Den hier ständig laut zu hörenden Absolutismus „ICH allein habe die wahre Erkenntnis und die richtige Meinung“ kann ein Staatschef zwar haben – in dem Staat möchte ich aber nicht leben. YMMV

      • MiCro said

        stimmt zeilenknecht, ich hab mich da ein bisschen übernommen. ich vertrete halt einerseits die ansicht, dass es nicht nötig ist, hier zu argumentieren(stephan eisel scheint zwar diskussionsbereit, hält aber vehement an seinem standpunkt fest) andererseits finde ich es fast unmöglich, diese seite zu verlassen, ohne etwas zu kommentieren oder irgendwo „seinen senf dazuzugeben“.

        noch einmal zu dem vergleich mit der website: das ist doch in dieser form nie passiert (hoffe ich), die seiten waren doch nur vorübergehend ausgeknockt(und nicht vollkommen „verhackstückt“).

      • … was heisst hier „nur vorübergehnd ausgeknockt“ – worher nimmt jemand diese Anmassung, unliebsame Internetangebote anderer „auszuknocken“ – das ist reine selbstjustiz…

      • Von wegen an seiner Meinung festhalten: Machst Du es anders?
        Ich habe es als Idealfall kennengelernt, dass in Dikussionen und Streits beide Seiten ein wenig was vom anderen zumindest zu verstehen lernen, warum er so denkt wie er denkt – und dann irgendwann feststellen „We agree to disagree“. Das ist für mich nichts Schlimmes. Menschen sind nun mal unterschiedlich und ich habe eindeutig mehr Horror vor einer Gesellschaft, in der alle das gleiche denken oder auch nur sagen müssten. Es ist natürlich schon anstrengend, andere Meinungen aushalten zu müssen – geht mir auch so😉
        Aber man selber würde auch nicht wollen, dass der andere einem seine Meinung als einzig richtige aufzwingen kann. Wenn A. von diesem Anspruch runterkäme, dann erst könnte sich zeigen, ob dahinter wirklich das steht: „Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ Wenn sie schädigendes Hacken verteidigt und andere Meinungen selbstdefiniert als „undemokratisch“ verdammt, wird´s nichts.
        Aber nein, jetzt legen sich welche mit dem FBI an, seufz…

      • MiCro said

        ich sehe meine these, dass sie zwar diskutieren, aber stur an ihrem standpunkt festhalten, in ihrem kommentar bestätigt.

      • agree to disagree – es sollte Ihnen nicht so schwer fallen, andere Meinungen zu akzeptieren und zu respektieren

  11. ich habe ihnen bereits einmal gechrieben , nich das sie denken ich wuerde sie zuspammen ,
    natuerlich wird auch im internet ueber ihre falschausagen diskutiert … nachdem auf meinen ersten post ,
    nur der standard von ihnen kam , und ich gesehn habe , das es nix bringt mit ihnen zu diskutieren , da sie
    meiner meinung nach ein gestoertes verhältnis zu anonymous und zur demokratie haben, (nur meine meinung),
    wollte ich ihnen einen auszug posten aus dem internet :

    „er schafft es halt durchgehend nur auf die fragen bei denen er denkt ahnung zu haben antworten zu geben
    und wirklich interessante fragen übergeht er einfach [O.o]
    ich meine ich find es super dass er auf alle kommentare antwortet…aber immer nur mit den gleichen standardantworten…und ohne wirkliche begründung.“

    sie sollten ihre meinung ueber digitale medien,internet und anonymous ueberdenken , wir leben nicht mehr im 19 jahrhundert …
    im uebrigen hat eine studie gerade ergeben , das konservatives und altmodisches denken vom ungenuegenden IQ kommt … konservative haben demnach einen iq von eher 95 , und liberale aufgeschlossene freiheitsdenkende menschen liegen eher bei einem iq von 106

    mfg
    ein demokratie liebender arbeitender buerger aus der mitte

    p.s. wählen tu ich natuerlich auch schon ewig keine partei mehr … ich streich den zettel einfach durch

  12. Sehr passend dazu:
    Roland Düringer im CLUB2 – Aussagen eines Mutbürgers

  13. Antonia Infokrieger said

    Herr Eisel, es freut uns, Ihnen unbequem zu sein. Ihre Ansichten sind obsolet, sie werden bald schon neuen Ideen weichen müssen.
    Sie scheinen auf dem linken Auge blind zu sein. Sie scheinen auch auf dem linken Ohr taub zu sein. Jeder hat das Recht auf Borniertheit,
    aber Sie Herr Eisel übertreiben! Wer sein Volk nicht sieht, der sollte vom Volk auch nicht gesehen werden.
    Wer sein Volk nicht hört, der sollte vom Volk auch nicht gehört werden.
    Wir erklären Sie hiermit zur Persona non grata und beschäftigen uns ab sofort wieder mit den wirklich wichtigen Dingen.

    We are Anonymous.
    We are Legion.
    We do not forgive.
    We do not forget.
    Expect us!

    • Sie sind mir nicht unbequem, sondern bestätigen durch solche Kommentare meine Kritik an Anonymous.

      • Rumpel... said

        Also langsam wird es für Zeit. Denn Ihre Aussagen kann man doch mit schwerer Pornografie (sodomie) gleichsetzen. Ach übrigens, Anonymous hat bessere Gegner wie Sie – Persona non Grata🙂

        Desweiteren wird wohl ihr Buch bald online zum download stehen – kostenlos!! für das will keiner bezahlen.

      • Niemand zwingt Sie, hier zu schreiben …

  14. Martin Lehner said

    Guten Abend Herr Eisel,

    Anonymous ist, soweit ich mich jedenfalls informiert habe, keine „Gruppe“, wie z.B. eine Partei oder ein Verein. Es sind vielmehr Menschen, die eine Idee der Freiheit umsetzen wollen. Dessen Umsetzung ist in einer losen Gruppierung natürlich immer auch an einzelnen Menschen gelegen. Ich selbst stimme mit den vielen Forderungen von Anonymous überein. Jedoch nicht immer mit allen Aktionen von Anonymous. Anons sind nicht nur Hacker, sondern auch einfach viele Menschen, die sich in ihrer Freiheit beeinträchtigt fühlen. Sicherlich unterstützt ein Teil der Anhänger von Anonymous die Hacker-Angriffe. Ich selbst tue dies nicht.
    Dennoch: Es gibt nicht nur Hacker-Angriffe, sondern auch (legale) Demonstrationen!
    Ich finde es bemerkenswert, dass sich viele Jugendliche z.B. über ACTA informieren, und so ein eigenes politisches Bild erstellen. Dass junge Menschen u.U. ein anderes Bild haben als Sie, ist denke ich klar. Doch nur aufgrund einer anderen politischen Einstellung kann man doch nicht eine Gruppe insgesamt ins Schlechte ziehen.
    Und noch einmal:Nur sehr wenige Anonymous Anhänger sind Kriminelle. Viele sind Menschen die der Idee der Freiheit nacheifern!
    Ich bin gegen ACTA, und versuche meine Meinung auf legalem Wege den Politikern unseres Landes zu erläutern. Also bitte, verallgemeinern Sie die Anhänger von Anonymous nicht als Kriminelle, sondern nehmen Sie uns ernst. Und versuchen nicht durch eine solche Behauptung Anonymous schlecht zureden.
    Wie gesagt, auf Teile der Anons mag ihre Argumentation zutreffen, jedoch beweitem (!) nicht auf alle, wie sie dies hier darstellen.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Ich analysiere und bewerte nur Aktionen von Leuten, die sich ausdrücklich auf Anonymous beziehen. Leider wird unter diesem Label die Blockade unliebsamer Internetangebote als akzeptables Verhalten empfunden. Auch die Anonymous-Anhänger , die selbst keine Hackerangriffe starten, verteidigen solche Aktionen. Ich halte sie nicht für nicht legitim und undemokratisch und würde mich freuen, wenn sich viele Leute, die sich zu Anonymous bekennen, davon distanzieren und für einen unzensierten Dialog eintreten.

      • Martin Lehner said

        Es gibt aber weit mehr Menschen, die sich zwar nicht ausdrücklich auf Anonymous beziehen, sondern einfach nur mit ihrer Grundidee übereinstimmen. Diese Menschen werden von Ihnen völlig außer Acht gelassen. Ich denke, dass sich mittlerweile relativ viele, gerade junge Menschen mit dieser Idee übereinstimmen und dennoch nicht von sich behaupten ein Teil von Anonymous zu sein.
        Sie wollen in einen „unzensierten Dialog“ treten?
        Dies kann nie möglich sein. Denn die heutigen Gesetze sind sehr umfassend, werden teilweise geheim verhandelt, und zudem in einer äußerst komplizierten Sprache geschrieben. Für den Ottonormalverbraucher sind sie in aller Regel wie ein Buch mit chinesischen Schriftzeichen.
        D.h. es gibt Experten auf beiden Seiten, für als auch gegen ACTA, die den normalen Menschen zu verstehen geben wollen was in dem Gesetz steht, und was es für Auswirkungen haben kann.
        Es steht meiner Meinung nach außer Frage, dass beide nicht ganz die Wahrheut sagen können, sonst würden die verschiedenen Meinungen der Experten nicht so weit auseinander gehen. Die Experten geben z.T. Halbwahrheiten, (richtige/falsche) Interpretationen oder auch schlicht Unwahrheiten von sich. Vielleich bewusst, vielleicht unbewusst.
        Wie kann man also in einen unzensierten Dialog treten, wenn man nicht die unzensierte Wahrheit erfährt?

        Genau darin liegt meiner Meinung nach das Problem, denn unsere Experten haben jeweils eine von anderen geprägten Meinung. Als Experte der CDU ist es ziemlich klar, dass man nicht gegen ACTA sein kann, Da eine Partei geschlossen da stehen soll.
        Richtig, eine Partei. Partei ergreifen. Genau das ist das Stichwort. In einem unzensierten Dialog sollte man unzensierte, objektive Fakten sprechen lassen. Wenn man von vorneherein partei erfreift, kann man nicht objektiv sein und gibt Fakten somit zensiert weiter.
        Dies gilt allerdings, wie bereits oben erwähnt nicht nur für Befürworter von ACTA, sondern auch für Gegner. Nur dass sie mich da nicht falsch verstehen.

        Mit freundlichen Grüßen

      • Ich analysiere und bewerte nur was diejenigen sagen und tun, die sich auf Anoynmous berufen. Ich kann nicht nicht beurteilen, was diejenigen denken, die sich der Bewegung zugehörig fühlen, aber nicht äußern.
        Im übrigen stimmt es nicht, dass man mit dem Eintritt in eine Partei den eigenen Verstand abschalten muss oder sollte. Ich habe mehrfach gegen die Mehrheit meiner eigenen Partei gestimmt, wenn mich die Argumente der Mehrheit nicht überzeugt haben. Dazu gehört zur (innerparteilichen) Demokratie.

      • Martin Lehner said

        Sie behaupten ich würde mich nicht äußern. Was tue ich gerade???
        Ich berufe mich nicht auf Anonymous, dass ist der Punkt. aber ich äußere mich sehr wohl. Und dennoch interessiert es Sie scheinbar nur sehr wenig, wie viele Menschen denken.
        Nun, da haben sie mich falsch verstanden. Der Punkt ist doch, dass man sich nicht auf irgendeinen Experten verlassen kann, da jeder der Experten voreingenommen ist. Wenn überhaupt gibt es nur sehr wenige Experten, und die wollen ersteinmal gefunden sein.
        Auf Politiker kann man sich da auch nicht verlassen.
        Beispiel: Stuttgart 21. (ich komme aus BW)
        Wie herauskam wusste die damalige Landesregierung von BW um Herrn Mappus schon vor Ihrer Abwahl, dass das Bahnprojekt teurer wird als die erwarteten 4 Mrd. Euro. Dennoch hat sie es verschwiegen.

        Ich kann mich also, um mir eine eigene Meinung zu bilden, auf wenige Menschen wirklich verlassen, dass diese die Wahrheit sagen.
        Somit kann ich also auch nicht in einen „unzensierten Dialog“ treten, da ich viele falsche, halbrichtige oder interpretierte Fakten zur Verfügung habe, um mir eine eigene Meinung zu bilden.

      • In der Tat kann man sich eine eigene Meinung dann am besten bilden, wenn man möglichst uneingeschränkte Informationsfreiheit in Anspruch nehmen kann. Deshalb bin ich gegen die Blockade unliebsamer Internetangebote. Ich hatte nach Ihrer Meinung dazu gefragt …

      • Martin Lehner said

        Ich bin ebenfalls gegen eine Bockade unliebsamer Internetangebote, auch wenn ich das nicht ganz so kritisch sehe wie Sie. Allerdings muss man klar sagen, dass die Webseiten, die blockiert wurden nichts mit der Meinungsbildung zu tun hat, da z.B. Mastercard nichts mit ACTA zu tun hat. Dennoch darf man sie nicht einfach blockieren.

        Sehen Sie, wie will ich dann als Bürger meine Meinung vernünftig bilden, wenn dies gar nicht möglich ist??
        Und dass es so etwas in einem Staat wie Deutschland gibt finde ich schlicht traurig.

      • Was hindert sie in Deutschland, sich eine Meinung zu bilden ???

      • Martin Lehner said

        siehe obrige Kommentare…

  15. erik00073 said

    hallo Herr Esel diesen text schreiben sie hier unter fast jedes Kommentar
    -Was “der Bürger will” zeigt sich in Wahlen-
    aber das stimmt nicht denn in den wallen kann man nur sehr begrenzt wen nicht sogar gar nicht aussagen was man will man kann nur Sehr grob sagen in welche Richtung mann seine stimme geben möchte und wenn wir nicht demonstrieren würden und dass alles nur anhand des Wahlverhaltens zeigen würden hetten die Piraten Ungefähr 80% mehr stimmen (natürlich keine 80% weil 20% unter 18 sind)
    und ein satzt von Anonymous der 99,999999% stimmt wir vergessen nicht bedeutet was ihr jetzt für ein politischen mist baut endert das Wahlverhalten noch in 50 Jahren

    geschrieben von einem 14 jährigen Hauptschülern in der 8 klasse der sich SEHR stark mit dem thema acta befast

    • Wie wollen Sie denn ermitteln, was die Mehrheit will, wenn nicht durch Wahlen und Abstimmungen ????
      Natürlich sind Wahlen dabei politische Richtungsentscheidungen und in der repräsentativen Demokratie kut einem Vertrauensvorschuss auf Zeit verbunden.
      Dieses System findet 94 Prozent der Bevölkerung richtet. Mehr dazu finden Sie hier.

  16. Hater said

    witziger weise, haben sie NICHTS verstanden…. Ein engstirniger Mann, mehr sind sie nicht Herr Eisel. Wenn sie nachdenken würden, würden sie genau das waas sie an anonymous hassen in ihren Reihen wieder finden^^ Aber dafür fehlt ihnen der blick für die Wahrheit! Was den Flashmob angeht der hier gerade läuft… naja, agressionen haben irgendwo ihren ursprung und führen zu einer überreaktion. Sie haben diesen Flashmob wahrscheinlich sogar noch Provoziert, nur um Anonymous schlecht darzustellen… Sie sind ein bemitleidenswertes Opfer ihrer eigenen Überzeugung geworden!

    • Meine Kritik muss ja einen wirklich wunden Punkt getroffen haben, wenn Sie so reagieren…

      • BigMask said

        Sie herr Eisel haben so weit ich mitbekommen haben schon mehrere Bericht geschrieben, welche gegen Anonymous sprechen. Sie stellen uns als schlechte Menschen und Hacker dar, obwohl sie nur wenig Ahnung haben wer oder was wir sind und was wir beabsichtigen. Âlles was wir sagen und jede Idee wird gegen uns verwendet. Wir wollen einfach das sie aufhören uns schlecht zu machen und sich mal an der eigenen Nase zu packen. Die Leute fangen an sie nicht mehr richtig Ernst zu nehmen und sie als ein kleiner hilfloser Käfer der auf dem Rücken liegt zu sehen.
        Sie merken nicht das sie sich selber in schlechtes Licht rücken.

      • Meine Analysen zu Anonymous sind alle auf diesem Blog nachzulesen und basieren auf der intensiven Befassung mit dem Internet-Kollektiv — daran ändern auch Beschimpfungen nichts.

      • anonymous said

        Dies war keine Beschimpfung, sondern die Realität welche sie nicht warnehmen wollen. Ich denke das nur Ihre Meinung zählt und sie uns gar nicht anhören wollen. Wie dickköpfig kann man sein. Sie haben keine Ahnung was Anonymus ist.
        Ich will sie keineswegs beleidigen, sondern ihnen einfach mal die Augen öffenen. Wir sind eine Idee, wir haben keinen Anführer und jeder kann Anonymous sein. Ich verstehe einfach nicht das sie uns als Hacker abstempfeln und alles was wir machen als schlecht angesehen wird von ihnen.

      • Das zeugt ja doch von missonarischem Eifer, dass sie mir „die Augen öffnen“ wollen.
        Wenn Sie mit dem Namen Anonymous hantieren, müssen Sie schon akzeptieren, dass sie gefragt werden, was von dem halten, was andere unter diesem Namen tun. Wasch mir den Pelz und mach mich nicht nass ist etwas zu billig.

      • BigMask said

        Es tut mir leid wenn ich sie gekränkt habe. Ich hab dies nicht beabsichtigt. Doch ich habe Probleme damit wie sie dies schreiben. Vieles was steht, gilt nur für eine kleine Gruppe von Anonymous Akktivisten. Anonymous sind nicht nur Hacker. Wir sind nur eine Idee nicht irgendeine Gruppen von Hackern. Wir sind viele und sie sehen immer nur die schlechten Seiten an uns. Sie suchen Leichen im Keller und verstecken das positive an uns. Dies ist sehr Schade und entaüschend für uns.

      • Ich habe nicht behauptet, dass alle Leute, die sich Anonymous verbunden fühlen, Hacker sind. Aber die Blockade unliebsamer Internetangebote wird von den meisten gerechtfertigt, die sich Anonymous verbunden fühlen. Nur wenige distanzieren sich davon. Dass zeigen viele Einträge auf meinem Blog, bei Facebook usw.

      • anonymous said

        Ich will Ihnen die Augen öffnen weil Ihre Vorstellungen von der Welt absurd sind. Sie können sich nicht die Welt formen welche Sie gerne haben wollen. Doch wenn sie so engstirnig bleiben werden Sie es nie einsehen

      • Sie machen es sich sehr einfach: Wer nicht Ihrer Meinung ist, ist „engstirnig“ und versteht die Welt nicht. Nun denn …

      • anonymous said

        Ich gebs au Ihnen ist nicht mehr zu helfen. Ich werde Versuchen Ihr „ach so guten“ Blogs zu Ignorieren. Da ich besseres zu tun hab als Ihnen zu erklähren, dass Sie einiges falsch verstanden haben. Sie werden es eh nie einsehen. In Ihrer Welt gibt es nur Ihre Meinung, welche stimmt. Ich hab so was wie Sie noch nie in meinem Leben erlebt. Schämen Sie sich nicht?
        Sie werden es ja eh nicht begreifen. Also au nimmer wiedersehen.

      • Tja zur Freiheit zu kommen gehört auch die Freiheit zu gehen …

    • BigMask said

      http://www.youtube.com/watch?v=3a2fchSH8_Q Dies sollten Sie sich mal anschauen. Es könnte Ihnen helfen uns zu verstehen.

      • kenne ich schon – ich verstehe Sie wohl besser als Ihnen lieb ist — und Vorsicht, Sie schreiben schon von „uns“, wo es Sie als Gruppe angeblich garnicht gibt.

      • BigMask said

        Wir sind auch keine Gruppe mit uns habe ich die gemeint, welche sich dazu bekennen. Ihn dem Text denn Sie geschrieben haben bezweifle ich jedoch das sie es verstehen oder je verstehen werden, Wie kann man so blind sein und einfach nicht begreifen, dass dies was sie hier abziehen einfach nur lächerlich ist. Alles was anders ist als sie es wollen ist schlecht und gefährlich. Sie leben in einer Welt in der nur das was sie sagen richtig ist. Sie werden wenn sie nicht aufpassen schnell mal gegen die Wand rennen.

      • Ich habe analysiert und bewertet, was Leute sagen und tun, die sich zu Anonymous bekennen: Sie halten die willkürliche Blockade unliebsamer Internetangebote für legitim. Nur wenige distanzieren sich davon. Wenn Sie daran zweifeln, lesen Sie einfach die Kommentare in diesem Blog.

    • anonymous said

      Sie dürfen Ihr Meinung gerne eusern und solche Blogs schreiben. Aber bitte nur Fakten einbauen. Nicht gleich das, das Sie irgendwo mal aufgegabelt haben. Ich hoffe sie werden Ihre Sicht und auf die Welt wie sie nun mal ist ändern.

      • Das ist aber nett, dass ich auf meinem Blog, meine Meinung äußern darf – aber sie werden schon akzeptieren müssen, dass sie nicht immer der Ihren entspricht.

  17. Anonym said

    Sehr geehrter Herr Eisel,

    Anonymous führt durchaus eine Ideologie der Selbstjustiz aus. Doch sie sollten sich mal überlegen wie so etwas zustande kommt.

    Anonymous ist eine Idee. Wir teilen diese Ideen anderen Anons mit. Wenn ich jetzt z.B. die Idee hätte ihre Internetseite mithilfe anderer Anons zu hacken, hieß es nicht gleich auch das alle mitmachen.
    Es machen lediglich die Anons mit, die auch mitmachen wollen. Insofern ist es falsch, Anonymous als ganzes zu kritisieren, da jeder Mensch dieser Idee folgen kann oder eigene Ideen teilen kann.

    Ich persönlich bin kein Anon, um anderen Leuten zu schaden. Ich setzte mich für die Freiheit im Internet ein und schreibe Ihnen das jetzt, da ich unzufrieden mit ihrer Politik und mit speziell diesem Beitrag bin.

    Da viele genau wissen, dass man auf legaler Art und Weise nur schwer zum Ziel kommt, verfolgen viele Anons die Ideologie der Selbstjustiz.
    Dabei find ich das in gewissen Maßen nicht falsch, korrupte Firmen und Politiker zu hacken. Denn diese sind auch nicht gerade weniger unmoralisch.
    Ich würde sogar behaupten, dass genau diese Personen, die hinter dieser Politik und diesen Firmen stecken, weitaus krimineller sind als Anonymous.
    Und wenn ich eins gelernt habe, dann das man seinen Feinden nichts gönnen darf. Insofern finde ich ist alles erlaubt – auch wenn Sie sagen es ist illegal.

    Insofern müssen Sie sich nicht wundern, wenn viele Anons einem Aufruf folgen ihre Internetseite zu spamen.
    Daher sollten sie auch darauf hoffen, dass nicht viele Anons gleichzeitig auf die Idee kommen Sie in irgendeiner Form zu hacken.
    Denn desto mehr Leute Sie persönlich vergrämen, desto mehr könnten auf genau diese Idee kommen.

    • Solche digitale Selbstjustiz ist willkürlich und eine Freiheitseinschränkung nach eigenem Gutdünken – sie ist auch durch Motivforschung nicht zu rechtfertigen.

      Lesen Sie nochmal, was Sie geschrieben haben:
      Daher sollten sie auch darauf hoffen, dass nicht viele Anons gleichzeitig auf die Idee kommen Sie in irgendeiner Form zu hacken. Denn desto mehr Leute Sie persönlich vergrämen, desto mehr könnten auf genau diese Idee kommen.

