INTERNET und DEMOKRATIE

Blog zum Buch von Stephan Eisel (weitere Informationen: www.stephaneisel.de)

Verunglimpfung aus der Anonymität als Internetphänomen

Posted by Stephan Eisel - 30. März 2012

Als Reaktion auf meine Kritik am Internet-Kollektiv „Anonymous“ haben Anonymous-Anhänger die Zugangsdaten zu meiner Homepage gestohlen und damit dort unliebsame Texte gelöscht und manipuliert. Inzwischen ist die Homepage wieder hergestellt. Ich bedanke mich für die zahlreichen Unterstützungsmails, die mich erreicht haben. Ich werde mich durch solche Aktionen willkürlicher Selbstjustiz im Internet natürlich nicht abhalten lassen, mich auch künftig zu dem Thema zu äußern. Im Deutschlandfunk wurde jetzt dazu der interessanter Beitrag „Surfen auf der Empörungswelle“ gesendet.

Auf der Homepage des Deutschlandfunks können Sie den Beitrag auch hören.

Surfen auf der Empörungswelle

Die Macht der anonymen Internetnutzer
Von Jeanette Seiffert

Meinungen lassen sich rasant schnell über das Internet und soziale Medien verbreiten. Die negative Seite ist die Aufschaukelung von Themen, oft losgelöst von Fakten und sachlichen Argumenten. Die Anonymität ermöglicht es, Personen abfällig zu beschimpfen und damit zu verunglimpfen.

Eigentlich ist Stephan Eisel alles andere als ein Promi. Bis 2009 saß er zwei Jahre lang für die CDU im Bundestag, seither arbeitet der 56-Jährige als Projektleiter für die Konrad-Adenauer-Stiftung. Doch vor einigen Wochen wurde der CDU-Politiker ganz unbeabsichtigt zu einer kleinen Internetberühmtheit – und zur Zielscheibe einer regelrechten Kampagne.

Anlass war ein Artikel in seinem Internetblog über die Methoden von „Anonymous“: Unter diesem Namen finden sich Netzaktivisten zusammen, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, die Freiheit im Internet zu verteidigen. Die nur lose verbundene Gruppe tritt regelmäßig mit politischen Aktionen in Erscheinung und legt zum Beispiel Webseiten von Institutionen und Konzernen lahm. „Anonymous“ übe mit den Blockaden ein „digitales Faustrecht“ aus und handle undemokratisch, schrieb Stephan Eisel – und wurde damit plötzlich selbst zum Feind der Internetaktivisten. Auf „Facebook“ kursierte ein manipuliertes Foto, das ihn mit Seitenscheitel und Hitlerbärtchen zeigt.

Wenig später entdeckte der Politiker und Wissenschaftler auf der Internetplattform „Youtube“ mehrere Videos, die sich direkt an ihn richten – versehen mit dem bei „Anonymous“ üblichen Musikvorspann:

Hallo Herr Dr. Eisel, wir sind Anonymous. Sie haben in letzter Zeit sehr intensiv über Anonymous und unsere Aktionen geschrieben. Wir finden das sehr schön, dass sich ein Politiker von der CDU für uns interessiert. Allerdings haben wir feststellen müssen, dass Sie sehr einseitig sowie feindselig über uns berichten. Viele von uns sind über die Art Ihrer Berichterstattung erzürnt und machen ihrem Ärger Luft …

Und das taten sie gründlich – Stephan Eisel ist ein engagierter Internetnutzer. Er hat eine Homepage und einen eigenen Blog – twittert und postet regelmäßig im sozialen Netzwerk Facebook. Seine Artikel und Posts wurden mit Hunderten Kommentaren überhäuft – darunter viele Drohungen und Beleidigungen.

„Nach dem Motto: Wir finden dich schon, wir legen deine Internetseite lahm, es wurde auch auf einer dieser Anonymous-Seite meine Privatadresse veröffentlicht mit dem Hinweis: „Du entgehst uns nicht.“ Wie ernst das dann tatsächlich gemeint ist, ist dann wieder eine andere Frage, aber auch dieser von Anonymous-Anhängern immer wieder verwendete Slogan „Wir sind viele, aber du kennst uns nicht. Wir sind überall, aber du weißt nicht wo,“ baut ja indirekt so eine Drohkulisse auf: Stell dich mal nicht gegen uns, wir kriegen dich überall.“

Ausschnitt Youtube-Video

Wir sind Anonymous, wir sind viele. Wir vergeben nicht. Wir vergessen nicht. Erwartet uns nicht, denn wir sind schon da!

Stephan Eisel ließ die Diskussionen laufen und löschte nur einige wenige Kommentare, die unter der Gürtellinie waren:

„Dann war sicher ein Teil dabei von Leuten, die generell Formen des halbwegs respektvollen Umgangs untereinander nicht so gewöhnt sind. Das ist ja ein Phänomen im Internet: Man spricht ja außerhalb des Internets vom Stammtischniveau. Aber da gibt, sobald es unter ein bestimmtes Niveau fällt, in der Regel einen, der sagt: Mein lieber Friedrich, jetzt lass‘ mal gut sein. Das gibt’s eben im Internet nicht, diese soziale Erfahrung untereinander.“

Längst hat in bestimmten sozialen Gruppen das Internet den traditionellen „Stammtisch“ abgelöst: im Positiven wie auch im Negativen. Je mehr Möglichkeiten das Netz bietet, nicht nur Nachrichten zu konsumieren, sondern sich selbst einzubringen mit eigenen Themen, Ideen und Meinungen, desto mehr verlagern sich politische und gesellschaftliche Debatten dorthin. Das, was als Web 2.0 bezeichnet wird, ermöglicht im besten Fall vielfältige und herrschaftsfreie Diskurse – was sich unter anderem in der wachsenden Zahl hochwertiger politischer Blogs dokumentiert. Gleichzeitig tritt aber auch die Kehrseite dieser Entwicklung zutage:

Der übereifrige Stammtischbruder, der mit seinen Polemiken mal übers Ziel hinaus schießt, wird zum sogenannten „Troll“, der, oft unter dem Schutz der Anonymität, Blogs und Artikel mit seinen oft rüden Kommentaren überhäuft und damit einen Teil der Debattenkultur im Netz prägt. Besonders wer über Grenzen der Freiheit im Internet schreibt, muss mit heftigen Reaktionen rechnen. Auch Stephan Eisels Parteifreund Ansgar Heveling, bis dahin ein unbekannter Hinterbänkler im Bundestag, wurde regelrecht mit Hohn und Spott übergossen, nachdem er im „Handelsblatt“ den Niedergang des Mitmach-Netzes prophezeite und Netz-Aktivisten den Kampf ansagte. Im Minutentakt erschienen daraufhin bei Twitter Kommentare wie diese:

Ansgar Heveling warnt: Wer den Seeweg nach Indien sucht, fällt nur über den Rand der Welt.

Ansgar Heveling fährt nie mit der Bahn. Denn Geschwindigkeiten über 30 km/h machen einen Menschen schwachsinnig.

Jenes „Web 2.0“, dessen Ende Heveling prophezeit, zeichnet sich nicht nur durch eine gigantische Informationsdichte und die rasend schnelle Verbreitung von Meinungen aus, auch die Kommunikation wird direkter – und der Umgangston häufig rauer. Das, was Stephan Eisel und Ansgar Heveling erlebt haben, hat sich zu einem verbreiteten Netzphänomen entwickelt, das man als „Shitstorm“ bezeichnet. Der Begriff kommt aus den USA und wurde kürzlich zum „Anglizismus des Jahres gewählt“ – im Deutschen lässt er sich am besten mit „Empörungswelle“ beschreiben: Die öffentliche Aufschaukelung eines Themas, das, oft völlig losgelöst von der Welt außerhalb des Internets, Debatten dominiert, oft aber auch losgelöst von Fakten und sachlichen Argumenten. Kennzeichen solcher Schmähkampagnen sind nicht nur die völlig unkalkulierbare Verselbstständigung eines Themas, sondern auch eine starke Emotionalisierung, erklärt die Bonner Kommunikationswissenschaftlerin Jessica Einspänner:

„Da ist dann auch das Internet der geeignete Raum, in Anführungszeichen, für so eine unsachliche Ebene. Denn es fallen ganz leicht Anonymitätsgrenzen, also man kann anonym an einem solchen Shitstorm teilnehmen, posten und Kommentare abgeben. Man muss nicht den eigenen Namen bekannt geben, sich nicht zeigen, man muss nicht sagen, ob man männlich oder weiblich ist, zu welcher sozialen Gruppe man beispielsweise gehört, das heißt, das ist eine Abwesenheit von „Social cues“, wie man das im Fachjargon nennt. Und deswegen entsteht auch die Möglichkeit, leichter unsachlich zu argumentieren. Und wenn dann einer eine Vorreiterrolle übernimmt und vielleicht mit so einem negativen Output beginnt, dann ist es auch leichter für andere, darauf zu reagieren – leider oft auch entsprechend unsachlich.“

Eine entscheidende Rolle bei diesen digitalen Erregungswellen spielen häufig Zitate, die verkürzt, aus dem Zusammenhang gerissen oder auch frei erfunden, von Nutzern ungeprüft übernommen werden. Beispiel Bundespräsidentenwahl: Als Joachim Gauck vor zwei Jahren noch als Außenseiterkandidat der Opposition gegen Christian Wulff ins Rennen ging, wurde er im Internet als wahrer Heilsbringer gefeiert. In diesem Jahr dagegen tauchten vor seiner Wahl plötzlich Zitate im Netz auf, in denen Gauck angeblich Sarrazin lobt, Occupy-Proteste kritisiert und die Vorratsdatenspeicherung befürwortet – innerhalb weniger Stunden wurde Gauck vom Netzliebling zum scheinbar unwählbaren Kandidaten. Passend dazu machte in den sozialen Netzwerken ein Foto die Runde, das Gauck mit Sektglas in der Hand zwischen Carsten Maschmeyer und dessen Lebensgefährtin Veronica Ferres zeigt, versehen mit Kommentaren wie:

Noch nicht mal gewählt, schon sieht sich Gauck mit Rücktrittsforderungen konfrontiert!

Breite Zustimmung im Netz, das zeigt nicht nur der Fall Gauck, kann ganz plötzlich in Ablehnung umschlagen. Wenn es früher hieß: Wer mit der „Bild“-Zeitung im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit ihr nach unten, so gilt das in besonderem Maße für das Netz – nur dass dort der Aufzug deutlich schneller fährt. Dass sich im Internet oftmals auch halbwahre oder falsche Informationen ungehindert verbreiten, hängt mit einem weiteren Phänomen zusammen: Das Netz bietet zwar einerseits die Möglichkeit, sich fast unbegrenzt Informationen zu beschaffen. Gerade aufgrund dieser ungeheuren Vielfalt an Stimmen und Meinungen ist aber andererseits die Versuchung groß, sich vorzugsweise auf bestimmten Seiten, Blogs oder innerhalb immer gleicher Gruppen im Netz zu bewegen. Informationen werden nur noch durch die Brille der eigenen Netzwerke betrachtet und dadurch de facto gefiltert. Für Stephan Eisel eine der zentralen Erklärungen für jene „Erregungswellen“, von denen auch er erfasst worden ist.