      Sie können sicher sein, dass ich mich durch solche Drohungen nicht davon abhalten lasse, meine Meinung zu äußern!

  18. abi sachmet said

    guten tag herr eisel,
    zuerst einmal möchte ich mich herzlich bei ihnen bedanken. durch ihre art der diskussion mit wählern mit immer den gleichen plakativen antworten hat anonymous noch mehr zulauf, nämlich von ihren wählern.
    sie sind mehrfach dazu aufgefordert worden ihr verständnis von demokratie darzulegen, darauf reagieren sie mit wikipedia und google weisheiten. diese art der demokratie kommt bei den meisten bürgern nicht mehr an. politik muß sich den bürgern anpassen, nicht umgekehrt. was passiert denn mit den ganzen onlinepetitionen die es in kürzester zeit schaffen die erforderlichen 50.000 stimmen zusammen zu bekommen? was passiert mit den immer lauter werdenden rufen nach direkter demokratie (volksentscheide)? sie und die ganzen lobbyisten wollen doch keine volksdemokratie, wir aber.
    ihre art der diskussion zeigt mir auch mal wieder wie weit politiker von den bürgern weg sind. anstatt empathisch auf die meinungen zu reagieren kommen sie immer wieder mit ihrer alles überstrahlenden meinung. dafür sind sie aber nicht da, weil dann vertreten sie sich nur selbst und nicht die wähler. politiker haben auch in ihrer sicht von demokratie die meinung des volkes zu vertreten, nur dafür werden sie gewählt und nicht als selbstdarsteller.
    auch ist es müßig darüber zu debattieren wie viele leute anonymous sind, zu zeiten von willi brandt wäre schon einer zu viel gewesen. der tenor wäre klar gewesen: „wir müssen die bürger überzeugen von unserer politik, nicht diffamieren und verfolgen.“
    in diesem sinne wünsche ich ihnen viel spass bei der besinnung auf „alte“ politikerwerte.

    ps.: in einem blog drückt jemand seine meinung aus und jeder kann darauf antworten, das ist frei nach hegel, damit diskutieren diejenigen aber noch lange nicht. das ist internet und nennt sich statement.

    • Wer welchen „Zulauf“ hat, zeigen vor allem Wahlergebnisse.Zur freiheitlichen Demokratie gehört aber der offene Dialog und wechselseitige Respekt vor unterschiedlichen Meinungen. Die Blockade unliebsamer Internetangebote (wie gestern unter dem Label „Anonymous“ auch gegen meine Facebook-Seite) sind dagegen inakzeptabel und undemokratisch.

  19. Seayk said

    Zu Punkt 7:
    Sie haben offensichtlich das Medium Internet und seine Möglichkeiten noch nicht durchschaut! Und genau das stört mich an der Politik Ihrer Partei. Hier versuchen Menschen, die von einem Medium keine Ahnung haben dieses zu reglementieren. Ich denke, dass ist auch Ihr Problem mit der Anonymous Bewegung Sie verstehen nicht, was hinter dieser Bewegung steckt und genau so wenig verstehen Sie die Mechanismen dieser Bewegung.
    Wie ein Anon schon sagte, nur weil es in der CDU/CSU Mitglieder wie Herrn Wullf oder auch Herrn zu Gutenberg gibt, behaupten wir nicht, dass jeder Berufspolitiker oder Angehöriger Ihrer Fraktion sich über Regeln hinwegsetzt.

    • Es ist ziemlich billig, einfach zu sagen ich etwas „nicht verstanden“, wenn ich eine andere Meinung als Sie vertrete. Zum Respekt vor unterschiedlichen Meinungen gehört es auch, den Anderen ernst zu nehmen.
      Ich kann nur bewerten was diejenigen sagen und tun, die sich auf Anonymous berufen. Da ist eindeutig, dass die große Mehrheit Blockaden unliebsamer Internetangebote rechtfertigt. Lesen Sie beispielsweise einfach die Kommentare auf diesem Blog.

  20. fakes fake said

    Voltaire falsch zitiert.
    „Wir sind viele, aber Du weißt nicht wer; wir sind überall, doch du weißt nicht wo” wird fast nicht verwendet.
    Unorganisiert zu sein widerspricht sich nicht damit, dass man eine Aktion schnell organisieren kann. Mit unorganisiert ist gemeint, dass es kein Hierarchie gibt.
    Leider wurde nicht genug hinterfragt. Und die aufgestellten Thesen nicht mit Argumenten gefestigt.
    Mal ganz abgesehen davon, dass Sie als Politiker sich hier extrem unsachlich verhalten und unangemessen ihrer Position und der Partei die sie repräsentieren.
    Und Seiten wie PayPal zu blockieren, weil sie gegen die Menschenrechte verstossen bzw. den Verstoss ermöglichen, ist völlig berechtigt.

    • .. wo ist habe ich Voltaire falsch zitiert ???

      Und Seiten wie PayPal zu blockieren, weil sie gegen die Menschenrechte verstossen bzw. den Verstoss ermöglichen, ist völlig berechtigt.
      Hier widerspreche ich Ihnen entschieden, denn es Willkür, dass Sie sich anmaßen, ein unliebsames Angebot als „gegen die Menschenrechte“ zu definieren und zu blockieren. Mit Demokratie hat das nichts zu tun.

      • Karl Eduard said

        Ich bewundere Ihre Geduld. Anonymus hält sich für DIE GUTEN und die erlauben sich bekanntlich alles, weil sie ja DIE GUTEN sind. Oder wie es im Lied von der Partei heisst: „Denn wer kämpft für das Recht, der hat immer Recht – die Partei, die Partei, die Partei.“ Vorrecht der GUTEN ist es auch, festzulegen, wer nicht dazugehört. Also wer ungut, also Böse ist. Da bedarf es auch keiner Beweise, Verfahren oder Verhandlungen mehr. Im wahren Leben werden eben Scheiben eingeschmissen oder Farbbeutel geworfen, sich auf die Straße gesetzt, um richterlich genehmigte Versammlungen zu blockieren, im Internet werden dann eben Seiten lahmgelegt oder Daten gehackt. Im Namen des GUTEN. Mit derselben moralischen Überzeugung von der Richtigkeit ihrer Weltanschauung haben Stalin oder Pol Pot Millionen ihrer Völkerschaften umbringen lassen. Sie waren die Guten und die Anderen hatten es verdient. Die Resultate sind unterschiedlich, der Geist ist aber derselbe.

  21. Daniel M. said

    Hallo,

    Als erstes möchte ich anmerken, dass ich es sehr lobenswert finde, dass Sie sich bei jedem Kommentar um eine Antwort darauf bemühen.
    Ich gehöre nicht zu Anonymous, da mir deren Methoden nicht gefallen und zu leichtfertig über ‚Richtig‘ und ‚Falsch‘ entschieden wird.
    Dennoch wollte ich anmerken, dass ich diese Hackerangriffe, den aggressiven Ton, die Einschüchterungsversuche (falls man sie denn als solche erkennen will) und ähnliches nachvollziehen kann.
    Nicht gutheißen, nur nachvollziehen.
    Doch sollte man nicht die eigentlichen Taten blindlings beanstanden, sondern die Wurzel des Übels erkennen.
    Diese sehe ich in der Machtlosigkeit der Jugend im Staat.
    Freie Wahlen sind etwas wirklich tolles, aber die gewählten Parteien repräsentieren nicht die Kinder, nicht die Jugendlichen.
    Bei der Bundestagswahl 2005 war jeder 3. Wähler über 60.
    Die Mehrheit der Deutschen wählt(e) die CDU/CSU.
    Anzumerken sei jedoch, dass das Durchschnittswahlalter der CDU-Mitglieder bei 56 Jahren liegt.
    Wenn solche Parteien die Geschicke des Landes und des Volkes bestimmen ist es nur natürlich, dass die junge Generation sich in völliger Ohnmacht gegenüber dem Staat befindet.
    Wir werden so viele Probleme bewältigen müssen und haben kaum eine Möglichkeit, die Wucht mit der diese Probleme auf uns zukommen werden, abzulindern.
    Die Zukunft hält für die Jugend nur karge Aussichten bereit.
    In Rente werde ich wahrscheinlich erst mit 75 gehen können. Oder noch später? Und trotzdem werde ich wohl unter Altersarmut leiden. Was tut der Staat, welche wirklich wirksamen Lösungsansätze verfolgt er, als der Jugend die Probleme zu überlassen?
    Dabei heißt es doch so schön „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“
    Aber ich möchte nicht zu sehr vom Thema abschweifen. Ich wollte Ihnen nur einen kleinen Einblick geben, dass diese Ohnmacht gegenüber dem Staat die heutige Jugend teilweise radikalisieren lässt, sie dazu bringt, sich zweifelhafter Methoden zu bedienen, weil sie sich nicht anders zu helfen weiß.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel M.

    • Die demographische Entwicklung in unserer Gesellschaft führt in der Tat dazu, das ältere Bürger bei Wahlen mehr Stimmen haben als Jüngere. Das war auch schon einmal umgekehrt. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, die die Menschen nur die Interessen der eigenen Generation stimmen. So ist zum Beispiel vielfach nachgewiesen, dass Großeltern und Enkel oft im Bündnis gegen die mittlere Generation stehen.
      Vor allem aber gibt es bei Anwendung der demokratischen Mehrheitsregel ja keine Alternative als jede Stimme zu gewichten.
      Übrigens ist nicht „die Jugend“ radikalisiert, sondern eine Minderheit davon. Aber diesen gilt es entgegen zu treten, wenn sie in willkürlicher Selbstjustiz die Freiheit Dritter einschränken wolen.

      • Daniel M. said

        Wenn dieses Bündnis der Großeltern und Enkel gegen die mittlere Generation schon vielfach bewiesen sein sollte, so bitte ich sie darum, Quellen für diese These anzugeben.
        Sie haben selbstverständlich Recht, dass es keine Alternative dafür gibt, jede Stimme zu gewichten. Dem habe ich auch nie widersprochen, ich habe nur darauf hingewiesen, dass sich Teile der Jugendlichen übergangen fühlen.
        Es war nicht meine Absicht, davon zu sprechen, dass die Jugend radikalisiert werde, daher habe ich auch davon gesprochen, dass „[die momentane Situation] die heutige Jugend !!teilweise!! radikalisieren lässt“.
        Entschuldigen Sie bitte, dass ich es scheinbar so missverständlich formuliert habe.

        Natürlich sollte man diesen entgegentreten, doch die Frage ist, wie soll man das anstellen?
        In der Regel bekämpft man die Ursachen.
        Ich kann mir gut vorstellen, dass eine der Hauptursachen für Anonymous und deren Aktivitäten in Deutschland die Politikverdrossenheit unter Jugendlichen ist. Fehlende Zugehörigkeitsgefühle spielen sicherlich auch eine Rolle. Das junge Volk hat kaum etwas, mit dem es sich identifizieren kann, was Gruppierungen/Ideen wie Anonymous zum Vorteil gereicht.
        Im Übrigen habe ich die Sorge, dass die Mitgliederzahl von Anonymous (weiter) wächst. Anonymous hat bereits jetzt einen gewissen Einfluss und kann bei einem Ausarten zuviel Schaden anrichten.

      • Das politische Zusammenwirken von Großeltern und Enkeln habe ich in vielen Jahren meines politischen Engagements immer wieder erlebt und sie kennen sicher auch aus Ihrer Familie.
        Natürlich sollte man bei Radikalisierungserscheinungen immer auch nach den Ursachen fragen und diese versuchen abzustellen. Aber solche Ursachen können keine Rechtfertigung dafür sein, in willkürlicher Selbstjustiz die Freiheitsrechte anderer Bürger einzuschränken. Deshalb muss man den Auswirkungen von Radikalismus ebenso klar entegegentreten.

  22. Rawu said

    Guten Tag Herr Eisel.

    Haben Sie eigentlich auch mal auf andere Aktionen ´geachtet,die eben keine Hackerangriffe sind?
    Oder wollen Sie hier einfach Panik vor einer vermeintlichen Gefahr schüren,da sie Angst haben Wählerstimmen zu verlieren?
    Ich selbst schätze die Anzahl der Leute,die wirklich Websites angreifen,auf maximal 5% der Anonymousanhänger.
    Nun,selbst wenn diese 5% eben Straftaten begehen,sind doch 95 % dabei,die sich friedlich für die Ziele einsetzen!
    Anonymous ist inzwischen zu einer Gruppe geworden,die sich mit am meisten für Datenschutz und Meinungsfreiheit einsetzt.
    Ohne Anonymous wäre ACTA protestlos durchgewunken geworden!
    Und auch die Aktion der letzten Tage,wo es eben darum ging für einen Saudi-Arabischen Blogger einzustehen,dem wegen drei Tweets die Todesstrafe droht,wurde von Anonymous gestartet!Es gab Kommentarflashmobs und auch eine Demonstration.Einige Medien sind auf den Zug aufgesprungen und haben auch über sein Schicksal berichtet.Vonseiten der CDU hab ich zu der Zeit zu diesem Thema nichts gehört,obwohl es doch ihre Pflicht ist,für Menschenrechte einzustehen!
    Genau darum denke ich,dass Anonymous keine lästigen Computernerds sind,sondern eine wichtige Gruppe die sich für mehr Sensibilität in Sachen Meinungsfreiheit und Datenschutz in der Politik einsetzt.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Man kann sehr geteilter Meinung sein, ob die Hacker bei Anonymous nur 5 Prozent ausmachen. Jedenfalls wird in einer große Mehrheit der hier geschriebenen Kommentaren die Blockade unliebsamer Internetangebote gerechtfertigt. Aus Ihrem Kommentar ist leider nicht zu entnehmen, wie Sie dazu stehen.
      Was den Schutz von Menschenrechten betrifft, sind wir uns einig: Ich bin seit vielen Jahren Mitglied von amnesty international.

      • Rawu said

        Nun,jedenfalls schön zu sehen,wie sie einer Antwort auf unsere „friedlichen“ Aktionen ausweichen.
        Ich sehe übrigens solche Angriffe auf Server als nicht immer gerechtfertigt.Die Attacken zB auf das FBI sind sicherlich nicht unbedingt Ausdruck des Geistes unserer Bewegung.Wenn aber Seiten wie Mastercard Mittel von Wikileaks sperren,ist dies ein Angriff auf die Meinungsfreiheit,wogegen wir einschreiten müssten.Sehen Sie es doch mal realistisch: Durch DDoS Attacken entsteht kein längerfristiger Verlust.Ich sehe das eher so,als wenn sich 1000 Leute vor einen Laden stellt,um deren Geschäfte zu blockieren.Denn darum geht es doch oft!Durch solche Attacken kann man Aufmerksamkeit schaffen für Themen,die von den Massenmedien umgangen werden!Bei der Wikileaksaktion war auch keine Website wochenlang off,es handelte sich dort eher um Stunden.

      • „Durch DDoS Attacken entsteht kein längerfristiger Verlust.Ich sehe das eher so,als wenn sich 1000 Leute vor einen Laden stellt,um deren Geschäfte zu blockieren.“

        Ist Ihnen eigentlich klar, das es genau solche „friedliche“ Aktionen waren, mit denen z. B. die Nazis ihre Boykottaktion „Kauft nicht bei Juden!“ durchgeführt und verharmlost haben.

      • Hamsterjäger said

        Wie oft wollen Sie sich noch auf Amnesty International berufen ??? Das klingt für mich schon wie „mit fremden federn schmücken“ ! Das Wasser steht ihnen langsam bis zum hals ! Sie sind nur der einzige, der das nicht merkt – oder merken will ! Da klammert man sich anscheinend an jeden Halm ! Wie erbärmlich !

      • Wenn Ihnen mehr nicht einfällt.. Schade!

      • Hamsterjäger said

        Und wieder die selbe Antwort😀 ! Sie haben es tatsächlich wieder bewiesen ! Von der Tapete bis zur Wand !!! Ein Meter Feldweg hat definitiv mehr drauf !!! Sag mir wer dich gewählt hat und ich sage dir wer du bist !!! Wo haben sie ihre Stimmen her geholt ??? Sie sind so abgrundtief ätzend ! Können sie überhaupt noch schlafen ???

      • Ihre Beschimpfungen lassen leider kein Interesse an einer sachlichen Diskussion erkennen.

  23. saskia klock said

    Sehr Geehrter Herr Eisel,

    da ich eine jener bin, die bereits in ihrem Blog geschrieben haben und sie mir dort nicht geantwortet haben, was nicht schlimm ist, frage ich mich dennoch gerade, in welche ihrer Schubladen ich wohl gehöre?
    Ich habe was gegen das „Hacken“ von Servern (also Datenklau z.b. Steuersünder CD`s usw.), genau wie ich etwas gegen Trojaner habe (u.a. Bundestrojaner und nein, ich habe nichts zu verbergen)!
    Warum ich Beispiele von Fehlgriffen seitens der Bundesregierung nehme?
    Ganz einfach vom hacken der Seiten Paypal, RTL, Mastercard u.a. habe ich nichts mitbekommen, daher kann ich darüber eher weniger sagen. Ich würde gerne wissen, was sie alles als „hacken“ verstehen?
    Unter DDOS Angriffe verstehe ich:
    eine Internetseite wird mehrfach von verschiedenen Stellen aus „aufgerufen“, durch ein Ping Paket.
    Ein Ping kann man auch als mehrfaches aufrufen einer Internetseite mit ständigem Aktualisieren sehen.. meine Güte das haben wir in den 1990`gern über das IRC-Net gemacht!? Und da war es noch legal.. zurück zum Thema, mehrfaches aufrufen einer Internetseite mit Aktualisierungen führt zu einer Traffic – Überlastung und lässt den Server abstürzen .. wenn das hacken ist, dann sollte das aufrufen von Internetseiten illegal sein?
    Hab ich jetzt was verpasst? ^^

    Recht haben sie aber, wenn sie hacken mit Datenklau, verändern von Internetseiten u.a. in Verbindung bringen. Zur Information, ja das lehne ich ebenso ab.
    Ich frage mich daher, warum darf die Regierung (also BKA usw.) das?

    Ihre Argumentation das Anon. Zensur benutzt aber gegen Zensur ist, verwirrt mich. Blockaden einer Internetseite sind für mich als Sitzblockaden zu sehen, sobald diese Blockade durch legitime mittel erreicht wurde.. Kommentare sind auch nette Blockaden btw.. was ihren anderen Kommentar :„Ich halte auch Sitzblockaden für unzulässige Einschränkungen der Freiheitsrechte Andersdenkender. “ betrifft: Ich halte Sitzblockaden als teil einer Demonstration und diese sind nun mal unser aller recht!
    Eine Demo kann schließlich auch im stehen abgehalten werden und muss nicht immer ein Demo- Zug sein, warum also nicht auch sitzend?

    Ich persönlich halte Deutschland für demokratisch und einige Dinge, die Politiker hinter dem Rücken der breiten Bevölkerung tun, für undemokratisch. Beispiele?
    Stuttgart 21
    Planung des „Lange Feld“ von Kassel
    ACTA und Co.
    Bundestrojaner
    Lauschangriff
    u.v.m.

    Deutschland ist ein Rechtsstaat, aber ich fürchte es wandelt sich zu einem Polizeistaat, wenn wir jetzt nichts unternehmen.
    Sie sagen es gibt Möglichkeiten das Bürger sich außerhalb der Wahlen wehren können.. aber nicht jede Demo wird genehmigt.. sonst hätten wir nur noch Demos in den Städten, zumindest zur Zeit.
    So wie ich das sehe, steigt einfach die Unzufriedenheit der Bevölkerung und was früher einfach als „nicht wählen gehen“ galt, ist heute Protest im Internet.
    Wie ich darauf komme? Einfach aus Erfahrung aus dem bekannten Kreis.

    Was mich gestört hat ist, das ich als einfacher Internetnutzer, der sich sehr wohl seit kurzem in Facebook die Posts von Anon. anschaut, das Gefühl bekommen habe, ebenso von Ihnen als Hacker hingestellt zu werden, nur weil ich meine Meinung äußere?! Und das muss ich sagen, behagt mir gar nicht.
    So ich hoffe zumindest das ich, als einfacher Bürger damit aufzeigen konnte, das nicht alle, die sich derzeit zu Anon. zählen, Beleidiger oder Hacker sind?

    Mit freundlichen Grüßen
    Saskia Klock

    • Ich wüsste nicht, wo ich Sie persönlich als Hacker hingestellt habe. Ich kritisiere, dass unter dem Namen Anonymous Angriffe gegen unliebsame Internetangebote unternommen werden.

      Dieser Ideologie der Selbstjustiz fielen Unternehmen wie Visa, Paypal oder Mastercard, deren Internetangebote von Anonymous-Anhängern blockiert wurden, ebenso zum Opfer wie die Interseiten beispielsweise der griechischen Regierung. Hackerangriffe aus der Anonymous-Szene gab es außerdem auf das FBI, Scotland Yard und das Computersystem der GEO Group in Florida, die in den USA Gefängnisse betreibt.

      Inzwischen ist aber kein Unternehmen, keine staatliche Institution und auch keine unliebsame Privatperson im Netz davor sicher. Als der Medienkonzern Sony 2011 gegen zwei Hacker klagte, die Informationen über das Kopierschutzsystem der PlayStation 3 veröffentlicht haben sollen, legte Anonymous einfach das Internetangebot des Unternehmens lahm.

      Am Heiligabend gingen Anonymous-Aktivisten noch weiter: Sie stahlen tausende Kreditkartendaten von Kunden der US-Sicherheitsfirma Stratfor mit dem Ziel, „mehr als eine Million Dollar“ als Weihnachtsspenden umzuverteilen wie BBC und ‚Washington Post‘ berichteten. Inzwischen haben Opfer des Anschlags nicht genehmigte Überweisungen angezeigt. Ausserdem wurden kurz darauf bei Wikileaks über fünf Millionen e-mails veröffentlicht, die bei dem virtuellen Überfall ebenfalls erbeutet worden waren.

      Die meisten Anonymous-Anhänger rechtfertigen solche Hackerangriffe. Dazu gehört auch die vorübergehenede Blockade von Internetseiten. Solche Aktionen werden gerne als „virtuelle Sitzblockaden“ verharmlost und damit gerechtfertigt, dass sie sich ursprünglich gegen das Internetangebot von Scientology gerichtet hätten.
      Offen wird dabei ein „digitales Faustrecht” reklamiert, denn Maßstab für solche Attacken auf die Meinungsfreiheit (für Anbieter) und Informationsfreiheit (für Nutzer) ist die Willkür des eigenen Gutdünkens.

      Ich würde mich freuen, wenn Sie solche Aktionen ablehnen.

      • Zum Thema Hacken allgemein:

        Ich denke zum besseren Verständnis sollten sie spezieller zwischen Hacken und DDOS Angriffen unterscheiden (Saskia hat das schon ganz gut angesprochen, aber meines erachtens nicht wirklich für Laien verständlich, und wie mir scheint, haben sie sich da mit der thematik noch nicht sonderlich auseinandergesetzt [wenn doch verzeihen sie mir es])

        Unter einem DDOS Angriff versteht man primär, dass ein Server durch Überlastung in die Knie gezwungen wird.
        Vergleichbar ist das, wenn sie sich mit 5 Freunden verabreden und das Ziel ihres Angriffes alle 10 Sekunden anrufen, bis derjenige nichtmehr erreichbar ist, da sie dauerhaft die Leitungen blockieren.
        Dieser Form hinterlässt beim Angegriffenen keinen bleibenden schaden bis auf die Tatsache, dass sie für die Dauer des Angriffes die Person nicht erreichen können.
        Da Unternehmen einen Protest auf der Straße gegen ebenjenes meistens ignorieren greifen einige Aktivisten zu diesem Mittel, um die Aufmerksamkeit des Unternehmens (oder der politischen Instanz) zu bekommen und auf die eigenen Interessen aufmerksam zu machen.
        Das sie das ablehnen haben sie ja bereits mehrfach erwähnt, aktuell befindet sich das ganze meines wissens aber noch in einer rechtlichen Grauzone (wobei ich mich nicht allzulange damit befasst habe)
        Ein Angriff auf den Server der Bundesregierung ist also vergleichbar, wie wenn sie die Telefonleitung der Bundeskanzlerin lahmlegen oder sich vor ihr Büro setzen und keinen Besucher reinlassen.
        Diese Art des Angriffes wird in der Tat von vielen Aktivisten (zumindest von denen, die ich kenne, was bei der Struktur von Anons natürlich nicht generalisiert werden kann) nicht zu kritisch gesehen, da sie nach deren Meinung die einzigste Möglichkeit ist, wirkungsvollen Protest gegen Organisationen zu zeigen, die man mit Demonstationen nicht beeindrucken kann.
        Die andere Seite, die sie offensichtlich auf Vertreten, lehnt diese Aktionen ab mit der Begründung, dass sie in eine rechtliche Grauzone (1) fallen.

        Unter einem hacker-Angriff wiederrum versteht man das Einbrechen in einem Server, mit dem Ziel, diesen zu Manipulieren, Daten zu stehlen, dauerhaft lahmzulegen oder zu überwachen. (Hierunter fallen die Aktionen wo z.B. sony angegriffen wurde, aber auch Dinge wie der bundestrojaner)
        Diese sind als Angriffe gesetzlich verboten und mit den Grundphilosophien von Anonymous (Recht an persönlichen Daten/freies Internet) nicht vereinbar.
        Einige (bzw. offenbar die Mehrheit derjenigen die hier posten) lehnen das zwar auch nicht ab, mit der Begründung das man nur so noch mehr Aufmerksamkeit erregen kann und den Unternehmen für ihre Taten bestrafen kann (da ein realer Schaden bei ebenjenen entsteht), allerdings haben sie bereits in ihrem ersten Post erkannt, dass diese eindeutig unter den Bereich der Selbstjustiz fallen.

        Ihre Kritik richtet sich soweit ich erkennen kann vor allem gegen Hackergruppen, gegen die sie wirklich als Privatperson und Unternehmen ausgeliefert sind (ich lasse das schutzlos mal weg, da es dagegen auch sicherheitsmaßnahmen gibt, die allerdings für Laien unbrauchbar sind).
        Diese Gruppen sind z.T. auch großflächiger Organisiert und lassen sich auch wieder in 2 Untergruppen unterteilen.
        Auf der einen Seite sind die „Good Guys“, als Beispiel wäre hier der Chaos Computer Club zu nennen, die offen agieren und Webseiten angreifen, um betreffende Firmen auf sicherheitslücken aufmerksam zu machen.
        Diese haben sich meistens selbst dazu verschrieben („Hacker Codex“) ihre Fähigkeiten nicht gegen Privatpersonen zu verwenden und nicht zum eigenen Vorteil, bzw. um persönliche Konflikte auszutragen.

        Auf der anderen Seite stehen die „Bad Guys“, die verdeckt agieren und ihre Fähigkeiten nutzen, um persönliche/politische Konflikte auszutragen oder um ihre Macht zu demonstrieren.
        Diese agieren zum Teil auch im Namen der Idee Anonymous sind aber wie bereits erwähnt nicht mit der Grundidee Anonymous vereinbar – hier müssen sie dann differenzieren, was die Leute draus machen und was die eigentliche Idee ist (siehe auch mein Kommentar unten zu dem was man sieht und dem, was gemeint ist).

        Hier genauer zu differenzieren finde ich daher persönlich sehr wichtig.
        Denn es ist ein vollkommener Unterschied, ob sie gegen das Einbrechen in Bankkonten sind oder gegen Angriffe um Schwachstellen aufzudecken oder wiederrum gegen Leute, die eine Sitzblockade unternehmen.
        Für alle 3 Punkte gibt es Verfechter beider Seiten, Meine Meinung tendiert nun dahin, dass ich sage, DDOS Angriffe und Hacken auf Basis zum Aufdecken von Schwachstellen sind okey, der Einbruch in Server zum eigenen Vorteil jedoch nicht.

        Sie lehnen zwar soweit ich erkennen kann sowohl DDOS Angriffe und Hacker-Einbrüche ab, dennoch fände ich es wünschenswert, wenn sie die Leute, die das machen nciht in eine Schublade stecken.

        Ob ich mich vor das Regierungsgebäude setze und eine Sitzblockade mache, auf anfrage versuche, dort einzubrechen um die Sicherheitslücken aufzudecken – und zu schließen oder nun aus eigenen Interessen den Laden stürme lässt mich 3x in einem ganz anderen Licht erscheinen.
        Das nicht gesondert zu betrachten dürfte mit grund sein, dass sich hier einige Leute missverstanden fühlen

        ___
        (1) meines Wissens sind diese Angriffe nicht eindeutig verboten, häufig wird zwar über „Computersabotage“ argumentiert, welche verboten ist, jedoch kann man einen derartigen Angriff wohl kaum mit Sabotage vergleichen, eher mit der so häufig genannten Sitzblockade, die einfach eine drastischere Form der Demonstration ist – und meines Wissens auch iene rechtliche Grauzone. (allerdings beziehe ich das auf meine Kenntnisse aus 2 Jahre Rechtsunterricht an der Schule, wenn jemand von Fach da ist lasse ich mich gerne belehren)

      • Danke für die Nachhilfestunde, aber sie war nicht nötig. Ich kenne den Unterschied zwischen Hacken und DDOS-Angriffen. Gemeinsam ist beiden, dass sie unliebsame Internetangebote (dauerhaft oder vorübergehend) lahmlegen wollen. Das übrigens rechtlich keineswegs eine „Grauzone“, sondern klarer Rechtsverstoß. Aber mir geht es nicht um die rechtliche Einordnung, sondern um die politische Bewertung. Ich halte beides für undemokratisch und nicht legitim, will es in einem Akt von Selbstjustiz die Freiheit Dritter einschränkt.

      • „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ – Berthold Brecht

        Zu Hackerangriffen (von Anonymous zu Lasten der Regierungen/Unternehmen) würde es doch nie kommen wenn die Politiker die letzten Jahrezehnte nicht aktiv Politik GEGEN das eigene Volk begangen hätten. Es ist ein Hilfeschrei bzgl des immer größer werdenden Unrechts. Und selbstverständlich kann man Hackerangriffe rechtfertigen. Ich tue das unter gewissen Umständen (welche in der heutigen Zeit gegeben sind), doch ich wünschte wir würden sie nicht brauchen.

        Recht ist nicht immer GERECHT lieber Herr Eisel. Geltendes Recht kann auch gegen die Menschen gerichtet sein (nehmen wir Nazi-Deutschland oder aus der heutigen Zeit die Wiedereinführung der Todesstrafe (welche bei „Aufständen“ legalisiert wird) durch den Lissabonvertrag). Es kann wohl kaum ihr Ernst sein, dass die Bürger ALLES hinnehmen müssen nur weil irgendjemand es zum Gesetz gemacht hat.
        Des Weiteren gibt uns unser GG das Recht auf Widerstand, Art. 20 Abs. 4.

        Und bevor Sie sich um geklaute Daten von Unternehmen sorgen sollten Sie sich vielleicht erstmal um „geklaute“ Daten der Bürger sorgen welche Sie vertreten! Gegen unseren Willen werden alle unsere Daten gesammelt und zusammengefügt um genaue Profile zu erhalten. Die totale Kontrolle jedes einzelnen Bürgers ist heute schon möglich und wird auch schon praktiziert. Aber gut dass Sie sich über geklaute e-mails von Unternehmen aufregen.
        Wen vertreten Sie eigentlich? Die Unternehmen oder die Bürger?

        Außerdem werden geheime Emails und Dokumente doch nur geleaked weil die Massenmedien ihrer Informationsfunktion in keinster Weise mehr nachkommen! Ohne diese Enthüllungen wären auch Verbrechen (zB der US Armee im Nahen Osten) nicht ans tageslicht gekommen, da die Massenmedien kontrolliert werden und uns eh von vorne bis hinten belügen.

        In einer Demokratie sollte Informationen frei zugänglich sein. Transparenz und Informationssymetrie sind Charakteristika einer Demokratie. Verschleierung und der Vorbehalt von Wissen und Informationen ist die Methode totalitärer Regime.

        Mit Sicherheit ist nicht jeder Hackerangriff sinnvoll und moralisch zu rechtfertigen, zB dr Angriff auf Sony und das PS 3 Network. Allerdings sind manche Angriffe wichtig und richitg, um Versäumnisse der Medien und der Politiker auszugleichen.
        Und Sie als Einzelperson sollten sich mal nicht so viele Sorgen machen, denn es trifft ja meist nur große bzw. strategische Unternehmen und kein 0815-Bürger. Und MasterCard/Visa/Paypal wurden doch von der US-Regierung gezwungen Zahlungen an wikileaks zu unterbinden. Und sowas soll etwa in Ordnung sein, dass der Staat unangenehme Medien die für das Volk wichtige Informationen bereitstellen regelrecht bekämpft, während Hackerangriffe als Vergeltung (wo teilweise nichts weiter passiert als dass die Seiten vorrübergehend geblockt werden) Teufelswerk sind??

        Und wenn Sie schon mal bei AI sind dann können Sie mal was gutes tun und sich für Julian Assange einsetzen. Wie oft will das System noch versuchen unliebsame Männer mit gefakten Vergewaltigungsvorwürfen aus dem Verkehr zu ziehen??

      • Artikel 20,4 Grundgesetz räumt ein Widerstandsrecht nur gegen die ein, die die Ordnung des Grundgesetzes beseitigen wollen – und auch das nur „wenn andere Abilfe nicht möglich st“

        (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
        (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
        (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
        (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

        In meinem Buch befasse ich mich ausführlich mit dem Thema „geklaute Daten“. Staatliche Stellen beim Datenschutz streng kontrolliert werden und dafür gibt es auch Meachnismen. Das gilt leider nicht für Privatunternehmen wie Google oder Facebook. Deren Ausspähung privater Daten erfolgt weitgehend unbemerkt vom Nutzer und ohne demokratische Kontrolle.

  24. anonymous said

    Sehr geehrter herr Eisel

    Mit dem was sie geschrieben habe fühle ich mich gekränkt. Bei Anonymous gibt es Hacker, was wir nicht bestreiten können. Jedoch sind dies nur wenige und werden nicht von Anonymous unterstützt. Unsere Absichten sind nicht schlech. Wir kämpfen für gerechtigkeit und freiheit. Anonymous hat keinen Anführer und jeder kann Anonymous sein. Wir sprechen jediglich für das Volk und die jenigen die sich nicht trauen aufzustehen.
    Wir bestreiten auch nicht das DE keine Demokratie sei sondern das sie sehr of gegen das Volk arbeiten und sich dies somit nicht wie eine anfühle.
    Da vieles ihn diesem Bericht nicht der Wahrheit entspricht, und uns sogar kränkt bitte ich sie: sich bei Anonymous ( bei ihrem Volk) zu entschuldigen.
    Wir sind eigentlich Friedlich und drohen wollen wir auch keinem. Wir vertretten jediglich die Stimmen des Volk.
    Wir sind Anonymous, wir vergessen nicht, wir vergeben nicht, erwartet uns!

    • Fällt Ihnen eigentlich auf, was Sie sich anmaßen, wenn Sie schreiben: „Wir sprechen jediglich für das Volk und die jenigen die sich nicht trauen aufzustehen.“ Wer „für das Volk“ spricht, wird in Wahlen festgestellt. Sie können sich gerne dabei bewerben.

      • Zeitgeist said

        Bei Wahlen wird festgestellt wer für das Volk sprechen darf?Ja genau so arm sind wir drann!
        Bei 70% Wahlbeteiligung kann man da ganz bestimmt nicht vom Volk sprechen. CDU hat 33,8% also sind 66,2 % der Wähler nicht für die CDU und wer spricht für das Volk?Sie labern hier soviel mist.Soll Anonymous mal richtig Werbung machen? Wie sie im TV mal sehen wer dann das Volk vertritt.Die CDU verliert eine ganze Generation Wähler da ihr uns für dumm haltet,dabei sind wir die die durch Demonstrationen und Aktionen auf Politik aufmerksam machen wollen das passt den Politikern wohl nicht denn jetz kann nicht mehr so einfach mist erzählt werden.

        Expect us!

      • Was schlagen Sie denn als Alternative zu Wahlen vor, um die Meinung des Volkes zu erfahren ?? Anonyme Internet-Flash-Mobs ????

      • anonymus (2) said

        herr eisel haben sie auch gelesen das jeder anonymus sein kann? und es keinen anführer gibt? wer soll sich den dann bitte bewerben? und auserdem werden vor den wahlen immer vielzuviele versprechen gemacht und das meiste nicht eingehalten! und bei den wahlen wusste noch niemand etwas von acta das is ein entscheindender punkt und dadurch werden sicherlich auch die wahlen beeinträchtigt… weil dadurch jez erst richtig bekannt wird wieviel anonymus für das volk tut !
        Wir sind Anonymous, wir vergessen nicht, wir vergeben nicht, erwartet uns!

      • Ich habe in meinen Analysen ausschließlich das bewertet, was diejenigen schreiben und tun, die sich ausdrücklich auf Anonymous beziehen.

      • David H said

        Wie wäre es, wenn sie anfangen von der Gesellschaft zu lernen und mit ihr zu wachsen anstatt gegen jede Bewegung und Veränderung anzukämpfen?
        Sie haben richtig erkannt, in Wahlen wird festgestellt wer für das Volk sprechen darf. Aber lesen sie noch ein Mal: „Wer FÜR das Volk spricht, wird in Wahlen festgestellt.“
        Man wird von dem Volk für das Volk gewählt! Nicht für Großkonzerte und Finanzstarke Einzelinteressen!
        Das scheinen Sie nicht verstanden zu haben. Ihr Focus liegt auf der Wirtschaft, für deren Wachstum Interessen der Bevölkerung oft hinten angestellt werden. Sie versuchen die Gesellschaft an die Belangen der Industrie anzupassen. Der Mensch muss bei Ihrem Weg funktionieren, alles muss geordnet sein und wird geregelt. Der Mensch funktioniert aber nicht nach einem Bestimmten regulierbaren Muster. Schon gar nicht nach einem so einfach gestricktem wie Ihrem.
        Die Wirtschaft ist eine Werkzeug der Menschen um sich selber zu Verwirklichen. Sie ist ein nicht unwichtiger Teil einer funktionierenden Gesellschaft, aber niemals Tonangebend

        In Deutschland spricht eine Partei die 35% der Stimmen bei einer Wahl bekommen hat übrigens nur für 15.2 Mio Menschen (18,5% der Gesamtbevölkerung). Damit darf man nicht in Anspruch für das Volk zu sprechen.

        Anonymous ist eine lose Gruppe von Leuten die Begriffen hat das es so wie es zur Zeit läuft nicht funktioniert. Ob deren Lösung die richtige ist, darüber muss noch debattiert werden. Wichtig ist in diesem Moment aber, dass überhaupt diskutiert wird. Deshalb sind mir viele Aktionen dieser Gruppe sehr willkommen. Allerdings spreche ich mich gegen jegliche Form von Gewalt aus, dazu zähle ich Diebstahl und zerstörerische Manipulation.

        Freiheit gebührt dem Menschen nicht dem Geld.

        Mit freundlichen Grüßen
        David Helmus

      • Diskussionen sind notwendig und legitim. Ich wende mich lediglich gegen die willkürliche Selbstjustiz, mit der unter Berufung auf Anonymous unliebsame Internetangebote unterdrückt werden. Das ist weder legitim noch demokrtatisch.

      • Diskussionen sind notwendig und legitim. Ich wende mich lediglich gegen die willkürliche Selbstjustiz, mit der unter Berufung auf Anonymous unliebsame Internetangebote unterdrückt werden. Das ist weder legitim noch demokratisch.

  25. wastl said

    Der spingende Punkt an Anonymus ist ja, sie sind anonym.

    Deshalb können sie auch nicht wissen, ob sie hier tatsächlich
    mit Anonymus diskutiert haben, oder nur mit Trittbrettfahrern
    und Schaumschlägern.

    Hätten sie das begriffen, würden sie nicht munter Schlussfolgerungen
    aus unbelegten Behauptungen ziehen.

  26. Reto Anonsky said

    Herr Eisel,
    Ich fühle mich durch Ihre Unterstellungen und Ihrer Uneinsicht zieblich diskriminiert. Ich zähle mich auch zu Anonymous und doch habe ich nichts mit Hacken am Hut. Und ich fühle mich keineswegs undemokratisch. Das grosse Problem für Sie ist, dass sie eine klare Definition von Anonymous suchen, eine erläuterung die zeigt dass ein lineares Verhalten dahinter steckt. Doch das tut es nicht Herr Eisel.
    Da sie Ihre Meinung über mich ziemlich klar geschrieben haben, ist es an der Zeit, dass ich auch schreibe was ich von Ihnen denke. Und sagen Sie nicht ich werde persönlich oder intim, Sie haben bereits mein Indiviuum höchst in Frage gestellt. Ich bin Anonymous. Wie viele Andere, und all diesen haben sie ziemlich schahmlose unterstellungen an die Beine gepinkelt.

    Ihre Ignoranz und Ihr egozentrisches Verhalten verleiht Ihrem Charakter eine gewisse Art von Dominanz. Die Argumentationen Ihrerseits bleiben auf der Strecke stehen, während unsere bereits über die Alpengezogen sind.
    Um ehrlich zu sein, ich kann Sie nicht leiden. (Dies ist keine Beschimpfung, lediglich eine Meinungsäusserung eines einzelnen Menschen, welcher sich durch Ihre Aussagen diskriminiert und nichtig vorkommt.)
    Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksahmkeit und hoffe auf etas kreativere Argumente Ihrerseits wenn Sie weiterhin meine Gefühle so stark verletzen.

    und noch ein schönen tag🙂

    • Wenn Sie das Hacken und Blockieren unliebsamer Internetangebote ablehnen, sind wir uns in diesem Punkt einig. Leider stimmen aber die große Mehrheit der Anonymous-Anhänger nicht zu.
      Dass Sie mich „nicht leiden können“, wo wir uns garnicht kennen ist beachtlich, aber ich werde damit leben müssen.

      • Reto Anonsky said

        Wir können jetzt wohl beide davon aus gehen dass Sie Ihr Ziel erreicht haben. Sie können sich als Opfer darstellen und warten nur noch darauf dass Ihre Seite gehackt wird.
        Ich finde es Schade das Politik heut zu Tage so funktioniert. Doch leider funktioniert es.
        Ich bin kein Extremist, ich bin Pragmatiker, wie auch die meisten von Anonymous, sonst hätte die Bewegung nicht so lange gehalten.
        Das Schöne an Anonymous ist, jeder teilt seine eigene Meinung, und wenn ein paar Teenies meinen sie müssen gegen ein Provokant eine Hetzjagd veranstalten, dann kann ich dies gut verstehen (was nicht heisst, dass ich es unterstütze), denn Sie haben ihnen Grund genug gegeben. Und jetzt feiern Sie Ihr Erfolg mit einem Seckt?
        Lieber Herr Eisel, ich habe nie behauptet, dass ich DDoS Attacken nicht gutheisse, ich habe lediglich geschrieben, dass ich nichts damit zu tun habe, und nichts damit zu tun haben will.
        Wenn Sie es recht finden wie die Drogenmafia in Mexiko operiert, dann sei das so. Doch wenn sie es falsch finden, wenn sich jemand dagegen wehrt, dann bleibt mir nichts anderes übrig als zu versuchen Sie zur Vernunft zu bringen.
        Ich nehme an die Opferrolle sind Sie sich langsam gewöhnt und können wohl nicht mehr anders. Das tut mir leid für Sie. Was ich nicht annehme, dass Sie tatsächlich so ein riesen Hass auf uns haben, Sie wollen sich doch nur amüsieren. stimmts?
        Mein erster Kommentar war ziemlich provokativ, dafür entschuldige ich mich, doch ich werde nunmal nicht gerne als Terrorist dargestellt und ich hoffe, dass Sie das verstehen.
        Nach Ihrer Aktion hier werde ich wohl auch verstehen wie Politik funktioniert, wie die Wirtschaft funktioniert und wie Sie funktionieren. Ich hoffe nur dass es im Alltag nicht auch so ist Herr Eisel, dass wäre schade für Ihre Mitmenschen.
        Und noch eines: Ihren Akt hier funktioniert vielleicht bei einigen Teenies die Sie noch provozieren konnten, doch nicht bei Anonymous.

        Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Erfolg und wünsche gute Besserung.

      • „Mein erster Kommentar war ziemlich provokativ, dafür entschuldige ich mich…“
        Vielen Dank für die Entschuldigung.
        Ich habe ausschließlich das Verhalten derer analysiert und bewertet, die sich ausdrücklich aus Anonymous beziehen. Von denen distanzieren sich nur wenige beispielsweise von der Blockade unliebsamer Internetangebote. Im übrigen habe ich niemanden gezwungen, sich auf diesem Blog zu meinen Analysen zu äußern. Die Vielzahl und Art der Reaktionen zeigen jedoch, dass ich einen wunden Punkt getroffen habe.

  27. Deniz said

    Lieber Herr Eisel,
    In welcher Demokratie werden von Lobbyisten heimlich Gesetze entworfen ,die dann die Politik ohne Bekanntmachung unterschrieben werden?
    In welcher Demokratie dürfen Wirtschaftsunternehmen Einfluss auf Politik nehmen und die Politik treiben?.Sie alle machen nur noch Politik für die Wirtschaft,aber was der Bürger will wird sich nicht angehört.Es ist Zeit aufzuwachen und zu erkennen das es so nicht weitergehen darf .

    • Was „der Bürger will“ zeigt sich in Wahlen. Im übrigen werden keine Gesetze „ohne Bekanntmachung“ verabschiedet. Dies geschieht immer (!!!) in einem öffentlichen Prozess durch Parlamente.

      • Fakt ist: Gesetze werden von der Industrie für sich selbst geschrieben. Ich denke Deniz meint mit der Aussage „ohne Bekanntmachung“ das dem Bürger oftmals der wahre Urheber des Gesetzestextes nicht bekannt ist und das Gesetze durch Ratifizierungsprozesse gepeitscht werden ohne dem Parlament genügend Zeit oder teilweise sogar gar keine Möglichkeit zur Prüfung geben ist doch in vielen Ländern, auch Deutschland, Alltag.

        Und im Endeffekt ist es doch eh egal wen wir wählen, Sie haben als Politiker eh nichts zu melden. Ihre Aufgaben bestehen doch lediglich darin, den Bürgern das anständig zu verkaufen was die Konzerne und Lobbyisten druchdrücken wollen.

        Gerne verweise ich nochmals auf Horst Seehofer: „Die Leute, die in unserem gewählt sind haben nichts zu entscheiden, und die die entscheiden sind nicht gewählt.“

        Solche Verhältnisse den Bürgern weiterhin als demokratisch verkaufen zu wollen ist absurd.

        Und was der Bürger will zeigt sich eben nicht in Wahlen! Man kann doch all die Meinungen zu verschiedenen Themen wie Atomenergie, Mindestlöhne, Steuerreform, Bildung etc pp nicht auf eine Wählerstimme runterkürzen :O

      • Wie wollen Sie die Meinung der Mehrheit denn ermitteln, wenn nicht durch Wahlen und Abstimmungen ?
        Im übrigen sollten Sie meine politische Arbeit nicht beurteilen, ohne Sie zu kennen. Weder war noch bin ich für „Konzerne und Lobbyisten“ tätig und bin auch dagegen, wenn etwas ohne seriöse Debatte „durchgepeitscht“ wird.

      • Sunny said

        Herr Eisel, die derzeitig niedrige Wahlbeteiligung lässt darauf schließen, dass der Bürger sich nicht mehr Vertreten fühlt. Sie scheinen Naiv zu sein, wenn sie denken das Sie als Politiker wirklich das Interesse des Volkes vertreten. Deniz hat wirklich recht mit dem Kommentar: „Sie alle machen nur noch Politik für die Wirtschaft“ Nach etwas anderem sieht es zur Zeit leider nicht aus!

        Sie können etwas ändern, sie können für die Interessen des Volkes eintreten, aber dafür müssen sie das Volk kennenlernen und Ihre Aroganz ablegen!

        Wir sind Anonymous, wir vergessen nicht, wir vergeben nicht, erwartet uns!

      • Die Wahlbeteiligungen schwanken und sind beispielsweise bei den Landtagswahlen des letzten Jahres ebenso häufig gestiegen wie gesunken. Im übrigen sind über 90 Prozent der Bevölkerung für dieses System. Lesen Sie mal hier

      • Sunny said

        Herr Eisel, sie berufen sich hier auf Statistiken. Kennen Sie etwas nicht den Spruch: Traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ oder „Es gibt kleine Lügen, es gibt große Lügen und es gibt Statistiken“

        Ich habe, im Gegensatz zu Ihnen, die geringe Wahlbeteiligung um mich herum direkt mitbekommen😉 Das können Sie nicht von sich behaupten! Sie beziehen sich auf Zahlen, die andere für Sie ermittelt haben und ziehen daraus ein Fazit, was leider auch noch komplett falsch ist. Die Menschen wollen VolksVERTRETER nicht VolksTRETER!

        Kennen Sie dieses kleine Wörtchen: „Volksnah“?! Probieren Sie es mal, bevor Sie sich gegen eine Gruppe auflehnen, die uns das Gefühl gibt, dass wir nicht Machtlos sind! Fürchten Sie sich nicht, sondern öffnen Sie sich.

        Wir sind Anonymous, wir vergessen nicht, wir vergeben nicht, erwartet uns!

      • Es geht nicht um Statistiken, sondern Wahlergebnisse – zu denen gehört die Wahlbeteiligung.
        Hier sind die Fakten eindeutig:
        Tatsächlich sind Schwankungen in der Wahlbeteiligung zu beobachten. Das zeigen beispielsweise die deutschen Landtagswahlen seit der Bundestagswahl 2009: Zuwächsen der Wahlbeteiligung in Baden-Württemberg (+12,8), Sachsen-Anhalt (+6,8), Rheinland-Pfalz (+3,6) und Berlin (+2,2) stehen Rückgänge in Bremen (-3), Hamburg (-5,2) und vor allem in Mecklenburg-Vorpommern (-7,4) gegenüber.

  28. Irgendwer said

    Herr Eisel,

    zuerst einmal alle Achtung, dass sie sich allen Kommentaren stellen. Bei der Menge an Anfragen kostet dies ganz sicher Zeit, aber auch Geduld wenn man sich die Kommentare mancher Leute anschaut…

    Ich kann verstehen, dass sie immer wieder anführen, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt. Allerdings sehe ich in einer DDoS-,,Attacke“ eher eine Sitzblockade. Die angegriffene Internetpräsenz ist weder langfristig außer Gefecht noch nachhaltig geschädigt durch dieses Verfahren. Eine weitere praktische Eigenheit dieser Vorgehensweise ist, dass sich die Blockade von ganz allein auflöst.

    Wie auch immer man eine DDoS Attacke persönlich bewertet, heiligt der Zweck eben nicht die Mittel, aber zu was für Mitteln soll denn dann gegriffen werden um im Internet friedlich zu demonstrieren? Ich finde Angriffe auf Sony und co wo persönliche Daten geraubt werden höchst verwerflich und egal in welchem Zusammenhang nicht vertretbar. Eine DDoS Attacke hingegen ist im Endeffekt nicht anderes als eine Demonstration, nur das sie unangemeldet kommt.

    Sie sagen auch das sei nicht zu vertreten, da es gegen die Freiheit verstößt, Internetpräsenzen zeitweise lahmzulegen. Ich geben ihnen auch hier recht, man beraubt andere Menschen ihrer Freiheit damit. Aber schauen sie sich doch bitte an Wer angegriffen wird. Sie machen sich ob berechtigt oder nicht sehr unbeliebt bei den Anon Leuten, trotzdem ist dieser Blog immer noch 24/7 erreichbar. Ich finde, dass ist ein Indiz dafür, dass sich der einzelne (noch?) nicht vor dem von ihnen sog. ,,digitalen Faustrecht“ fürchten muss. Dies bleibt zu beobachten und ist durchaus ein Punkt der auch mich als Befürworter solcher ,,Angriffe“ zweifeln lässt.

    Vergleicht man mal mit einem Castor Transport, so ketten sich die Leute an die gleise oder schottern diese. Auch dies ist undemokratisch, doch die Leute versuchen wirklich auch noch die letzten register im friedlichen protest zu ziehen. Wenn Demonstrieren nicht hilft ketten sie sich, oder fangen an zu schottern. Was ist der nächste Schritt, wo führt das hin?

    Bei den Castor Transporten wohl nirgens hin, die dinger haben eine ewige Halbwertszeit und denen ist egal auf welchem Schienenabschnitt sie gerade feststecken. Keiner kann den Transport auf dauer stoppen. Widerstand wird trotzdem geleistet. Und genau das ist der Punkt. Durch die DDoS Attacken wird niemand ernsthaft geschädigt, noch werden Leute ernsthaft in ihrer Freiheit eingeschränkt. Es gibt einfach nur Menschen die derart große Probleme mit dem System haben, dass ihre Einsatzbereitschaft immer weiter steigt. Ich persönlich finde da das Mittel der Wahl sehr gut, wenn auch undemokratisch.

    Es kann alles noch schlimmer kommen, aber ich zerbreche mit nicht wegen ,,Online-Demos“ den Kopf. Schon bald sind Mittel und wege gefunden sowas zu unterbinden und neue formen der Online Proteste werden auftauchen. Legitimiert oder nicht, die Leute werden ihrer Meinung Luft machen. Passiert das wie bisher sehe ich kein Problem.

    Mit freundlichen Grüßen

    Irgendwer

    • DDoS-Attacken sind m. E, keineswegs so lapidar wie Sie es beschreiben. Sie sind ein Akt der Willkür, weil sie die Meinungsfreiheit (für Anbieter) und Informationsfreiheit (für Nutzer) nach eigenem Gutdünken einschränken. Auch wenn dies „nur“ vorübergehend geschieht, ist es nicht zu rechtfertigen.

      Sie schreiben:
      Sie machen sich ob berechtigt oder nicht sehr unbeliebt bei den Anon Leuten, trotzdem ist dieser Blog immer noch 24/7 erreichbar. Ich finde, dass ist ein Indiz dafür, dass sich der einzelne (noch?) nicht vor dem von ihnen sog. ,,digitalen Faustrecht” fürchten muss.

      Meinen Sie wirklich, es sei eine Errungenschaft, einen solchen Blog deshalb noch betreiben zu können, weil Anonymous-Anhänger so gnädig sind, das noch zuzulassen ???

      • Irgendwer said

        Das habe ich nicht gesagt, und ich möchte auch nicht, dass die Zitierte stelle als Drohung missverstanden wird!!!

        Was ich meine ist eigentlich, dass ich die Bedrohung solcher Angriffe von ihnen als zu hoch bewertet betrachte. Darüber kann man natürlich verschiedener Ansicht sein, aber mal angenommen Anonymous oder IRGENDWER würde ihre Internetpräsenz hier unliebsam finden, wundert es mich ehrlich ein wenig, dass es ihren Blog noch gibt.

        Davon mal abgesehen existieren ,,Digitale Bedrohungen“ oder ,,Digitales Faustrecht“ schon seid dem es das Internet gibt, völlig unabhängig wer gegen wen agiert. In dem Punkt, dass die Angriffe nicht legitimiert sind, habe ich ihnen bereits zugestimmt und auch dazu meine Meinung geschildert.

      • Es ist gut, dass Sie Angriffe gegen unliebsame Internetangebote klar ablehnen.

  29. Patrick said

    Hallo Hr. Eisel,

    Wir wissen zwar das es in Deutschland eine Demokratie gibt aber trotzdem fühlt es sich nicht so an. Die Politiker handeln so gut wie immer gegen den Willen des Volkes.
    Außerdem befürchten wir das es noch schlimmer wird durch Projekte wie ACTA,IPRED oder INDECT. Ich denke die Politiker sollten doch eigentlich Volksvertreter sein oder ? Warum wird dann quasi immer gegen den Willen des Volkes gehandelt ?
    Ich denke da muss mal ein Umdenken in der Politik statt finden. Zumindest bei den etablierten Parteien sonst werden diese auf kurz oder lang sehr viele Wähler verlieren. Ich habe früher auch CDU gewählt aber ich wurde so oft entäuscht das ich es jetzt nur noch mit meinem Gewissen vereinbaren kann die Piraten Partei zu wählen. Da die Piraten Partei die einzigen sind die noch niemals Wahlversprechen gebrochen haben und auch für die Interessen der jüngeren (unter 40) einstehen müssen sie eigentlich nichts tun außer sich zurück zulehnen und sich über die Fehler der regierenden Parteien freuen.

    MFG

    Ein besorgter Vater,Ehemann und Steuerzahler

    P.S. : Wir sind viele und sie können erwarten das es noch viel mehr werden

    • „Die Politiker handeln so gut wie immer gegen den Willen des Volkes.“
      Was der „willen des Volkes“ ist, wird in Wahlen festgestellt, die Politiker ja erst zu ihrem Mandat verhelfen. Auch wenn man in der Minderheit mit den Entscheidungen der Mehrheit unzufrieden ist, sehe ich keine Alternative zu diesem demokratischen Verfahren.
      Zu den Piraten habe ich eine kritischere Meinung als Sie. Dazu können Sie hier mehr lesen.

      • Patrick said

        In Wahlen wird nicht festgestellt was der Wille des Volkes ist sondern wer die nächsten Jahre die Entscheidungen im Namen des Volkes treffen soll. Aber die Entscheidungen spiegeln nicht din Willen des Volkes wieder. Der Wille des Volkes kann ja nicht vor den zutreffenden Entscheidungen feststehen. Warum kann man das Volk nicht in die Entscheidungen mit einbeziehen so wie es in anderen Ländern bereits geschieht ? Das wäre für mich richtige Demokratie.
        Denken Sie wirklich das in Deutschland alles so toll läuft ? Es kann Ihnen als Politiker doch nicht egal sein das die Menschen so unzufrieden sind.
        Das die Komzepte der Piraten Partei noch nicht ausgereift sind das weiß eigentlich jeder und trotzdem werden sie in nächsten Jahren immer mehr Stimmen bekommen da sie die einzige Alternative sind.

      • Wahlen sind in der Tat Vertrauensvorschuss auf Zeit – aber doch auf der Grundlage politischer Angebote.
        Wenn in Deutschland alles so toll liefe, würde ich mich nicht politisch engagieren. Und ich engagiere mich, wenn manche Leute anderen nach eigenem Gutdünken ihre Meinung aufzwingen wollen, z. B. durch die Blockade unliebsamer Internetangebote.
        Ob die Piraten bei Wahlen „immer mehr Stimmen“ bekommen, wird sich zeigen. Ich habe eher den Eindruck, dass viele Menschen inzwischen bemerken, dass sich hinter dem spassigen ASuftreten viele unausgegorene Vorstellungen verbergen (bedingungsloses Grundeinkommen, Wahlrecht ab 7 Jahre usw).

      • Was der Willen des Volkes ist, wird selbstverständlich in Wahlen festgestellt.
        ein großes Problem sind aber die schon angesprochenen leeren Wahlversprechen, von denen es einfach zu viele gibt.
        Die Folge ist, dass man als Wähler unter Umständen („ich werde nurnoch piraten wählen“) lieber eine Partei wählt, die glaubhaft das durchführt, was sie verspricht, selbst wenn das nur zu 80% den eigenen Interessen entspricht, als eine Partei, die zwar 100% der eigenen Interessen vertritt, bei der man sich aber sicher ist, dass sie diese nicht umsetzt.
        Als einfaches Beispiel würde ich auch wenn ich für Steuersenkungen im Mittelstand wäre, keinesfalls die FDP wählen, da sie meiner Ansicht nach einfach Vertrauen verspielt hat.

        Ein weiteres Problem sind die Abstände, mit denen die Wahlen durchgeführt werden.
        die Aktuelle Regierung hätte, wären diesen Monat wahlen in etwa 39% aller Stimmen (1)

        Trotz dieser Tatsache nimmt sie für sich in Anspruch, die Mehrheit der Bürger zu vertreten, was anhand obiger Quelle schlicht und einfach wiederlegt werden kann.

        Von daher meine ich mit Recht behaupten zu können, dass alle Entscheidungen der aktuellen Regierung nichtmehr auf den Willen des Volkes zurückzuführen sind.
        (was nicht heißt, dass sie nicht den Willen des volkes wiederspiegeln!)

        Ich habe noch nicht mit der Lektüre ihres Blogs über die Piratenpartei angefangen (was ich aber im Laufe des Tages noch machen werde), allerdings halte ich deren Ansatz, diese Problematik durch mehr direktdemokratische Elemente zu verhindern keineswegs für falsch.
        Jede Direktdemokratische Entscheidung (die es hier in DE soweit ich weiß alleine aus dem Grund nicht gibt, da sie in der Weimarer Republik missbraucht wurde – zumindest wurde mir in Sozialkunde nur dieser Grund beigebracht, sollte es da mehr geben lasse ich mich gerne belehren [gut, der kostenfaktor spricht ischer auch dagegen]) kann direkt auf das Volk zurückgeführt werden.
        Die representativen Entscheidungen jedoch nur bedingt.

        Ihre Aussage, dass es keine (realistische) Alternative zu dem aktuellen demokratischen Verfahren gibt, halte ich daher für falsch.
        Es gibt meines Erachtens eine demokratischere Alternative – kürzere Wahlperioden, mehr direktdemokratische Elemente.
        (in wie weit diese Alternative praktikabler ist als die aktuelle ist eine andere frage [Wahlbeteiligung bei Volkseintscheiden], aber ich halte sie für demokratischer)

        ___
        (1) Entnehme ich aus dem ARD Deutschland Trend:
        http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend1454.pdf

      • Plebiszitären Ansätzen stehe ich sehr skeptisch gegenüber.
        Dazu mehr hier:
        https://internetunddemokratie.wordpress.com/2011/12/12/die-selbstuberschatzung-politischer-internet-utopien/
        http://burgerbeteiligung.wordpress.com/2011/11/28/wahlen-sind-der-hit/#more-41
        http://burgerbeteiligung.wordpress.com/2011/11/28/plebiszit-fazit-stuttgart-21/

      • Jens Roll said

        Hallo,

        tut mir leid, wenn ich hierzu was schreibe aber Sie haben immer die gleichen Antworten (wenn ich mich nicht täusche). Ich habe jetzt schon mehrer Beiträge durchgelesen aber mir kommt es vor, dass Sie immer die gleichen Argumente bringen.

        Warum äußern Sie sich nicht zu ACTA, IPRED oder UNDECT? Das ist ja wohl auch die Ursache warum der Aufstand zurzeit so groß ist.

        Ich glaube auch, dass wir in einem Zeitalter sind in dem man Meinungen (welche z.B. die Piraten vertreten) dulden sollte. Die Piraten sind zurzeit zwar nur eine kleine Partei aber sie vertreten immer mehr Meinungen der Bürger. Sowas sollten Sie nicht unterschätzen.

        Und da Sie ja so gerne auf ihr Wahlrecht und Wahlgeheimnis bestehen, welches eine Demokratie zeichnet, beinhaltet die Demokratie nicht auch noch das Recht auf (Rede)Freiheit? In einem Staat, in dem Kameras getestet werden, welche Personen auf der Straße identifizieren. In einem Staat, der versucht Daten über Bürger abzuspeichern, welche oft als sehr persönlich zählen. Natürlich wer nichts zu verbergen hat, der sollte doch nichts dagegen haben. Aber warum sollten wir auf unsere Freiheit verzichten? Klar werden die Daten nicht zur vollkommenen Überwachung genutzt, sondern nur um den Terrorismus zu bekämpfen. Aber sind wir alle Terroristen?

        Jetzt noch etwas zu Anonymous, die Sie ja (wie anscheinend alle Bewegungen aus der jüngeren Generation (abgesehen JU)) hassen um es mal so auszudrücken. Nein Sie hassen sie natürlich nicht, Sie haben nur was gegen sie, da sie nicht Ihre Meinung vertreten [Ahh Toleranz vergessen, es zählt ja schließlich Toleranzgebot von Voltaire in einer Demokratie: “Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.”]. Warum werden Anonymous nur immer als schlimme Hacker dargestellt? Wer sagt, dass ein Anonymousaktivist gleich ein Hacker ist? Ja genau die Medien haben es berichtet. Aber sonst wäre es doch auch keine Schlagzeile wert. Die Gruppe von Hackern ist sehr gering in dieser Bewegung. Sie fallen halt nun mal mit ihren Aktionen auf. Natürlich ist es nicht rechtens Seiten down zu legen. Aber ist es nicht schlimmer alle Bürger zu überwachen?
        Aber nein der Staat ist doch nicht Böse, er will uns nur beschützen. Aber diese Hacker, die bösen, die legen ja Seiten für Stunden lahm. Das geht natürlich nicht.
        Zu guter letzt noch ihren Lieblingssatz: „Der Anonymous-Slogan ‚Wir sind viele, aber Du weißt nicht wer; wir sind überall, doch du weißt nicht wo'“. Hier kommt nun eine Möglichkeit der Übersetzung, wie der Satz zu verstehen ist. „Wir sind viele“ bedeutet das es eine größere Gruppe ist oder sogar das ganze Volk. „aber Du weißt nicht wer;“ zeigt das die Personen dieser Bewegung anonym bleiben möchten. Anonym deswegen, da manche Aktionen nicht gerechte Konsequenzen trägt. „wir sind überall“ ist der Fall, da die Bewegung keine Organisation ist sondern eine Gruppe von Menschen mit der gleichen Idee. „doch du weißt nicht wo“ ist eine Folgerung aus der Anonymität. Was aus diesem Satz ist jetzt so schlimm? Anonymität? Manche Polizisten auf größeren Demos tragen Sturmhauben, um anonym zu bleiben. Teilweise ohne Dienstnummer (oder was das hinten drauf für Nummer halt ist).

        Tut mir leid das ich vielleicht ein bisschen aggressiv gewirkt habe, aber das ist ganz normal wenn man Diskutiert. Ihr Ton ist ja nicht anders.

        mfg

        ein Schüler der noch keine Ahnung von Politik und der gleichen hat, da er es ja nur jeden Tag in der Schule als Unterrichtsfach hat.

      • Unterschiedliche Meinungen sind völlig legitim und zur Demokratie gehört Meinungsfreiheit. Was nicht dazu gehört ist, unliebsame Meinungen etwa durch die Blockade unliebsamer Internetangbote zu unterdrücken.

        Die Frage, welche Daten der Staat erfassen darf, um die Sicherheit der Bürger etwa bei der Terrorismusabwehr zu gewährleisten, bedarf strenger Überprüfung. Ich halte es beispielsweise für zwingend, dass für Überwachungsmaßnahmen einzelner Bürger eine richterliche Genehmigung erforderlich ist. So ist das ja auch geregelt.

        Ob die Anonymous-Anhänger tatsächlich eine große Gruppe oder gar die Mehrheit sind, lässt sich nur bei wahlen feststellen. Ich halte die Behauptung „Wir sind 99 Prozent“ für sehr anmaßend.

        Im übrigen empfand ich Ihren Kommentar nicht als aggressiv.

  30. Netzwerkadministrator said

    Sehr geehrter Herr Eisel,
    das sie sich hier einer sachlichen Diskussion stellen finde ich in Ordnung. Sie heben sich damit zumindest etwas von anderen „seriösen“ Hofberichterstattern ab. Ich finde es nicht in Ordnung wenn man im Rahmen einer sachlichen Auseinandersetzung persönlich beleidigend wird. Diese Beleidigungen haben Sie aber provoziert. Sie stellen die These in den Raum anonymous wäre undemokratisch. Partiell gebe ich Ihnen da durchaus recht. Jedoch sollten Sie anfangen zu verstehen WAS anonymous ist. Anonymous kann jeder sein, der sich gegen Zensur ausspricht. Anonymous kann jeder sein der sich für die freie Rede bekennt. Anonymous kann jeder sein der gegen scientology vorgehen will. Nur wegen scientology war man gezwungen sich zu anonymisieren. Das nun unter diesem Deckmantel auch Seiten teilweise kurzzeitig lahm gelegt werden kann man nicht verhindern. Als die CDU/CSU gegründet wurde hatte man bestimmt nicht geplant Schwarzgelder zu verwalten oder Schmiergeld zu verstecken. Die 100000 DM hat Herr Schäuble bis heute nicht erklärt. Soll ich jetzt die These aufstellen das die CDU/CSU grundsätzlich korrupt ist ? Das Volk wollte durchaus wissen was da genau abgelaufen ist, aber ein einziges Ehrenwort reichte aus um uns weiterhin für dumm zu verkaufen. Soll ich jetzt die These aufstellen unsere Regierung ist grundsätzlich undemokratisch ?

    Ich tue es nicht. Was passieren kann wenn man alle über einen Kamm schert habe wir in Deutschland schon erlebt. Damals wurde auch mit dem Finger auf einen großen Teil der Bürger dieses Landes gezeigt. Dieses Extrem greife ich nur als Beispiel auf. Es soll verdeutlichen wie ich mich fühle wenn Politiker sagen ICH wäre undemokratisch. Ich setze mich dafür ein das scientolgy aus Deutschland verschwindet. Ich setze mich dafür ein das ein Journalist wie Hamza Kashgari nicht getötet wird. Ich bin für die Demokratie und habe diese auch schon im Auftrag meiner Regierung mit der Waffe verteidigt. Nennen Sie mich bitte nicht undemokratisch – das ist eine persönliche Beleidigung.

    Herr Eisel, ich hoffe sie verstehen was ich damit zum Ausdruck bringen möchte. Sie sollten sich bei anonymous, und damit bei ihren Bürgern entschuldigen. Die These die sie aufstellen ist nicht richtig. Sie beleidigt große Teile von anonymous und damit große Teile der Bürger dieses Landes.

    Ich persönlich setze mein nächstes Kreuz bei den Piraten. Nicht weil mir das gefällt sondern weil ich mein Vertrauen in die Regierung verloren habe. Das ich mein Vertrauen verloren habe, haben Sie und Leute wie Herr Ansgar Heveling zu verantworten.

    MfG

    • Mir geht es nicht darum, „alle Menschen über einen Kamm“ zu scheren, sondern ich habe die Kommentare in meinem Blog bewertet. Mit Ihrem sachlichen Beitrag heben Sie sich davon sehr wohltuend ab.
      Als „undemokratisch“ bezeichne ich allerdings ein Verhalten, das die Freiheitsrechte Dritter einschränkt. Das gilt für Hackerangriffe gegen unliebsame Internetangebote wie für die Methoden von Scientology, die ich wie Sie strikt ablehne. Aber im Kampf dagegen dürfen sich Demokraten nicht undemokratischer Mittel bedienen, denn der Zweck heiligt nicht die Mittel. Meine Grundeinstellung mögen Sie u.a. daraus entnehmen, dass sich seit 35 Jahren Mitglied von amnesty international bin.
      Dafür dass Anonymous nur „eine Idee“ ist und noch nicht einmal ein lockerer Zusammenschluss, ist es übrigens beachtlich, dass sowohl eine deutschsprachige homepage als auch eine einheitliches Auftreten (Slogans, Fawkes-Maske) existieren.

      • Netzwerkadministrator said

        Es gibt Unmengen an anonymous homepages Herr Eisel. Jeder kann sich eine basteln. Das einheitliche Auftreten liegt in den Ursprüngen von anonymous begründet. Sie als öffentliche Person mit Bekannheitsgrad können problemlos gegen scientology vorgehen. Wir können das nicht ! Es ist einfach zu gefährlich. Es ist in einem demokratischen Land zu gefährlich gegen eine undemokratische private „Kirche“ öffentlich zu protestieren. (Der V-Schutz weiß das !)
        Deshalb macht man es eben anonym. Der Rest war ein Selbstläufer denn eine Idee kann man auch durch ACTA nicht schützen🙂

        Sie haben mit ihren Thesen einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Sie sollten reagieren. Noch können sie dabei ihr Gesicht behalten. Das Sie öffentlich mit uns gemeinsam diskutieren ist dabei ein großer Pluspunkt. Entschuldigen Sie sich bei anonymous. Entschuldigen Sie sich bei uns.

      • Auch im Kampf gegen Scientology sind undemokratische Mittel wie der Einsatz von tatsächlicher und virtueller Gewalt nicht legitim. Es geht nicht um Anonymität per se, sondern im die Blockade unliebsamer Internetangebote aus dem Schutz der Anonymität.
        Der „Sturm der Entrüstung“ hält sich in Grenzen, denn hier betätigt sich zum großen Teil eine kleine Gruppe von Aktivisten mit wechselnden e-mail-Adressen.
        Warum bitte soll ich mich dafür entschuldigen, dass ich meine Meinung sachlich vertrete ???

      • Anon said

        Sachlich, wäre es wenn sie auch die positiven Aspekte aufzeigen würden und das tun sie mit keinem federstrich. So gesehen kann von sachlicher Meinung nicht die Rede sein. Und ich möchte wirklich gerne Wissen, von wo sie das Wissen besitzen wir wären nur eine Hand voll? Das könnten sie locker mit IP überprüfung feststellen nicht durch Emailaddressen. Wie sie bestimmt wissen, haben viele Menschen viele Emailaddresse aber senden von unterschiedlichen IP’s aus.
        Und der Sturm der Entrüstung ist hier bei Ihnen auf dem blog noch nichtmal richtig angekommen, es gibt andere Medien im Internet in denen mehr Leute schreiben zu diesem thema.

        Und ich möchte sie noch bitten, in einer Diskussion wirft man nicht immer die gleichen beiden Argumente ins Feld, das vermittelt einen Eindruck von dem fehlen von ebenjenen.

      • Vielleicht haben Sie es überlesen:
        Innerhalb kurzer Zeit (2-3 Stunden) haben sich die Anonymous-Aktivisten bei Facebook, Twitter usw. verabredet, meinen Blog mit Kommentaren zu überhäufen. Dies war mit konkreten organisatorischen Hinweisen verbunden, wie das mit wechselnden e-mail-Adressen geschehen kann. So fand sich Facebook die Aufforderung: “ Um auf der Seite einen Kommentar abgeben zu können, benötigt Ihr eine E-Mail Adresse. Um nicht die eigene dort eingeben zu müssen, empfehlen wir Euch den Dienst http://10minutemail.com/10MinuteMail zu verwenden. Zum Thema Anonymous, freut sich der Autor des Artikels bestimmt über sehr viele konstruktive Kommentare von Euch! ;-D” Eine Auswertung der Kommentare ergibt, dass eine sehr überschaubare Zahl von Aktivisten viele Kommentare eingestellt haben, um so den Eindruck einer breiten Bewegung zu schaffen.

      • Gruenes Chamaeleon said

        Entschuldigen Sie sich dafür, dass Sie ein Leerzeichen und drei Fragezeichen machen!
        Ernsthaft, unterschätzen Sie nicht, wie viele Menschen diese Bewegung umfasst. Das Interessante daran ist ja, dass die Bewegung tatsächlich im traditionellen Sinne „unorganisiert“ ist. Selbstverständlich gibt es bei Aktionen für oder gegen bestimmte Dinge oder Personen Absprachen, doch werden diese eben auf neuen Kanälen getätigt. Ich an Ihrer Stelle wäre nicht vorsichtig damit, Ihre Meinung zu äußern, aber ich wäre vorsichtig damit, einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung, der mit Anonymous sympathisiert, nicht zu hören oder abwertend zu betrachten.

      • Ich vertrete meine Meinung abhängig davon, ob ich in der Mehrheit oder Minderheit bin. Mehrheit heisst nicht Wahrheit, muss aber mangels besserer Alternativen als Mechanismus zur Entscheidungsfindung akzeptiert werden.

    • Zitat Herr Eisel:
      „“Als “undemokratisch” bezeichne ich allerdings ein Verhalten, das die Freiheitsrechte Dritter einschränkt. Das gilt für Hackerangriffe gegen unliebsame Internetangebote wie für die Methoden von Scientology, die ich wie Sie strikt ablehne. Aber im Kampf dagegen dürfen sich Demokraten nicht undemokratischer Mittel bedienen, denn der Zweck heiligt nicht die Mittel.““

      Das hieße dann auch im Endeffekt dass Sie die Attentate auf Hitler ablehnen/abgelehnt hätten, nur weil diese seine Freiheitsrechte eingeschränkt hätten? Was hätte das Volk denn tun sollen? Demokratisch demonstrieren und dabei direkt erschossen werden oder im KZ zu landen? Kann doch nicht ihr Ernst sein! :O

      Außergewöhnliche Situation erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Ich verweise auf Art. 20 Abs. 4 GG.

      Hätten wir eine wirkliche Herrschaft des Volkes in unserem Land würden wir solchen Debatten um Hackerangriffe auf staatliche Institutionen und Unternehmen auch nicht führen müssen, da solche Angriffe dann gar nicht erst nötig wären.

      PS: Bitte hören Sie auf meine Kommentare der Freischaltung vorzuenthalten! Das ist ebenfalls undemokratisch einzelne Akteure aus dem Meinungsbildungsprozess auszuschließen! Nur weil Ihnen bei guten Argumenten nichts mehr einfällt!

      • Widerstand gegen eine Diktatur (z.B. Hitler-Attentat) ist etwas völlig anderes als in einer freiheitlichen Demokratie in willkürlicher Selbstjustiz die Freiheitsrechte von Mitbürgern einzuschränken.

        Artikel 20,4 Grundgesetz räumt ein Widerstandsrecht nur gegen die ein, die die Ordnung des Grundgesetzes beseitigen wollen – und auch das nur „wenn andere Abilfe nicht möglich ist:

        Art 20 GG

        (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

        (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

        (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

        (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

      • Eine Demokratie ist keine Staatsform von Gottes Gnaden. Sie muss ständig gegen diejenigen verteidigt werden die sich ihrer anmaßen wollen und dies bereits getan haben.

        Die Bürger bekommen einfach mit dass Ihre Verfassungen und ihre Rechte immer mehr ausgehöhlt werden, dass immer mehr Kompetenzen auf Europa übergehen (mit der monetären wurde dem Volk die politische Einigung quasi aufgezwungen, obwohl diese in der Bevölkerung auf Ablehnung stößt). Ein Europa, das so weit weg von den Bürger ist wie Griechenland davon alle seine Schulden abzubezahlen.
        Des Weiteren haben die Bürger doch die Erfahrung gemacht dass ihre Meinungen meist einfach übergangen wurden in wichtigen Angelegenheiten. Und die Leute die sich für die Bürger einsetzen werden oft auf sehr undemokratische Weise aus dem Weg geräumt (Baltasar Garzon, Julian Assange)
        So ist es doch nicht verwunderlich wenn es viele gibt die keinen Sinn mehr darin sehen zu protestieren wenn sie eh nicht gehört werden und dann auf andere Methoden zurückgreifen, wie dem hacken.
        Außerdem machen Unternehmen und staatliche Institutionen doch genau das selbe, nur noch raffinierter und im größeren Still, machen wir uns doch nichts vor. Wir (die Bürger) versuchen lediglich uns auf Augenhöhe zu duellieren, wobei wir immer noch mit Wasserpistolen schiessen während Sie (die Elite, Unternehmen etc) Kalaschnikows haben.

      • Ob die von Ihnen beschriebene Meinung von der Mehrheit der Bevölkerung geteilt wird, lässt sich nur durch Wahlen feststellen. Es wäre ziemlich anmaßend, wenn Sie Ihre Meinung für die „des Volkes“ hielten.

      • Nein, durch Wahlen lässt sich nichts feststellen. Ich bin für Mindestlöhne, eine Steuerreform und gegen den Afghanistaneinsatz, kann aber nicht SPD, FDP und Linke gleichzeitig Wählen. Meinungen lassen sich nur durch Volksentscheide/Referenden/Befragungen ermitteln.

      • Das sehe ich anders: Bei solchen plebiszitären Entscheidungsmechanismen bestimmen oft die Fragestellungen das Ergebnis. Ausserdem liegt die Beteiligung daran immer deutlich (ca. 20 Prozent) unter der Beteiligung an Wahlen. Zudem können Sie nicht wöchentliche Volksabstimmungen abhalten. Und wenn dann welche stattfinden, gefällt vielen wie bei S21 das Ergebnis nicht.

  31. Ach und übrigens:

    Mein Beitrag “Anonymous: Digitales Faustrecht im Internet” hat zu über 250 Kommentaren in meinem Blog und weiteren 170 Kommentaren auf Facebook geführt, die ich nicht alle einzelnen beantworten kann.

    Mein Beitrag über verschimmeltes Essen hat bei Facebook seinerzeits 250 Kommentare erzielt. Sie sehen, es ist immer eine Frage des Aufsehens, das man erregt. Durch Provokationen, sei es durch Unwissen (1:0 für Sie), oder wie in meinem Schimmel-Fall durch irrelevante Beiträge, erreicht man in der heutigen Generation am meisten Resonanz😉

    • Da haben Sie wohl recht, aber ich „errege“ mich garnicht über die Zahl der Kommentare: Ich habe die Zahl festgestellt und darauf hingewiesen, dass dahinter auch (!) eine abgesprochene Aktion steckt.

  32. Freiheit für alle Bürger said

    Herr Eisel, in meinen Augen sind sie einfach nur eine große Lachnummer. Wie sie versuchen gegen Anonymous zu hetzen ist süß anzuschauen. Leute wie sie führen ihre Partei in den Abgrund, weil sie nicht begreifen, dass ein neues Zeitalter begonnen hat. Die meisten Anonymous Anhänger sind unter 30. Die alten Menschen und somit die Unterstützer der aktuell großen Parteien werden nicht ewig leben und somit schwinden ihnen die Wähler.
    Die einzige Partei die mit der Zeit geht, ist die Piraten Partei, was sie an dem 0 auf 100 Erfolg wohl unschwer erkennen konnten. Und glauben sie mir, die werden noch erfolgreicher. Den großen Vorteil den die Piraten Partei hat ist, dass sie uns noch nie belogen hat. So ziemlich jede Partei die in der Regierung sitzt belügt das Volk und schröpft es. Sie waren auch mal ein normaler Bürger, doch wenn man erstmal an der Macht schnuppert und Geld riecht, dann verkauft man schon lieber seine Seele.

    Sie sind in meinen Augen das beste Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

    Und was sie über Anonymous reden, ist lächerlich. Auch sie können Anonymous sein, wenn sie es wollen. Jeder entscheidet selbst wo er mitmacht, ob er mitmacht und warum. Ich bin auch ein völlig normaler Bürger, der jeden Tag arbeiten geht und seine Steuern zahlt, damit sie sie verprassen können. Mit dem Betrug am eigenen Volk ist jetzt schluß. Es reicht langsam, wie sie wohl an der breiten Unterstützung für Anonymous erkennen sollten.

    Ich wähle die Piraten Partei❤

    Herr Eisel, aufwachen aus ihrer kranken Traumwelt. Wir sind das Volk. Wir vergessen nicht! Wir vergeben nicht!Wir sind viele! Erwartet uns!

    So muss zur Arbeit. BB

    • Ihr Kommentar ist ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn sich wie eigene Wahrheitsgeiwssheit mit Verachtung für die Meinung anderer paart. Sie meinen mich beschimpfen zu müssen, ohne mich zu kennen, und halten es offenbar für ausgeschlossen, dass etwas anderes als Ihre Weltsicht möglich ist. So läuft man schnell in der Sackgasse gegen die Wand.

      • anonymous said

        herr Eisel

        jetzt im ernst er hat villeicht ein bisschen zu viel des guten gesagt, aber das sie uns auch beleidigen ohne uns zu kennen begreifen sie nicht. aus dem was sie geschrieben haben verstehen sie gar nicht was anonymous ist und was wir eigentlich wollen. deswegen sagen sie nicht wir beleidigen sie ohne sie zu kennen. wenn sie uns scho schlecht machen wollen, erkundigen sie sich erstmal über uns

      • Ich wüsste nicht, wo ich hier jemanden beleidige, wenn ich mich kritisch und sachlich mit Anonymous auseinandersetze. Oder ist eine andere Meinung schon eine Beleidigung ?

      • anon mask said

        Wieso schreiben sie solche Berichte ohne zu wissen was wir sind, ziehen uns in den Dreck und versuchen uns wie schwarze Schafe da stehen zu lassen. Das begreife ich nicht. Es tut mir leid wenn ich mich deswegen angegriffen fühle. Setzen sie sich mal richtig miit Anonymous auseinander, überarbeiten sie diesen text nochmal und sie werden Fehler entdecken. Sie würden sich sicher bei uns entschuldigen, wenn sie erkennen würden, das dies nur Anschuldigungen sind die einfach nur wild drauflos spekuliert wurden.

      • In meinen Analysen geht es nicht darum, jemanden in den „Dreck“ zu ziehen. Sie werden dort keine Verunglimpfungen und Beschimpfungen finden, sondern sachliche Argumente zu Aktionen des Internet-Kollektives die meines Erachtens sehr problematisch sind. Warum sollte ich mich dafür entschuldigen ??

      • anonymous said

        Ich hab keine Ahnung wie Sie recherchieren. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. So viele unwahrheiten und so viel was sie falsch verstanden haben, ist echt unglaublich. Sie haben das unmögliche geschaft. Mit so viel recherchen so einen „Mühl“ zu schreiben kann nicht jeder. Sie müssen wissen das ich Sie für diese Beachtenwerte Leistung bewundere.

      • Beschimpfungen können Argumente nicht ersetzen.

  33. Suom Ynona said

    Anonymous wird von vielen (oftmals sehr jungen Menschen) als eine Art Zufluchtsstätte gesehen. Im prinzip ist es nichts anderes als bei den Rechten oder den Linksextremisten. Es gibt eine Gemeinschaft die sich für meine Interessen einsetzt. In diesen Fällen heiligt der Zweck, für viele, dann auch die Mittel!

    So viel zu meiner Sicht über unsere Organisation. Was ich nur nicht verstehe ist, dass NAZI’s und Linksextreme bei Ihren Protestmärschen Autos anzünden, Geschäfte verwüsten, auf der Straße randalieren und Körperverletzung begehen und dies dann so hingenommen wird und Anonymous an den Pranger gestellt wird weil einige Mitglieder ein paar Websites Hacken?

    • Die Motive, die manche zu Anonymous führen, mögen die von Ihnen geschilderten sein. Aber das rechtfertigt nicht ein undemokratisches Verhalten nach dem Motto „Der Zweck heiligt die Mittel“.
      Im übrigen bin ich mit Ihnen der Meinung, dass die Ausschreitungen von Links- und Rechtsextremisten keinesfalls hingenommen werden dürfen. Lesen Sie dazu mehr hier.

  34. Mich würde gerne interessieren was für Sie denn eine Demokratie ausmacht? Denn anscheinend haben Sie da andere Vorstellungen wie viele, was Sie ja auch unter Punkt 1 anmerken. Wenn Sie uns darüber aufklären würden was eine Demokratie für Sie ausmacht dann können wir sehen wo wir uns überschneiden und wo nicht.

    Ich kann Ihnen auch sagen warum die meisten in dem „Machtwechsel“ durch Wahlen keine Perspektive sehen. Denn es ist völlig egal wer regiert, denn alle Parteien dienen in erster Linie der Wirtschaft zu Lasten der Bevölkerung, egal ob Rot-Grün oder Schwarz-Gelb. Dies haben die Bürger bemerkt und deswegen gibt es doch erst überhaupt sowas wie Politikverdrossenheit.

    Nennen Sie mir doch mal bitte Dinge die die Politik für die Bürger durchgeboxt hat in den letzten Jahren wo die Unternehmen ihre Interessen nicht durchsetzen konnten!

    • Politische Entscheidungen gegen die Interessen betroffener Unternehmen waren u.a. die Einführung des bleifreien Benzin, ständig strengere Umweltauflagen, Verschärfungen des Arbeitsschutzes, massive Einschränkungen z.B. des Rüstungsexports oder der Ausstieg aus der Kernenergie.

      Zu meiner Definition von Demokratie verweise ich gerne mein Buch “Minimalkonsens und freiheitliche Demokratie”, hier das Kondensat:
      Minimalkonsens als Grundlage
      Keine Gemeinschaft – insbesondere keine politische – kann existieren ohne ein gewisses Maß an
      Übereinstimmung zwischen den Menschen, die ihr angehören. Die freiheitliche Demokratie
      erzwingt diesen Konsens nicht, sondern gründet auf der Freiwilligkeit seines Zustandekommens.
      Dies ist möglich, weil die freiheitliche Demokratie als eine politische Ordnung angelegt ist, die das
      Zusammenleben der Menschen entsprechende ihrer Eigenart ermöglichen will.
      Voraussetzung für die richtige Ausgewogenheit zwischen Bürgerfreiheit und Gemeinwohl ist also
      die Klarheit über das, was den Menschen ausmacht. Die unveräußerliche Würde, Gleichwertigkeit,
      Verschiedenartigkeit und Unvollkommenheit sind allen Menschen unwiderruflich eigen. Diese
      Wesenseigenheiten können weder von Dritten bestritten werden, noch kann sie der einzelne aus
      eigenem Antrieb abschütteln.
      Aus diesem Menschenbild ergeben sich die Grundlagen einer dem Menschen gemäßen politischen
      Ordnung: Der Schutz der Menschenrechte und der Freiheit des einzelnen folgt aus der Achtung vor
      der unveräußerlichen menschlichen Würde. Aus der Gleichwertigkeit aller ergibt sich der Anspruch
      aller auf grundsätzlich gleichen Zugang zur politischen Willensbildung, aus der
      Verschiedenartigkeit folgen die Legitimität von Vielfalt und Freiheit. Das Wissen um die jedem
      Menschen eigene Unvollkommenheit schließlich verhindert die Anerkennung selbsternannter
      Herrschaftseliten, garantiert die Offenheit der Willensbildung und begründet die
      Entscheidungsfindung durch Mehrheit.
      Eine gute Gesellschaftsordnung geht also von Unterschiedlichkeit und Gegensätzlichkeit zwischenden Menschen, von Vielfalt und Konflikt in der Gesellschaft aus. Voraussetzung für diese Offenheit
      ist die Einigkeit unter ihren Bürgern über die Grundlagen der Gesellschaft:
      – die Achtung der Menschenwürde und die Anerkennung der Menschenrechte,
      – die Anerkennung demokratischer Spielregeln, insbesondere des Mehrheitsprinzips, und
      – die Anerkennung des staatlichen Gewaltmonopols bzw. die individuelle Bereitschaft zum
      Gewaltverzicht.
      Organisationsprinzipien wie Gewaltenteilung und Parlamentarismus sind notwendig, um diesen
      Minimalkonsens im Staatsleben institutionell zu sichern.
      Die drei Elemente unverzichtbaren Minimalkonsenses können nicht voneinander isoliert gesehen
      werden. Sie bedingen und begrenzen einander. Die Achtung der Menschenwürde und die
      Anerkennung der Menschenrecht hebt als Wertentscheidung den Minimalkonsens über einen reinen
      Spielregelkonsens hinaus.
      Die Wertentscheidung für die Achtung der Menschenwürde macht auch die Anerkennung
      demokratischer Verfahren und insbesondere der Mehrheitsregel für alle akzeptabel, denn durch
      diese Wertentscheidung ist Minderheitenschutz gesichert. So ist es möglich, eine Übereinstimmung
      über die Gültigkeit der Mehrheitsregel zu erreichen, die unabhängig vom Inhalt der
      Mehrheitsbeschlüsse ist, solange niemand befürchten muss, durch solche Mehrheitsbeschlüsse in
      seinen grundlegenden Menschenrechten beeinträchtigt zu werden.
      Die Achtung der Menschenwürde aller und die Anerkennung des Mehrheitsentscheids schränken
      die Freiheit des einzelnen ohne Zweifel ein. Es kann dem Bürger aber nur zugemutet werden,
      freiwillig die ihm gesetzten Grenzen einzuhalten, wenn er die Sicherheit hat, dass alle anderen dies
      ihm gegenüber auch tun. Diese Sicherheit aber kann er nur haben, wenn der Gehorsam aller notfalls
      erzwungen wird. Dass dies gegebenenfalls geschehen kann, garantiert das staatliche
      Gewaltmonopol. Es kann aktiviert werden, wenn die Bereitschaft zum individuellen Gewaltverzicht
      nachlässt und damit die Achtung vor der Würde des Menschen abnimmt.

      • Nebb Star said

        Zur angeblichen „Verminderung“ der Rüstungsexporte taucht exakt heute (27.02.2012) eine neue Studie zum Thema auf! Siehe hier: http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hOqqs-vy2YrXSwYXfi1M92_Xjpvg?docId=CNG.3352019b056ff2e57b5dd44ca3f28b24.641

        Jetzt Frage ich Sie ernsthaft: Dass nennen Sie eine „massive“ Einschränkung der Rüstungsexporte??? Das zu einem drittel deutsche Unternehmen EADS ist auf Platz 7. Weiter gehts mit Rheinmetall auf Platz 31, usw, aber lesen Sie selbst!

      • Diese Studie sagt überhaupt nichts über RüstungsEXPORTE, die aufgeführten Zahlen beziehen sich auf die Produktion, d,h. darin ist die Ausstattung der eigenen Armee – bei uns der Bundeswehr – enthalten.
        EADS ist übrigens kein deutsches, sondern ein europäisches Unternehmen.

      • Gut dann sag ich mal was für mich eine Demokratie ausmacht:

        – Entscheidungen werden immer im Sinne der Bevölkerung getroffen und stehen Partikularinteressen (zB der Wirtschaft vor)

        ……..dies ist so gut wie nie der Fall. Zum Bsp. wurden die Finanzmärkte in den letzten Jahren und Jahrzehnten massiv dereguliert. Das was 2007 passiert ist war von vornherein abzusehen. Die Politik hat Hedgefonds und Derivate erlaubt, die massiv diese Krise mit zu verschulden haben. In dem ganzen Finanzgebilde ist so gut wie nichts passiert nach der Krise, um das Casino zu beenden. Alles geht so weiter bis zum nächsten crash, den dann der Steuerzahlen wieder bezahlen darf. Das kann wohl kaum im Interesse der Bürger sein. Ebenso wenig die fehlende Trennung zwischen Geschäfts- und Investmentbanken. Außer leeren Versprechungen hat die Politik hier NICHTS wesentliches im Sinne der Gesellschaft gemacht.
        Hier geht es nicht um belangloses Zeugs…diese Finanzakteure haben Millionen Menschen weltweit in die Armut getrieben, Millionen Jobs sind draufgegangen, das war eine der größten Wirtschaftskrisen überhaupt wenn nicht die größte der modernen Welt, die bewusst in Kauf genommen wurde von den Big Player im Finanzgeschäft um sich auf Kosten anderer zu bereichern. Und die Politik tut NICHTS dagegen…

        …….Horst Seehofer wollte damals als Gesundheitsminister die Positivliste für Arzneimittel einführen, die in den meisten anderen EU-Ländern ebenfalls vorzufinden ist! Dadurch sollte die Kosten geregelt und die Leistung verbessert werden, damit ua Medikamente die keinen Zusatznutzen bringen nicht mehr zu exorbitanten Preise von den KK bezahlt werden müssen.
        Dies ist auf Grund der Pharmalobby gescheitert, was H. Seehofer öfentlich zugeben muss: http://www.youtube.com/watch?v=1BtjbGzf11A&feature=related

        Die Deutschen zahlen übrigens weitaus mehr für ihre Medikamente als andere Europäer! Die teils gleichen Meikamente sind hier oftmals um ein vielfaches teurer, bis zu 400%!!

        Und um kurz bei Horst Seehofer zu bleiben…kommentieren Sie doch mal bitte sein Aussage: „Die die in diesem Land gewählt wurden haben nichts zu entscheiden, und die die entscheiden wurden nicht gewählt.“
        Das Video dazu: http://www.youtube.com/watch?v=BAh36f0026k

        Was haben solche Verhältnisse bitteschön noch mit Demokratie zu tun?

        ……Verbraucherdaten werden ohne Einwilligung weitergereicht, so dass diese angereichert und umfassende Profile von jedem Bürger erstellt werden können. Wir leben mittlerweile in einem Überwachungsstaat. Wenn ich mir zB ein Kleidungsstück, zB ein Hemd, im Internet bei Otto oder neckermann bestelle dann bekomme ich danach auf allen Seiten wo ich surfe nur Werbung von Otto/neckermann oder anderen Verkäufer mit Hemden oder ähnlichen Produkten! Sowas macht mir Angst! Meine Daten sind völlig ungeschützt. Weil die Politik vor der Direktmarketingbranche zu Knie gefallen ist…auf Kosten der Bürger.

        …….Die Sozialbeiträge steigen nur für die Bürger nicht jedoch für die Unternehmen, ebenso die Energiekosten. Energieintensive Industrien bezahlen sogar weniger, auf Kosten der Bürger, was ein Unding ist. Wer viel verbraucht muss auch dafür zahlen oder den Verbrauch senken.

        – Willensbildung von unten nach oben

        ….so sieht es die Demokratie vor. Auf Ebene der Parteibasis entsteht der Wille der Mehrheit, welcher nach oben weitergegeben wird um dort von den Spitzen als Programm durchgesetzt zu werden. So die Theorie. In der Realität verhält es sich ganz anders herum. Politik wird oben gemacht und nach unten durchgegeben, wo die Sachen dann nur noch abgesegnet werden dürfen oder müssen. Alles was mit der EU/dem Euro zu tun hat kommt von oben, nicht von der Bevölkerung, denn die wird meist nie gefragt ob sie bestimmte Entscheidungen überhaupt will. Weitreichende Gesetze werden so schnell wie möglich ratifiziert oder durch die Gremien gepeitscht damit dem Parlament mögllichst keine Zeit bleibt diese zu prüfen. So war es zB bei den Beschlüssen rund um die Griechenlandhilfen andauernd. Man möchte sich der Kontrolle weitestgehen entziehen.

        Wenn man sich gegen die Parteispitze stellt auf Grund seines Gewissen (was das GG ausdrücklich vorsieht!!!!) dann wird man wie die Sau durchs Dorf getrieben! Ich verweise auf die 4 oder 5 Abweichler der SPD die Andrea Ypsilanti damals nicht zur Ministerpräsidentin Hessens machen wollte weil diese ihr Versprechen bzgl. einer Koalition mit den Linken gebrochen hatte. Ich verweise auch auf Ihren Kollegen der Bosbach, der gegen den Rettungsschirm stimmte weil er es für falsch hält und sich dann von Parteikollegen so Sätze wie „Ich kann deine scheiß Fresse nicht mehr sehen“ (Roland Pofalla) anhören lassen durfte.
        Von Meinungsfreiheit kann da in der Politik ja wohl keine Rede mehr sein.

        Gesetze werden in Lobbyismusgruppen geschrieben und langfr. Politikstrategien (zB zum Neoliberalismus) in wirtschaftsnahen Denkfabriken erarbeitet. Von der ursprünglich vom GG vorgesehen Willensbildung aus dem Volk heraus kann keine Rede mehr sein.

        Weitreichende Entscheidungen werden auch häufig GEGEN den Willen der Bevölkerung gefällt, zB beim Lissabon-Vertrag oder den Griechenlandhilfen + Rettungsschirm.

        Mag sein dass wir noch einige Rechte haben wie Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit (außer in der Politik wie oben beschrieben) die eine Demokratie ebenfalls charakterisieren. Allerdings müssen für mich „alle wesentlichen“ Merkmale erfüllt sein, und nicht nur die Hälfte und die dann auch nur mehr schlecht als recht.
        Eine Gesellschaft wo die Macht eben nicht vom Volke sondern den Unternehmen (Lobbying s. oben) ausgeht kann eben keine Demokratie sein.

        zu Ihren Bsp: das sind ja eher unwichtige Sachen wenn man das mit den Verfehlungen in der Finanzindustrie zB vergleicht, welche weitaus dramatischere Folgen haben für die Bürger als Ihre Bsp für die Unternehmen.
        Außerdem ist ein effektiver Umweltschutz eh nicht gegeben. So gibt es zB zu viele C02-Zertifikate. Des Weiteren kann ein wirklicher Umweltschutz nur stattfinden wenn die „wahren“ Kosten der Produktion von Güter herausgestellt werden in Form von Externalitäten. Da wurden wir als Bürger von der Politik besondern im Bezug auf Kernenergie jahrelang bewusst belogen. Denn Kernenergie ist nicht die billigste Form der Energieerzeugung sondern unter Einberechnung der Externalitäten (sprich Kosten von Umweltschäden/-verschmutzung, Endlagerung, Castortransporte etc.). Und hätte es Fukushima nicht gegeben wäre die CDU auch nicht von der Atomenergie abgewichen. Denn davor hatte man den Volkswillen ja schon gekonnt ignoriert und die Laufzeiten extra verlängert. Allein durch Fukushima war eine Beibehaltung der Atomenergie in Deutschland politisch nicht mehr tragbar. Dafür wird jetzt Atomstrom aus änderen Ländern wie Frankreich oder Tschechien importiert. Für die Umwelt ist dadurch nichts gewonnen.

      • Natürlich ist es völlig legitim zu all den aufgeführten Themen, unterschiedliche Meinungen zu vertreten. Das ist nicht die Stelle, darauf im Einzelnen einzugehen. Es ist aber nicht legitim, die Meinung des Andersdenkenden z. B. durch die Blockade unliebsamer Internetangebote zu unterdrücken.
        Demokratie basiert auf wechselseitigem Respekt und Entscheidungsfindung durch Mehrheit.
        Im übrigen habe ich als Bundestagsabgeordneter gegen die Mehrheit meiner Fraktion nach meinem Gewissen abgestimmt, ohne „wie die Sau durchs Dorf“ getrieben worden zu sein.

      • Nebb Star said

        Gut Sie haben Recht, dann zeige ich Ihnen eben eine richtige Statistik zu den Rüstungsexporten aus Deutschland:

        http://de.statista.com/statistik/daten/studie/152204/umfrage/entwicklung-der-ruestungsexporte-aus-deutschland-seit-dem-jahr-2000/

        Und frage Sie nocheinmal, wo hier bitte die „massiven“ Einschränkungen zu sehen sind ???

      • Auch diese Zahlen belegen nicht Ihre Behauptung, denn hier nicht zwischen NATO und Nicht-NATO unterschieden. Oder wollen Sie auch solche Exporte in das gemeinsame Bündnis unterbinden ?

      • Nebb Star said

        Zitat (Bericht der Bundesregierung über ihre Exportpolitik für konventionelle Rüstungsgüter im Jahre 2010):

        „An Entwicklungsländer wurden im Jahr 2010 Kriegswaffen
        im Wert von insgesamt 108,2 Millionen Euro,
        das sind 5,1 Prozent der gesamten Kriegswaffenausfuhren,
        ausgeführt (2009: 52,2 Millionen Euro bzw.
        3,9 Prozent). Von diesen entfielen allein 65 Millionen
        Euro auf Lieferungen an Pakistan und 27,6 Millionen
        Euro auf Lieferungen an den Irak.“

        Ich seh hier trotzdem eine Steigerung um 1,2% zum Vorjahr. Am liebsten würde ich hier die Schlagwörter „Kriegswaffen“, „Kriegswaffenausfuhren“ und „Entwicklungsländer“ hervorheben aber das geht leider in Ihrem Blog nicht! Ich habe Sie einwandfrei auf dem falschen Fuß erwischt. Geben Sie doch einfach zu, dass Rüstungspolitik nicht so ganz Ihr Steckenpferd ist! Oder verschließen Sie weiterhin die Augen vor unser wunderschönen („aufgerüsteten“) Welt!

        Ihre Behauptung, die Bundesregierung hätte „massive“ Einschränkungen in den Rüstungsexporten veranlasst, ist hiermit als grundlegend falsch widerlegt worden.

        Ich bedanke mich und wünsche Ihnen noch ein schönes Leben!

      • Erneut liegen Sie falsch: siehe Seite 27 des Rüstungsexportberichts

        Nachfolgend werden die Werte (in Millionen Euro) der in den Jahren 1996–2010 erteilten Genehmigungen
        für endgültige Ausfuhren im Vergleich gegenübergestellt.
        Drittländer = weder EU och Nato
        Jahr Drittländer
        1996 850 2
        1997 596,1
        1998 632,3
        1999 701,8
        2000 599,7
        2001 1.345,8
        2002 744,6
        2003 1.613,0
        2004 1.080,2
        2005 1.655,5
        2006 1.151,3
        2007 1.230
        2008 3.141
        2009 2.492
        2010 1.383

  35. Nicht wichtig said

    Sehr geehrter Herr Eisel,

    Sie sprechen oftmals das Thema „Hackerangriffe“ an.
    Auch wenn sich in der Vergangenheit die Aufmerksamkeit, durch genau diese, auf Anon gelenkt hat, spricht das nicht dafür, dass die gesamte Gemeinschaft so handelt oder auch nur „Pro-Hackerangriffe“ ist.
    Ganz im Gegenteil äussert sich die Bewegung auf den verschiedensten Wegen, doch hauptsächlich über diese Wege, welche der modernen und digitalen Generation entsprechen.
    Dies spielt sich hauptsächlich im Internet ab, doch nur vereinzelte Kreise greifen dabei auf „digitale Gewalt“ zurück.

    Ebenso Ihr Kommentar „Die Behauptung, Deutschland sei keine Demokratie, gehört beispielsweise zum Standardrepertoire von Links- und Rechtsextremisten.“ spricht für einen veralteten Blickpunkt.
    Wir Anons gehören wahrscheinlich zu der jüngsten und aufgeschloßensten Gruppierung, welche mit nahezu keinen Vorurteilen der extremistischen Bewegungen vorbehaftet ist.
    Dies bedeutet nicht, dass wir von diesen Blickpunkten ausgenommen sind, jedoch sicher, dass wir weniger Anfällig für solche sind.

    MfG

    • Hackerangriffe sind natürlich erst mit der „digitalen Gesellschaft“ möglich, aber deswegen noch keine legitimen Mittel der Freiheitseinschränkung Dritter durch die Unterdrückung unliebsamer Internetangebote. Selbst wenn Sie nur „vereinzelt“ (was auch immer das ist) auftreten, muss man ihnen entgegentreten.
      Im Blick auf die Behauptung, Deutschland sei keine Demokratie, ähneln viele der hier gemachten Kommentare Argumentations- und Ausdrucksweise von Links- und Rechtsextremisten. Mit „Aufgeschlossenheit“ hat das ncihts zu tun.

      • Nicht wichtig said

        Zur „Aufgeschlossenheit“:
        Ich würde mal grob tippen, dass das durschnittsalter eines Anons sicher um einiges, z.B. um 10 Jahre, geringer ist als das durschnittsalter eines aktuellen „Spitzenpolitikers“.
        Durch die deutsche Geschichte ist eindeutig zu sehen, wie innerhalb dieser Zeitspanne die politische Orientierung von extremistischen Ausrichtungen abweicht.

        Und was genau macht die Argumentations- und Ausdrucksweise von Links- und Rechtsextremisten aus?
        Wenn viele Kommentare scheinen, als würden sie aggressiv wirken, liegt das sicher in erster Linie daran, dass wir immernoch auf gehör der Politik pochen.
        Zur Zeit fällt große Aufmerksamkeit auf Anonymus, da wir viel in den letzten Tagen unternehmen, aber in möglicherweise einem Monat, nachdem unsere Regierung ohne Blick auf solche Bewegungen, trotz allem ACTA durch setzen wird, werden wir doch wieder in Vergessenheit geraten, sollten wir nicht weiter hin so aggressiv vorgehen.

        Die Argumentations- und Ausdrucksweise von Links- und Rechtsextremisten zeichnet sich meines Erachtens doch durch ein aggressives Vorgehen aus.
        Doch was sollen wir sonst tun um uns Gehör zu verschaffen. Und genau aus diesen Gründen behaupten sicher viele Deutschland sei keine Demokratie. Denn anders werden wir nicht gehört.

      • Sie liegen m. E. falsch, wenn Sie glauben, je extremer die Äußerungen sind desto mehr Wirkung hätten sie. Das Gegenteil ist der Fall. Probieren Sie es doch einfach mal mit sachlicher Argumentation!!!

  36. Ben said

    Der wehrte Herr lebt wohl in einer Märchenwelt

  37. Substitute said

    Ich finde es wiederum traurig, das so viele verschiedene Menschen über einen Kamm gezogen werden.

    Aber ich halte das doch wie der Zauberlehrling:

    Die Geister die Sie riefen, werden Sie wohl nicht mehr los.
    Allerdings, haben mich als über 22 Jahre treue CDU Wählerin davon überzeugt, das es bei solchen Parteimitgliedern, keinen Sinn macht diese Partei wieder zu wählen.

    Nun mögen Sie denken, diese eine Stimme ist nicht schlimm, aber es werden mehrere folgen, dem bin ich mir sicher.

    Wenn man seine Meinung schreibt, sollte man damit Leben das die Menschen die es betrifft sich zu Wort melden. Wenn man aber nur darauf aus ist, den eigenen Standpunkt zu legitimieren und der Standpunkt der anderen nur als Falsch und Inkorrekt bezeichnet werden soll. Dann läuft definitiv etwas falsch.

    Ein Slogan der einschüchternd wirken soll, ist auch eine sehr offene Interpretation. Wenn ich bis jetzt noch nicht Anonymous was, bin ich es wohl nun in Ihren Augen. Aber das ist mir schon fast lieber… Ich möchte niemals so schnell etwas in die Welt hinaus tragen ohne wirklich verstanden zu haben Worum es eigentlich geht.
    Ich möchte nicht so sein, nicht als Mensch und nicht als Wähler oder Aktivistin. Denn dank solcher Aussagen fühle ich mich schon fast so.

    Sie haben viel Energie, die sie hier rein stecken, verwenden Sie diese Energie, doch mal für etwas, was zeigt das man auf Sie bauen kann. Tun Sie was für die Bürger. Der Bürger wird gläserner, soll nur noch wie eine Tanksäule angezapft werden. Menschenrechte, werden in der Welt mit Füßen getreten. Setzten Sie sich doch für den jungen Iraner ein der mit 32 Jahren im Iran inhaftiert wurde, weil er den Glauben wechselte. Setzen Sie sich für Hamza Kashgari ein. ein Journalist der in Saudi Arabien wegen Twitter Nachrichten inhaftiert ist und evtl. die Todesstrafe erwartet.

    Was ist los? Überall brechen Systemkrankheiten aus und Sie haben nichts besseres zu tun als einen Namen anzugreifen, hinter denen jeder Bürger stecken kann. Ja, wirklich jeder.

    Ich wäre dafür das Sie sich mal um wirklich wichtige Themen kümmern.

    Und keine Angst ich lasse mich nicht auf eine Diskussion ein, denn manche leben besser in ihrer eigenen Scheinwelt und verschließen die Augen vor den Sorgen des Volkes!

    • Nur zu Ihrer Information: Ich setze mich seit vielen Jahren ehrenamtlich in unterschiedlichen Bereichen für den Schutz von Menschenrechten und Freiheit ein (z.B. auch bei Amnesty International).
      Im übrigen können die Leser der Kommentare selbst beurteilen, wer hier Probleme damit hat , die Legitimität anderer Meinungen anzuerkennen.

  38. Hamsterjäger said

    Motto von Herrn Eisel ?! :

    2 x 3 macht4 Widdewiddewittund Drei macht Neune !! Ich mach’mir die Welt – Widdewidde wie sie mir gefällt….^^

  39. Feana said

    Die Zahl der Anons beträgt weitaus mehr als 9000. Aber dies beruht nur auf relativ ungenauen Schätzungen.
    Es gibt wirklich keine Organisation. Jeder, auch Leute, die sich nicht zum Kollektiv zählen, können etwas bewegen.
    Hier werden nachvollziehbare Thesen aufgestellt, die jedoch zum größten Teil wenig mit der Wahrheit zu tun haben.

    • Feana said

      „Dein Kommentar muss noch moderiert werden.“
      Sagt schon Einiges aus.
      Kommentare, auf die sie keine Gegenargumente haben, werden ausgeblendet oder gelöscht. (Y)

      • Hier werden keine Kommentare ausgeblendet oder gelöscht!

      • Um ehrlich zu sein, dass die Meldung von mir oder von Freunden erst mit über 10h Verzögerung freigeschaltet wurde, hat mir -zumindest in diesen 10 Stunden- allerdings wirklich ernsthaft zu denken gegeben.
        Ich denke, wenn sie ohnehin alles zulassen, wäre es besser, sie würden die Sachen automatisch freischalten lassen.
        Anders sind wohl Aussagen, die hier Zensur oder Auslese vorwerfen nicht zu entkräften (und das entkräftet zu wissen stellt sie nur in ein bessere Licht).

      • Dieser Blog läuft unter meinem Namen und meiner Verantwortung. Deshalb lese ich, was hier veröffentlicht wird vor der Freischaltung. Unter meiner Verantwortung und meinem Namen lasse ich hier z. B. keine Holocaust-Leugner zu Wort kommen und dulde keinen Aufruf zu Straftaten (Kinderpornographie u.ä.). Wer denkt, ich würde hier inhaltliche Beiträge zensieren, hat wohl den Blog nicht gelesen.

    • Meine Frage war: Woher haben Sie die Zahl 9000 ???

      • Feana said

        „Robin Jakobin sagte
        26. Februar 2012 um 22:17

        Mich wundert, dass Sie zum Thema Hacktivismus explizit und ausschließlich Anonymous nennen. Es gibt sehr viele weitere Gruppierungen, die Sie damit aus ihren Behauptungen ausschließen! Und das, obwohl wir Anons nicht ausschließlich diese Form des Protests nutzen, sondern auch andere Aktionen starten. Ganz im Gegensatz zu Hackergruppen, die nichts anderes als Das tun. Aber ich sehe schon, der Populismus um uns Anons ist zu groß, um davon Abstand zu nehmen, oder?
        Danke für die Presse! Übrigens sind wir eine breite Bewegung – Alleine in Deutschland sind wir über 9000!“

        Ich muss sagen, dass ihre Thesen nicht klar belegbar sind, Herr Eisel.
        Weder Hand, noch Fuß, muss ich sagen.
        Dennoch für jeden, der denkt, sie wüssten, wovon sie reden, nachvollziehbar.
        So kann man ein Feindbild erschaffen.
        Ein Feindbild gegen Anonymous, ein Kollektiv, zu dem sich jeder zählen kann, der möchte.
        Das ergibt unterm Strich wenig Sinn, oder?
        Zu Punkt 7: Wenn hier irgendjemand etwas organisieren würde, ständen hier schon mehr als 50.000 Beiträge…
        „„Wir sind viele, aber Du weißt nicht wer; wir sind überall, doch du weißt nicht wo”“ habe ich vorher noch nie gehört. Klingt aber nett.
        Nun gut, das soll es fürs Erste sein.
        Ich lasse sie mal in ihrem Glauben, irgendetwas über Anons zu wissen.

      • Mir geht es nicht um Feindbilder, sondern um Information.Man kann eine Bewegung wie Anonymous nur nach dem Verhalten derer beurteilen, die sich zu dieser Bewegung bekennen. In meinem Buch „Internet und Demokratie“ habe ich mich übrigens um verschiedene Hackergruppen befasst. Der Beitrag in diesem Blog geht auf eine Anfrage von politik-digital zurück.

      • Feana said

        Anonymous ist keine Hackergruppe.
        Ihre Informationen sind zum allergrößten Teil nicht der Wahrheit entsprechend.

        „Man kann eine Bewegung wie Anonymous nur nach dem Verhalten derer beurteilen, die sich zu dieser Bewegung bekennen.“
        > Anonymous ist auch keine Bewegung.
        Nicht jeder, der bei den Ideen von Leuten bei den Anons mitmacht, hat was mit Anon zu tun.

        Ich verweise nun einfach mal auf den Kommentar von „dieser Name ist in Ihrem Land nicht verfügbar :/“

        „1): Dies kann ich bestätigen, aber diese Ansicht vertreten sehr viele Menschen. Dies lässt sich nicht pauschal auf Anonymous beziehen. Falls Sie sich ein wenig im Internet umhören, werden Sie merken, dass viele Personen dieser Ansicht sind und Deutschland nicht als Demokratie sehen.
        2): Dies kann ich auch bestätigen, aber wie schon beim ersten Punkt, lässt sich das nicht pauschal auf Anonymous beziehen. Viele Menschen trauen sich dank der Anonymität viel mehr im Internet und benutzen Beleidigungen etc.
        3): Wie würden Sie sonst gegen Internetseiten vorgehen? Meiner Meinung nach ist dies eine neue Methode und eine gute Art im Internet zu demonstrieren.
        4): Anonymous ist eine Idee. Keine Ansicht. Wer sich einer Idee nicht anschließen möchte, muss sich dieser Idee nicht anschließen, d.h. das nicht jedes Mitglied von Anonymous “Pro Hacken” sein muss.
        5): Dies ist wohl ein subjektives Empfinden, dass von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.
        6): Sehen Sie bitte Punkt 4.
        7): Komplett ohne Organisation geht wohl gar nichts, sonst wäre das Kollektiv ja nicht über Ideen etc. informiert.“

        Ich hoffe, dass ich Sie wenigstens in ein paar Aspekten mit neuen Ansichtsweisen bereichern konnte.“

        Bei Punkt 1, 2, 4, 5 und 6 muss ich mich anschließen.

        „4) Ein kleinerer Teil der Kommentare aus der Anonymous-Szene signalisiert eine gewisse Distanz zu Hackerangriffen. Insbesondere wird darauf verwiesen, es handele sich dabei bei solchen Aktionen um Aktivitäten einer kleinen Gruppe, die nicht typisch für Anoymous sei. Allerdings findet sich in den Kommentaren praktisch keine klare Ablehnung von Hackerangriffen oder Blockaden unliebsamer Internetangebote.“

        Sie haben auch nicht in ihren Beitrag geschrieben, dass Sie sich keine Kinderpornos angucken.
        Tun sie es jetzt etwa?

      • Bitte lesen Sie meine Antwort auf den Kommentar von „dieser Name ist in Ihrem Land nicht verfügbar :/”

        In den Kommentaren zu meinem Beitrag wird nicht über Kinderpornos diskutiert, sondern über Hackerangriffe durch Anonymous. Deshalb ist schon auffällig, dass in den Kommentaren praktisch keine klare Ablehnung von Hackerangriffen oder Blockaden unliebsamer Internetangebote findet.

        Dafür dass Anonymous „eine Idee“ ist und noch nicht einmal ein lockerer Zusammenschluss, ist es beachtlich, dass sowohl eine deutschsprachige homepage als auch eine einheitliches Auftreten (Slogans, Fawkes-Maske) existieren.

      • Feana said

        Sie verstehen wohl nicht, worauf ich hinaus wollte.
        Sie sagen, dadurch, dass die „Anons“ sich nicht explizit dagegen aussprechen, dass Hackerangriffe durchgeführt werden, sind sie direkt dafür?
        Sie haben sich genau so wenig gegen Kinderpornografie ausgesprochen, also sind sie dafür?
        Auch, wenn das hier nicht Sachgegenstand ist, das Prinzip bleibt erhalten.

        Klingt merkwürdig.
        Sie widersprechen sich in ihren Aussagen selbst.

      • Ich bekenne mich nicht zu einer Bewegung, in deren Namen Kinderpornografie verteidigt oder verbreitet wird. Wer sich zu Anonymous bekennt, zählt sich allerdings zu einer Bewegung, in deren Namen Attacken auf unliebsame Internetangebote durchgeführt werden. Deshalb stellt sich an die Anhänger der Bewegung die Frage, wie sie dazu stehen.

      • Auf Zahlen zum Thema Anonymous kann man eigentlich nur kommen, indem man sich Seiten, auf denen sich Mitglieder zusammenschließen, begutachtet.
        So hat Anonymous auf FB ca. 20.000 denen „das gefällt“.
        Ich denke, wenn man davon ausgeht (was natürlich nur hypotetisch ist), dass immerhin jeder 2. davon die Idee wirklich gutheißt (und der Rest nur darauf geklickt hat, um schnell auf die seite zu kommen und sich darüber zu informieren) kann man guten Gewissens von mehr als 10.000 Anonymous-Anhängern sprechen.
        Decken tut sich das auch mit dem Punkt, dass die meisten Kommentare auf der Anonymous Seite positiv zur Idee stehen und immerhin ca. 15.000 darüber sprechen (laut FB)
        Die Zahl denke ich kann man daher guten Gewissens stehen lassen.
        (Sich auf irgendwelche Anti-Acta demonstrationen zu beziehen halte ich jedoch quatsch .- viele davon sind keine Anons, viele Anons sind nicht auf Anti-Acta demo)

        Zum Punkt, dass Anonymous z.T. durchaus einheitlich auftritt (sie nennen die Sloagans und Fawkes-Maske) ist v.a. hinzuzufügen, dass Anonymous nicht unbedingt eine alte Bewegung ist und aus einer kleinen Gruppe von Menschen entwickelt wurde (siehe auch Wikipedia) und erst mit der Zeit mehr Anhänger bekommen hat
        Ein weiteres Symbol von Anonymous ist übrigens der Körper ohne Gesicht, wodurch man auch erkennen kann, dass das ganze keinesfalls einheitlich ist.
        Dasselbe würde ich auf die Sloagans anwenden. Einige Leute erstellen diese Homepages (ich benutze hier absichtlich den Plural, es gibt viele unterschiedliche Seiten zu Anonymous [alleine auf FB gibt es 3 größere soweit ich weiß] – die wohl auch von unterschiedlichen leuten erstellt wurden) und benutzen Sloagans die ihnen dazu einfallen.
        Andere Anons sehen diese Homepage und erkennen die Idee darin und verwenden sie weiter.
        Hier handelt es sich meiner Meinung nach mehr um die Akzeptanz dessen, was einige ausgearbeitet haben, als um ein gemeinsam organisiertes äußeres Auftreten.
        Würde sich jmd etwas ausdenken, was ein großteil der Anons nicht mit Anonymous in Verbindung bringt, so würde es sich nicht durchsetzen und man würde es durch die geringe Verbreitugn auch von außen nicht mit Anonymous in Verbindung bringen.
        Der Eindruck, dass es ein einheitliches Auftreten gibt ist daher meiner Meinung nach primär auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Leute Symbole suchen, um sich mit der Idee zu identifizieren und daher auf das zurückgreifen, was bereits mit der Idee in Verbindung steht.

        So ist auch der Wiedersprüchliche Punkt mit der Maske zu erklären (auf welche sie in ihrem 1. Blogeintrag eingegangen sind, zu dem es meines Wissens noch keine Stellungnahme gab), die primär meines Wissens als Schutz vor Verfolgung von Scientology benutzt wurde, gegen die man vorgegangen ist, jetzt mit zum Symbol von Anonymous Anhängern geworden ist, die z.T. jetzt auch (z.B. mit den Anti-Acta Demos) gegen die Urheber dieser Maske (Warner Brothers) vorgehen.

      • Zu den Zahlen teile ich Ihre Beurteilung.

        Die Einheitlichkeit des Auftreten zeigt m. E. eher, das Anonymous eine „alte“ Bewegung ist, denn die Fixierung darauf charakterisiert viele politische Bewegungen.

  40. Anon said

    Da sie das System von Anonymous (wie erwartet) nicht verstanden haben, wundert es mich nicht wie oberflächlich sie bereits im 2. Bericht über uns herziehen. Aber gut noch einmal. Anonymous ist eine Bewegung in der es viele lose Schwärme gibt, welche UNABHÄNGIG von einander agieren. Das heißt niemand kann die gesamte Bewegung beschuldigen etwas getan zu haben, die Schwärme agieren ohne vorherige absprache mit dem gesamten kollektiv. Das heißt, von dem Aufruf ihre Seiten zu bombardieren, haben viele wohl erst durch sie mitbekommen. Aber das brauche ich ihnen natürlich nicht zu erklären. Immerhin sind sie ja wie man anhand ihrer erläuterungen sieht Fachmann in diesem gebiet.

  41. Mizuki-chan said

    Um über Demokratie zu diskutieren muss überhaupt erst einmal geklärt werden, was die einzelnen Diskussionsteilnehmer darunter verstehen. Ohne genaue Definition dessen ist es unmöglich auf einer Ebene zu komunizieren.

    • Zu meiner generellen Einstellung zur Demokratie verweise ich gerne mein Buch “Minimalkonsens und freiheitliche Demokratie”, hier das Kondensat:
      Minimalkonsens als Grundlage
      Keine Gemeinschaft – insbesondere keine politische – kann existieren ohne ein gewisses Maß an
      Übereinstimmung zwischen den Menschen, die ihr angehören. Die freiheitliche Demokratie
      erzwingt diesen Konsens nicht, sondern gründet auf der Freiwilligkeit seines Zustandekommens.
      Dies ist möglich, weil die freiheitliche Demokratie als eine politische Ordnung angelegt ist, die das
      Zusammenleben der Menschen entsprechende ihrer Eigenart ermöglichen will.
      Voraussetzung für die richtige Ausgewogenheit zwischen Bürgerfreiheit und Gemeinwohl ist also
      die Klarheit über das, was den Menschen ausmacht. Die unveräußerliche Würde, Gleichwertigkeit,
      Verschiedenartigkeit und Unvollkommenheit sind allen Menschen unwiderruflich eigen. Diese
      Wesenseigenheiten können weder von Dritten bestritten werden, noch kann sie der einzelne aus
      eigenem Antrieb abschütteln.
      Aus diesem Menschenbild ergeben sich die Grundlagen einer dem Menschen gemäßen politischen
      Ordnung: Der Schutz der Menschenrechte und der Freiheit des einzelnen folgt aus der Achtung vor
      der unveräußerlichen menschlichen Würde. Aus der Gleichwertigkeit aller ergibt sich der Anspruch
      aller auf grundsätzlich gleichen Zugang zur politischen Willensbildung, aus der
      Verschiedenartigkeit folgen die Legitimität von Vielfalt und Freiheit. Das Wissen um die jedem
      Menschen eigene Unvollkommenheit schließlich verhindert die Anerkennung selbsternannter
      Herrschaftseliten, garantiert die Offenheit der Willensbildung und begründet die
      Entscheidungsfindung durch Mehrheit.
      Eine gute Gesellschaftsordnung geht also von Unterschiedlichkeit und Gegensätzlichkeit zwischenden Menschen, von Vielfalt und Konflikt in der Gesellschaft aus. Voraussetzung für diese Offenheit
      ist die Einigkeit unter ihren Bürgern über die Grundlagen der Gesellschaft:
      – die Achtung der Menschenwürde und die Anerkennung der Menschenrechte,
      – die Anerkennung demokratischer Spielregeln, insbesondere des Mehrheitsprinzips, und
      – die Anerkennung des staatlichen Gewaltmonopols bzw. die individuelle Bereitschaft zum
      Gewaltverzicht.
      Organisationsprinzipien wie Gewaltenteilung und Parlamentarismus sind notwendig, um diesen
      Minimalkonsens im Staatsleben institutionell zu sichern.
      Die drei Elemente unverzichtbaren Minimalkonsenses können nicht voneinander isoliert gesehen
      werden. Sie bedingen und begrenzen einander. Die Achtung der Menschenwürde und die
      Anerkennung der Menschenrecht hebt als Wertentscheidung den Minimalkonsens über einen reinen
      Spielregelkonsens hinaus.
      Die Wertentscheidung für die Achtung der Menschenwürde macht auch die Anerkennung
      demokratischer Verfahren und insbesondere der Mehrheitsregel für alle akzeptabel, denn durch
      diese Wertentscheidung ist Minderheitenschutz gesichert. So ist es möglich, eine Übereinstimmung
      über die Gültigkeit der Mehrheitsregel zu erreichen, die unabhängig vom Inhalt der
      Mehrheitsbeschlüsse ist, solange niemand befürchten muss, durch solche Mehrheitsbeschlüsse in
      seinen grundlegenden Menschenrechten beeinträchtigt zu werden.
      Die Achtung der Menschenwürde aller und die Anerkennung des Mehrheitsentscheids schränken
      die Freiheit des einzelnen ohne Zweifel ein. Es kann dem Bürger aber nur zugemutet werden,
      freiwillig die ihm gesetzten Grenzen einzuhalten, wenn er die Sicherheit hat, dass alle anderen dies
      ihm gegenüber auch tun. Diese Sicherheit aber kann er nur haben, wenn der Gehorsam aller notfalls
      erzwungen wird. Dass dies gegebenenfalls geschehen kann, garantiert das staatliche
      Gewaltmonopol. Es kann aktiviert werden, wenn die Bereitschaft zum individuellen Gewaltverzicht
      nachlässt und damit die Achtung vor der Würde des Menschen abnimmt.

      • ständig auf irgendwelche ihrer Bücher zu verweisen, erweckt in mir den Gedanken, dass dies hier eine genialinszenierte Werbekampagne darstellt. Man hat mit bei den Wikileaks Büchern seinerzeits gesehen, wieviel Umsatz man mit Provokationen machen kann..

      • Wenn Sie das alles für eine Werbekampagne halten, sollten sie sich nicht durch Blogkommentare daran beteiligen. Es mag Sie trösten, dass ich an keinem meiner Bücher Geld verdiene: Mir geht es um die Verbreitung und Diskussion von Ideen.

      • Mizuki-chan said

        Hört sich alles ganz gut an aber auch eher philosophisch. Wie sieht es mit der von den meisten bemängelten praktischen Umsetzung aus?

      • Was meinen Sie konkret ??

      • Mizuki-chan said

        Das Politische System meine ich. Mal ganz abgesehen von dem unbestreitbar vorhandenen Lobbyismus, wird das Volk von Leuten vertreten, die sie zwar mehr oder weniger (weil oft auch nicht direkt) gewähl haben, die sie aber nichteinmal kennen. Zudem decken die Parteikonzepte niemals alle Gesetzte ab, die beschlossen werden (müssen). In solchen Fällen müsste also eigentlich ein Volksentscheid klären was gewollt ist. Und wenn die Regierung den Anspruch erhebt das Volk zu vertreten, warum ist das politische Geschehen so undurchsichtig? Warum wurde nicht einmal gesagt, dass es ACTA gibt? Ein weltweit greifendes Gesetz hat es erst durch den Protest überhaupt in die Medien geschafft.
        Und sehen Sie sich die Umfragewerte an und bedenken Sie, dass letztes Jahr das Volk so unzufrieden wie noch nie mit der Regierung war. Besonders die FDP, der sogar die Mitglieder davon laufen. Wenn nur noch so wenige hinter der Regierung stehen, warum gibt es dann keine Neuwahlen? Der großteil der Bevölkerung fühlt sich alles andere als adäquat vertreten; von den politikmüden Nichtwählern mal ganz abgesehen..

      • Meinungsumfragen können Wahlen nicht ersetzen. Ob diese Regierung und die sie tragenden Parteien von der Mehrheit der Bürger unterstützt werden, werden die nächsten Wahlen zeigen.
        Politik ist auch nicht per se undurchsichtig, aber in der Tat fliegen einem wichtige Informationen manchmal nicht selbstständig zu. So war ACTA ein Tagesordnungspunkt in vielen öffentlichen Sitzungen des Europaparlaments und auch die Ratifizierung in Deutschland ist keine Geheimsache. Es hat sich nur niemand für das Thema interessiert. Das ist jetzt anders und auch gut so.

  42. dieser Name ist in Ihrem Land nicht verfügbar :/ said

    1): Dies kann ich bestätigen, aber diese Ansicht vertreten sehr viele Menschen. Dies lässt sich nicht pauschal auf Anonymous beziehen. Falls Sie sich ein wenig im Internet umhören, werden Sie merken, dass viele Personen dieser Ansicht sind und Deutschland nicht als Demokratie sehen.
    2): Dies kann ich auch bestätigen, aber wie schon beim ersten Punkt, lässt sich das nicht pauschal auf Anonymous beziehen. Viele Menschen trauen sich dank der Anonymität viel mehr im Internet und benutzen Beleidigungen etc.
    3): Wie würden Sie sonst gegen Internetseiten vorgehen? Meiner Meinung nach ist dies eine neue Methode und eine gute Art im Internet zu demonstrieren.
    4): Anonymous ist eine Idee. Keine Ansicht. Wer sich einer Idee nicht anschließen möchte, muss sich dieser Idee nicht anschließen, d.h. das nicht jedes Mitglied von Anonymous „Pro Hacken“ sein muss.
    5): Dies ist wohl ein subjektives Empfinden, dass von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.
    6): Sehen Sie bitte Punkt 4.
    7): Komplett ohne Organisation geht wohl gar nichts, sonst wäre das Kollektiv ja nicht über Ideen etc. informiert.

    Ich hoffe, dass ich Sie wenigstens in ein paar Aspekten mit neuen Ansichtsweisen bereichern konnte.

    Liebe Grüße,
    *dieser Name ist in Ihrem Land nicht verfügbar :/*

    • Ich habe mich in meinem Beitrag mit Anonymous befasst. Natürlich werden manche der beschriebenen Ansichten auch an anderer Stelle geäußert. Die Behauptung, Deutschland sei keine Demokratie, gehört beispielsweise zum Standardrepertoire von Links- und Rechtsextremisten.

      • Ein anderer Anon said

        Nunja… Ich empfinde, dass man Deutschland auch nicht wirklich als Demokratie bezeichnen kann… Lobbyismus nur mal als ein Beispiel.
        Mir ist auch neu, dass Anonymous Sony gehackt hat.
        Auch empfinde ich selbst, dass man Anonymous nicht so einfach beschreiben kann, wie Sie es in Ihrem ersten Beitrag versucht haben. Wenn drei von uns nebeneinander stehen, um bspw. gegen ACTA zu demonstrieren, dann sind wir uns in dem Punkt einig, dass ACTA, wie es momentan verfasst ist, nicht akzeptabel ist. Dennoch können die Ansichten zu anderen Dingen wie Demokratie komplett abweichen – Anonymous ist kein Verein mit einer schönen Karte, die sich eindeutig auf eine Seite stellt. Manche leaken Nazi-Versandhäuser und andere Kämpfen gegen Drogenkartelle.
        Das einzige was mich an Ihrem Blog beruhigt ist, dass Sie mehr Ahnung haben als andere Politiker zusammen. Ansonsten treten Sie gerade mit diesen „Erfahrungen“, welche erfahrungsgemäß stets subjektiv sind, eine Welle der Empörung unter den Anons los.

      • Dafür dass Anonymous „eine Idee“ ist und noch nicht einmal ein lockerer Zusammenschluss, ist es beachtlich, dass sowohl eine deutschsprachige homepage als auch eine einheitliches Auftreten (Slogans, Fawkes-Maske) existieren. Im übrigen gilt auch in demokratischen Parteien, dass sich die Mitglieder keineswegs in allen Punkten einig sind.

  43. gonnorock said

    Sie „diskutieren“ mit irgendwelchen Leuten und schlussfolgern daraus auf eine bestimmte Gruppe, kennen aber absolut keinen der Beteiligten persönlich.

    Selbsständiges Denken ist bei den Konservativen nicht besonders populär, nicht wahr? Deshalb habt Ihr auch einen geringeren IQ, sagen Psychologen. Wer alles glaubt und nur nachplappert, dem verkümmert das Denkvermögen.
    Was mich ungemein beruhigt: Sie sind ausrangiert, haben in der Politik nichts mehr zu melden und selbst ihr Bonner Kreisverband kann Sie nicht mehr sehen.

    Wenn Sie schon auf inkompetenten Netzpolitiker machen, dann lassen Sie sich wenigstens einen ordentlichen Blog erstellen, dieses Web-1.0-Auftreten ist ja oberpeinlich. Aber passt auch irgendwie zu Ihnen.

  44. wastl said

    Hätten Sie Anon verstanden, würden sie Anon nicht klassifizieren.

    Sie verhalten sich wie ein blinder Kinokritiker.

    • Sie sollten in Betracht ziehen, dass man Dinge auch anders sehen kann als Sie das gerne hätten …

      • wastl said

        Tja, der Unterschied ist, ich ziehe Schlüsse aus belegten Fakten.

        Sie dagegen möchten gerne mal mit Anon diskutiert haben, um sich in dem Thema
        zu profilieren und ziehen dann Schlüsse aus blossen Behauptungen.

        Wer von uns beiden sieht die Dinge nun, wie er sie gerne hätte?

      • Man kann ja Respekt vor den unterschiedlichen Meinungen haben (agree to disagree).
        Warum bitte sollte ich mich „profilieren“ wollen ?????

  45. Robin Jakobin said

    Mich wundert, dass Sie zum Thema Hacktivismus explizit und ausschließlich Anonymous nennen. Es gibt sehr viele weitere Gruppierungen, die Sie damit aus ihren Behauptungen ausschließen! Und das, obwohl wir Anons nicht ausschließlich diese Form des Protests nutzen, sondern auch andere Aktionen starten. Ganz im Gegensatz zu Hackergruppen, die nichts anderes als Das tun. Aber ich sehe schon, der Populismus um uns Anons ist zu groß, um davon Abstand zu nehmen, oder?
    Danke für die Presse! Übrigens sind wir eine breite Bewegung – Alleine in Deutschland sind wir über 9000!

    • Ich wurde von politik-digital gebeten, etwas zu Anonymous zu schreiben. In meinem Buch finden Sie viele weitere Aspekte.
      Woher wissen Sie eigentlich wieviele Leute zu Anonymous gehören. Die Gruppe behauptet doch immer dezentral und unorganisiert zu sein ….

      • Schreib Weise said

        Zum Thema wie viele Leute Anonymous umfasst:
        Wer sich richtig informiert und die Anons wirklich beobachtet und nachschaut, was sie tun, kann allein anhand der Demonstrationen der letzten Tage schon sehen, dass es weitaus mehr als 9000 sind. Nur so als kleiner Tipp, dafür muss man kein Genie sein.

      • Achso, Sie zählen einfach die von Presse genannten Zahl von Demonstranten zusammen ….

      • Schreib Weise said

        *Facepalm*
        Auf die Presse kann man nicht gehen. Wie gesagt, wenn man sich richtig informiert und die Augen ganz aufbekommt, liegt das auf der Hand. Es gibt „zensiert“-Server, auf denen sich die jeweiligen Organisatoren treffen, dort werden die Zahlen zusammen getragen.

    • Anonymous said

      *doppelter facepalm*

      da sieht man ganz schön das sie überhaupt gar nicht versuchen wollen sich auf unsere kultur einzulassen..
      du weißt nicht mal was over9000 bedeutet aber laberst und laberst und laberst …

      es gibt die macher und die schwätzer .. und die schwätzer können nichts als labern.. und labern .. und ..

  46. Sehr geehrter Herr Eisel,

    Nach der Lektüre ihrer beiden Blogs und den zugehörigen Kommentaren muss ich sagen, dass ich ihre Meinung zwar in Teilen nachvollziehen, jedoch nicht unbedingt teilen kann.

    In der Tat ist es so, dass in ihrem Ursprungsblog sehr häufig beschrieben wurde, dass Deutschland keine Demokratie sei.
    Nun haben sie sicherlich Recht, wenn sie sagen, dass wir hier in Deutschland eine Demokratie haben, ich denke, die Leute wollten eher auf die Intransparenz auf die Entstehung von Gesetzesentwürfen bzw. die mangelhaften Einschreitemöglichkeiten außerhalb von Wahlen hinweisen (als aktuelles Beispiel Acta).
    Das die Leute das dann auf ein simples „Wo ist denn hier bitte Demokratie, schaut euch doch mal Acta an“ herunterstufen zeigt dann leider davon ,dass viele Anons wirklich nicht fähig sind, sachlich zu Argumentieren, womit ich Ihnen in Punkt 2 größtenteils leider zustimmen muss.
    (und ich bitte alle Anons, die das lesen: bitte lernt daraus – Argumente werden nicht ernst genommen, wenn sie nicht sachlich formuliert oder mit beleidigungen versehen sind!)

    zu ihren Thesen 3 und 4 möchte ich sagen, dass sie sicherlich eine Frage des Standpunktes sind.
    Für mich sind die Hackerangriffe keine Blockade oder versuchte Selbstjustiz, für mich sind sie vielmehr ein Zeichen, dass man mit dem Verhalten der jeweiligen Seiten nicht einverstanden ist.
    Und unabhängig von der Legalität solcher Angriffe ist eben leider zu sagen, dass die gängigen Medien solchen Angriffen VIEL mehr Beachtung schenken als einer Demo auf der Straße.
    Ob man diese Art der Aufmerksamkeitssuche jetzt annimmt oder ablehnt ist jedem selbst zu entscheiden überlassen, wenn sie das ablehnen ist das ihr gutes Recht.
    Allerdings möchte ich betonen, dass es auch Angriffe gab, die mit Anonymous – obwohl im Namen dieser Idee geschehen – nicht vereinbar sind.
    Zu nennen sind da der Angriff auf Kundendaten bei Sony oder PlayStation.
    Anonymität und damit Recht an den eigenen Daten sind Teil der Idee Anonymous, auch wenn diese Angriffe in den Namen dieser Idee gesetzt wurden, sind sie damit nicht vereinbar.
    In diesem Sinne bitte ich sie besonders, richtigzustellen, dass es nie einen Hackerangriff von Anons auf RTL gab.
    RTL wurde von Anonymous-Anhängern nie angegriffen!
    Es gab ein Video, in dem einige Leute zu so einer Aktion im Namen Anonymous aufgerufen hatten, jedoch wurde diese nie durchgeführt meines Wissens.
    Und sollte sie doch durchgeführt sein, so kann sie mit Anonymous keinesfalls in Verbindung gebracht werden.
    Ein wesentliches Ziel von Anonymous ist, wie sie richtig erkannt haben, Informationsfreiheit und als eine der obersten Leitlinien gilt immer:
    „NEVER! attack the media“.

    zu Punkt 5 möchte ich anmerken, dass es sich hierbei wirklich -wie sie erkannten- auch um eine Drohung handeln kann.
    Als Drohung an die Feinde der Freiheit, dass es immer Menschen geben wird (diejenigen, die sich als Anhänger der Idee Anonymous bekennen – Anons), die bereit sind diese zu verteidigen.
    Daher stimme ich mit ihnen überein, dass diese auch als Drohung zu verstehen ist, sehe in einer derartigen Drohung aber kein Problem.

    Bei These 6 kann ich ihnen durchwegs zustimmen.
    Viele Anons erkennen die negativaspekte der Anonymität nicht.
    Und sie erkennen folgerichtig, dass diese unterbunden werden muss, wenn die Sicherheit der Gesellschaft auf dem Spiel steht.
    Die Frage, die sie sich selbst aber auch stellen müssen ist, welcher Punkt ist dies genau.
    Und ich denke der größte Unterschied zwischen ihren Vorstellungen vom Recht auf Anonymität und der der Idee Anonymous ist, wo genau diese grenze zu ziehen ist.
    Und ist es wirklich nötig, über z.B. Vorratsdatenspeicherung alle Bürger zu überwachen?
    viele Politiker sagen „ja“, das Bundesverfassungsgericht sagt, dass es nichtmal legal ist, alle anons würden klar „nein“ sagen.
    Wo genau diese Grenze ist, ist daher Einstellungssache, und ich denke nicht, dass alle Anons ABSOLUTE anonymität fordern – sie fordern nur mehr als bisher.

    Und in Punkt 7 muss ich ihnen klar zustimmen.
    Natürlich organisieren sich die Anhänger die Idee.
    Sie finden sich auf Demonstrationen zusammen und rufen zu Aktionen (z.B. ihren Blog zu kommentieren).
    Was leider auch von vielen Anony falsch gesagt wird ist, dass es keine HIERACHISCHE organisation gibt.
    Jeder kann im Namen von Anonymous zu einer Aktion aufrufen und aktionen organisieren (z.B. Demos) – aber es gibt keine hierachische Ordnung.

    Als letztes bitte ich sie zu beachten, was sie bereits selbst erkannt haben:
    Um den Eindruck einer breiten Bewegung zu erwecken haben WENIGE Anons VIELE Beiträge geschrieben.
    Ich bitte sie hiermit, daher auch nciht von wenigen Anons auf alle zu schließen.
    Nicht alle, die ihren Blog lesen und sich zu Anonymous bekennen antworten auch darauf.
    Nicht alle, die ihren Blog beantworten und sich zu Anonymous bekennen haben ein gewisses Intelektuelles Niveau.

    Zu guter Letzt würde ich es auch nochmal als eine gute Idee finden, würden sie evl. auch mal Anhängern ihrer Meinung von dem Blog erzählen und sie uz einem Kommentar anregen.
    weitere Meinungen bereichern eine Diskussion immer, und nur Meinungenv on Anons zu hören ist auf Dauer einseitig und führt – wie man leider erkennt – irgendwann zu der These, dass man dem anderen ohnehin alleine durch die Anzahl an Leuten, die die Meinung Teilen überlegen ist. („We are the 99%“)

    Ich freue mich schon auf eine Antwort auf diesen Kommentar.

    mit freundlichen Grüßen
    André Greubel

    • Sehr geehrter Herr Greubel,

      vielen Dank für Ihre differenzierte Stellungnahme, die sich in ihrer Sachlichkeit wohltuend von vielen anderen Kommentaren abhebt.

      Leider habe ich den Eindruck, dass es meistens nicht nur sprachliche Flappsigkeit ist, wenn viele Diskutanten bestreiten, dass wir in Deutschland eine Demokratie haben (in der die Mitwirkungsmöglichkeiten übrigens keineswegs auf Wahlen beschränkt sind). Oft ist hier eine tiefe auch emotionale Abneigung gegen die politische Ordnung des Grundgesetzes zu spüren. Damit wird auch immer wieder gerechtfertigt, dass man zu Aktionen ausserhalb dieser demokratischen Ordnung greift.

      Sie selbst weisen darauf hin, dass solche Aktionen (wie Hackerangriffe oder Blockaden unliebsamer Internetangebote) oft auch deswegen durchgeführt werden, weil man sich damit höhere Aufmerksamkeit verspricht. Eben dieses halte ich nicht für legitim, weil es dem undemokratischen Grundsatz folgt, dass der Zweck die Mittel heiligt.

      Sie schreiben: „Ob man diese Art der Aufmerksamkeitssuche jetzt annimmt oder ablehnt ist jedem selbst zu entscheiden überlassen, wenn sie das ablehnen ist das ihr gutes Recht.“ Genau hier widerspreche ich: Mittel auf Kosten Dritter kann nicht jeder nach eigenem Gutdünken einsetzen. In der Demokratie muss der Respekt vor gemeinsamen Spielregeln gelten.

      Sie distanzieren sich von Hackerangriffen z.B. auf Sony oder Paypal und meinen, das sei nicht mit der Grundphilosophie von Anonymous vereinbar. Leider ist aber vielen Kommentaren zu entnehmen, dass viele Anhänger von Anonymous dies anders sehen und solche Aktionen rechtfertigen. Die (nicht vorhandene) Struktur des anonymen Internet-Kollektivs macht es für den Außenstehende schwer, zu erkennen, welches in der Gruppe und ihrem Umfeld die dominierende Meinung ist. Wenn ich nur die Reaktionen auf meinen Blogeintrag zugrunde lege, ist die Tendenz aber eindeutig und Ihre Haltung in der Minderheit.

      Sie räumen auch ein, dass der Anonymous-Slogan als Drohung zu verstehen ist – und zwar als Drohung an die „Feinde der Freiheit“. Aber die Anonymous-Bewegung nimmt für sich zugleich in Anspruch, diese „Feinde“ selbst zu definieren und nach eigenem Gutdünken gegen sie vorzugehen. Wie schnell dabei aus dem Andersdenkenden ein „Feind der Freiheit“ wird, können Sie an den Reaktionen auf meinen Blog sehen. Im demokratischen Verständnis sind solche Drohungen und Toleranz im Meinungsstreit ein Widerspruch in sich.

      Leider offenbart der Mehrzahl derer, die sich hier in Kommentaren als Anhänger von Anonymous bezeichnen, das für ideologische Haltung so typisch Grundmuster: Ein umfassender Wahrheitsanspruch geht einher mit unverkennbarer Aggression gegenüber denen, die anderer Meinung sind – denn andere Meinungen sind diesem Wahrheitsanspruch zuwider, der neben sich nichts duldet. In meinem Buch „Internet und Demokratie“ habe ich mich ausführlicher mit den Radikalisierungstendenzen fragmentierter Echogesellschaften im Internet befasst. Das Netz kann eben nicht nur den Blick für Neues öffnen, sondern erleichtert auch die Abschottung Gleichgesinnter gegenüber Unerwünschten und erschwert damit die Dialogfähigkeit ebenso wie es Anonymität im Diskurs ermöglicht und damit zur (scheinbar unpersönlichen) Aggression verführt. Bei vielen Anonymous-Anhängern zeigt sich das leider, wobei mir differenzierte Stellungnahmen wie die Ihre auch Hoffnung machen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Stephan Eisel

    • Steffen Pohl said

      danke andre: treffender hätte ich das ganze nicht formulieren können.

      ich möchte bei dem ganze nochmal betonen, dass es sich bei anonymous um eine idee handelt, die man teilen kann oder eben nicht. nichts mehr, keine gruppe, keine organisation.
      dies resultiert aus dem wunsch von gleichgesinnten zusammenzuarbeiten. so jedenfalls die eigentliche und auch gutgemeinte idee.

      das problem ist, dass sich viele einfach dem rausch der gruppendynamik hingeben und dabei aufhören zu denken. wahrscheinlich haben solche menschen sowieso nie weiter als bis zur haustüre gedacht. und mit diesem rausch hat deutschland schon die ein oder andere bittere erfahrung gemacht.

      ich bitte sie jedoch einmal eindringlich, dass sie zwischen der idee und den menschen, die vorgeben diese idee zu repräsentieren differenzieren.
      die anonymous bewegeung definiert keine feinde. die feinde werden von den menschen definiert. wie das indiviuum die ansichten eines anderen anons handhabt bleibt ihm absoult frei. es muss also auf einer basis von gemeinsamen ansichten oder gemeinsamer frustration geschehen. das ist sicher keine rechtfertigung, aber eine erklärum, warum sich diese „bewegung“ so verhält wie sie es tut.

      das ist genauso wie das von ihnen zitierte „im internet werden keine schwerverbrechen begangen“.
      anonymous hackt keine websiten. das tun reale menschen. keine schwammige masse und keine idee.
      und menschen können einem irrglauben verfallen. wenn sie glauben, dass sie eine absolute mehrheit darstellen, dann hopp! auf zur wahl, wenn sie gesetze machen wollen.
      ansonsten sollten sie es sich nicht anmaßen, die „mehrheit“ darzustellen. und 9000 sind nur ein bruchteil einer mehrheit. selbst 100.000 wären keine.

      ich finde es ist an der zeit, dass sich die anons daran erinnern wer sie sind. und sollen sich mal daran erinnern worum es geht. sollem mal wieder nach langem bei youtube „join anonymous“ eingeben und endlich mal die ersten satze verstehen: „you can not join anonymous. noboy can join anonymous“
      ich finde es genauso erbärmlich, wenn ein wahrscheinlich _angeblich_ anon als ach so geistreichem beitrag zu debatte ein zitat aus pippi langstrumpf anführt.
      es beweist, dass ihr intelektuelle pflaumen seid. und dass ihr den vorurteilen gerecht werdet, die ihr so verachtet.

      Steffen Pohl

      • Vielen Dank für Ihren wohltuend sachlichen Kommentar – leider äußert sich die Mehrheit hier deutlich anders. Wie aber soll man eine Bewegung wie Anonymous beurteilen, wenn nicht nach der Mehrheit derer, die sich darauf berufen. Wer mit Leute, die unliebsame Interangebote blockieren, nicht in einen Topf geworfen will, muss sich schon klar distanzieren solang man das gleiche Label „Anonymous“ verwendet.

      • Distanzierungen von den ganzen unsachlichen Schreibern (ums formell zu sagen) werden sie in unseren Beiträgen und in einigen anderen sachlichen mehrfach finden.
        Die große Frage am Ende ist, was mit den Distanzierungen passiert.

        Natürlich haben sie Recht, wenn sie sagen, dass man Anhänger einer Idee nach dem beurteilt, wie die Mehrheit derer, die man wahrnimmt, sich verhalten.
        Doch diejenigen, die am lautesten brüllen sind nunmal nicht immer die, die als Beispiel für die Idee genommen werden sollten.

        Will man sich ernsthaft mit den thesen von Marx beschäftigen ist es zum Beispiel auch eine ganz dumme Idee, sich die Sowjetunion unter Stalin oder China unter Mao Zedong anzusehen.
        Marx sagt nirgendwo, dass andersdenkende in Gulags geschickt werden sollen oder die freie Meinungsäußerung unterdrückt werden soll.
        Genausowenig sagt Anonymous, dass persönliche Daten gehackt werden sollen, Internetseiten mit DDOS angriffen versehen werden oder unsachlich diskutiert werden soll.

        Und genau wie es dann schade ist, wenn man Marx Thesen anhand der Arbeitslager und Überwachung der Stasi beurteilt – auch wenn das die Seite ist, die man deutlich mehr zu Gesicht bekommt –
        ist es schade, Anonymous über die Leute zu identifizieren, die ihren blog kommentieren und das prinzip Anonymous nicht verstanden haben
        Die Ziele, die Anonymous verfolgt, sind an sich nicht schlecht, genauso wenig wie die Thesen von Marx an sich schlecht waren (was nicht heißt, dass man die Meinung teilen muss, bzw. als bester Weg interpretieren muss).
        Schlecht ist, was die Menschen draus machen.

        Und bisher war das, was einige Idioten daraus machen leider das einzigste, was sie zum Thema Anonymous beurteilt haben.

        Interessante Diskussionsgrundlage wäre nun auch, was sie zur Idee Anonymous selber meinen (1).

        Denn ich denke, man kommt auch in seinen eigenen Meinungen deutlich weiter, wenn man sich mit Ideen beschäftigt und nicht mit idioten, die keine diskussion führen können.
        (wobei man wegen letzteren die Frage ist, ob diese Diskussion sachlich bleibt, wenn man sie wie hier frei kommentierbar lässt).

        __
        (1) relativ gute Grundlage zu den Ideen finde ich hier:
        http://wiki.du-bist-anonymous.de/wiki/FAQ

      • Ihr Vergleich mit Karl Marx ist gefährlich, denn natürlich hat er mit seiner Ideologie der Klassengesellschaft den Weg dafür bereitet, Menschen unterschiedliche Freiheitsrechte zuzubilligen. Wer nicht der Arbeiterklasse angehört, hat in seiner „kommunistischen Gesellschaft“ keine Daseinsberechtigung. Lenin, Stalin und andere haben diese theoretischen Überlegungen dann politisch umgesetzt – aber unter Bezug darauf. Ganz ähnlich hat sich Hitler auf Darwin bezogen und seine seine Rassenlehre aus dessen Theorie entwickelt.
        Jetzt lesen Ihren Kommentar nochmal im Bick auf die Frage, was die Idee“ (man sei „besser“ und klüger als andere) von Anonymous mit dem Verhalten derer zu tun hat. die sich darauf berufen.

      • an der Stelle ist aber doch ein Kommentar verschwunden?

      • Ich wüsste nicht wie …

      • Steffen Pohl said

        zunächst einmal verzeihung für die lange verzögerung.

        ja das stimmt, ich gebe ihnen da voll recht. und ich bin auch der meinung, dass selbstjustiz falsch ist. außerdem ist es so, dass die berufung auf eine idee (und damit auf das vermeintlich gute) viele schnell zu so einer form von gewalt berechtigt fühlen lässt.

        die idee anonymous scheint ja schlichtweg die folgende zu sein:
        die durchsetzung von freiheitlicher (basis-)demokratie aus der anonymität.

        daran ist ja zunächst nichts falsch. und ja, wenn man sich anon nennt, dann wird man immer mit den angriffen assoziiert. aber trotzdem verpasst man sich (der eigenen meinung nach) nur das label der obengenannten idee.
        diese angriffe sind nur das „stalingeschwür“. der hat sich ja auch auf marx berufen und im namen des guten… naja wir kennen die geschichte.

        wenn ein _anon_ jetzt aber undemokratisch, oder andernweitig unfreiheitlich handelt, so sollte ihm eigentlich klar sein, dass er damit in dieselbe schiene gerät, wie die lieben lieben stalinanhänger. es besteht ein offensichtlicher widerspruch zwischen dem was die leute hier behaupten und dem was sie tun. das bedeutet aber nicht, dass die idee die sie angeblich vertreten falsch ist.

      • Vielen Dank für Ihre klare Distanzierungen von denen, die hier als Anonymous-Anhänger inakzeptable Beschimpfungen usw. gepostet haben. Insofern kann ich Ihren Darlegungen folgen. Allerdings stellt sich schon die Frage, ob die „Idee“ („die durchsetzung von freiheitlicher (basis-)demokratie aus der anonymität“).
        nicht auf den Prüfstand muss, wenn sie solche Ausfälle ermöglicht oder gar begünstigt. die „Ausfälle“ kommen ist ja nicht von einer Minderheit derer, die sich auf Anonymous berufen, sondern von der Mehrheit. M. E. häbgt dies eng mit dem Grundsatz „aus der Anonymität“ zusammen.

      • Steffen Pohl said

        und sicherlich auch aus einem falschen demokratieverständnis aus dem „wir sind viele“ heraus.
        denn eine tatsächlich demkokratisch berechtigte gewalt scheint mir gerecht. so geben wir ja auch macht an z.b. die polizei.

      • Das demokratisch legitimierte und kontrollierte staatliche Gewaltmonopol (z.B. Polizei) verhindert die Anwendung individueller Gewalt der Starken gegen die Schwachen (Faustrecht)

  47. Jens Best said

    Ach Herr Eisler,

    Sie sind einfach selbst so vorurteilsbeladen und wenig offen für andere Sichtweisen der Realität. Ich überlasse es ab sofort den modernen Politikern in ihrer Partei ihnen irgendetwas vermitteln zu wollen.
    Es ist allerdings schockierend so sehen, welche Betonkopf-Mentalität durch sie in der Adenauer-Stiftung, dem „Think Tank“ der CDU das Sagen hat.

    • Ihr Verständis von „Sachlichkeit richtet sich selbst.

    • Sie sprechen von Diskussionsverweigerung und gehen dabei selbst jeder Diskussion aus dem Weg?
      Was Sie Demokratie nennen, nenne ich Scheindemokratie, aber das habe Ihnen bereits an anderer Stelle ausführlich erklärt.
      Zwischen ein paar Farben wählen zu dürfen, ist keine Demokratie, es wird nur dem Bürger vorgemacht, es wäre eine Demokratie.
      Ich persönlich wünsche mir eine Umsetzung des Artikel 146 GG und wenn das passiert ist und Deutschland ein souveräner Staat ist, der nicht mehr fremdgesteuert wird, die Karten für eine Regierung neu gemischt sind, wenn Bürger Deutschlands frei wählen können, dann, Herr Eisel, dann können wir auch nochmal von Demokratie sprechen!

    • Ein Satz, der immer wieder auftaucht: „Jeder kann im Namen von Anonymous zu einer Aktion aufrufen und Aktionen organisieren – aber es gibt keine hierachische Ordnung.“
      Eine Idee also, zu der sich jeder bekennen kann und sie seinem Tun umhängen darf. Klingt praktisch.
      Wenn es ernst wird und es jemand wagt, Aktionen unter diesem Etikett zu kritisieren, heißt es: „Es ist ja nicht organisiert, keine Hierarchie, niemand ordnet an oder kann verhindern, jeder kann im Namen von A. Aktionen organisieren.“ (außerdem hat der Kritiker ja sowieso A. nicht verstanden…)

      Wie bequem! Jeder darf A. sein, wenn er will und in diesem Namen alles mögliche veranstalten, aber niemand ist für irgendwas verantwortlich!

      Worin unterscheidet sich das von Profi-Politikern, die dafür sorgen, dass ihre Leute die Gemeinheiten im Sinn ihrer Ideen organisieren und sie selber nur darauf achten, dsas sie kein Fitzelchen Verantwortung dafür haben oder es sich nachweisen lässt?
      Das ist einfach mal kindisch. Halt – noch nicht losblöken, kommt noch was.

      Was natürlich auch klar zu lesen ist: Das freundlich gesagt massive Unbehagen an Fehlentwicklungen und wahrgenommenen Defiziten im politischen System.

      Am Machertum in der Politik, das oft mehr Anstrengung in ein marketingmäßiges Überzeugen der Wähler setzt („Durchregieren“) anstatt in Diskutieren und Argumente aufnehmen.

      Der oft zu stromlinienförmigen Orientierung an Wirtschaftsinteressen (wobei die Kritik daran leider genauso oft am eigenen Gartenzaun endet, wenn die eigene Branche/eigene Firma betroffen ist – nicht jede Entscheidung zugunsten „DER“ Wirtschaft nutzt nur den Bossen…).

      Den als zu bescheiden wahrgenommenen Mitwirkungsmöglichkeiten (was ich aber nicht von denen hören will, die nicht wählen gehen – wem die vorhandenen Parteien nicht reichen, wird sowieso nie zufriedenzustellen sein und gefällt sich lieber in der Rolle des Bessserwissers oder Dauermeckerers).

      Mal als mutige Hypothese: Das durchaus auch aggressive Unbehagen ist vergleichbar mit dem „Unbehagen“ an der Gesellschaft, das in der Frühzeit der Grünen aus ihnen sprach. Auch dort gab es erstmal vehemente Kritik an ihnen wegen ihrer lange ungekärten Haltung zu Gewalt (was A. mit der Hack-Debatte erst noch bevorstehen würde – natürlich sind Hacks Gewalt) – und ihren für die Gesellschaft ziemlich hilfreichen Erfolg hatten sie erst nach einer eindeutigen Distanzierung von Gewalt und weiteren Richtungsentscheidungen. Der entscheidende Unterschied zumindest zu A:
      Bei den Grünen agierten Leute, die den Arsch in der Hose und unter dem Rock hatten, auch gegen massive Anfeindungen für ihre Überzeugungen mit ihrem Gesicht einzustehen und sich nicht anonym oder hinter Masken versteckten. Get real: Wir sind hier nicht im Dritten Reich, wo man todbringende Gestapo-Schergen zu fürchten hat. Dass dieser Arsch in der Hose fehlt, macht das Konzept A. so modern – fühlt sich gut an, bohrt aber keine dicken Bretter und hackt nur ein bisschen destruktiv auf der ach so bösen Welt herum.

      Heckenschützen schadenfreuen sich im stillen Kämmerlein, werden auf Dauer aber nie breiten Respekt und Anerkennung ernten.
      Schade, dass auf diese Weise so viel berechtigte Kritik so einfach zu diskreditieren ist.
      So Feuer frei:

      P.S.: Mein absoluter Liebling ist das Argument, das da zugespitzt heißt: WIR sind die Guten und entscheiden deshalb, was erlaubt und verboten ist. Einfach nur anmaßend, nach jeder Demokratiedefinition undemokratisch und kindisch = „Und wilst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein.“)

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