„Ich nenne das die „fragmentierten Echogesellschaften“. Das sind Leute in Gruppen, die nur sich selber bestätigen. Es gibt kaum Reflexion. Und das schaukelt sich natürlich gegenseitig hoch, radikalisiert sich, und dann liest man natürlich wechselseitig die Beiträge von Gleichgesinnten und denkt, man müsse da noch einen draufsetzen.“

Debatten im Netz werden aber nicht nur durch reine Texte oder auch Fotos transportiert, sondern auch mit Hilfe von selbst produzierten oder zusammengeschnittenen Videos, die Sachverhalte in oft suggestiver oder extrem verkürzter Form transportieren. Im aktuellen Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Konservativen in den USA zum Beispiel kursierten im Netz Videos, in denen die Schwächen und Patzer der Tea-Party-Kandidatin Michelle Bachmann aufs Korn genommen wurden – etwa, als sie sich in ihrer Argumentation zum Ende der Sklaverei verhedderte.

Die Negativ-Kampagne im Netz läutete das Ende ihrer Kandidatur ein. Nachdem sie kurz darauf bei den Vorwahlen in ihrer Heimat Iowa scheiterte, gab Michelle Bachmann auf. Wie sehr im Netz Eigenheiten und persönliche Schwächen bloßgestellt werden und Personen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, weiß auch Julia Schramm: Die 26jährige ist Mitglied der Piratenpartei, vor Kurzem hat sie ihre Kandidatur für den Bundesvorstand bekannt gegeben.

Seitdem ist sie eine gefragte Gesprächspartnerin, selbst wenn sie in ihrer Heimatstadt Bonn im Café sitzt, steht das Telefon kaum still. Ihr wichtigstes Mittel der politischen Kommunikation aber ist das Internet, die Geschwindigkeit des Kurznachrichtendienstes „Twitter“ bestimmt ihr politisches Leben. Je bekannter die Piratin wird, desto häufiger wird sie zum Gegenstand einer Debattenkultur im Netz, die vor allem von kurzzeitigen emotionalen Impulsen bestimmt wird – und hat ihre Konsequenzen gezogen.

„Artikel, die ich schreibe, ignoriere ich im Netz komplett. Also ich weiß, dass der Artikel erscheint, aber die Kommentare unter den Artikeln lese ich nicht. Aus Prinzip nicht. Weil es in 80 Prozent der Fälle beleidigend ist. Es ist aggressiv, es ist herablassend. Und es ist eine Projektion auf mich. Sie reden über etwas, was sie glauben, was ich bin.“

Es sind vor allem Männer, die sich im Netz abfällig über Julia Schramm äußern – oft genug auch Angehörige ihrer eigenen Partei. Sie bezeichnet sich selbst als Feministin, hat den „Kegelclub“ mit gegründet, das „Genderpolitische Forum“ der Piratenpartei. Der offene Sexismus, der ihr im Netz begegne, gehe weit über das hinaus, was man im realen Leben finde, meint Schramm. Zwar würden mittlerweile fast zwei Drittel aller Blogs von Frauen verfasst – dennoch sei männliches Redeverhalten im Internet nach wie vor dominant:

„Das Netz ist tendenziell männlich, weil es männlich geprägt ist, weil Männer es aufgebaut haben, weil bis vor ein paar Jahren sehr wenige Frauen im Internet unterwegs waren. Und das bricht sich jetzt Bahn. Im ersten Moment hat es mich schon überrascht, weil man in der Realität natürlich anderes kennt, weil wir eben diesen Konsens haben, dass man eben nicht sagt: Das passiert, wenn Frauen wählen dürfen. Was mir schon gesagt wurde. Oder: Die soll putzen und nicht quatschen.“

Die Währung des Internets ist Aufmerksamkeit, und die bekommt vor allem, wer eher männlich agiert: aggressiv, meinungsstark, respektlos. Dadurch übertragen sich nicht nur Rollenverhalten und -klischees, sondern auch bestehende Machtstrukturen aus der realen auf die virtuelle Welt. Auf der anderen Seite kehren sich durch die gewaltige Demokratisierung der Kommunikationsstrukturen im Internet bestimmte Machtverhältnisse aber auch um: An sich mächtige Politiker oder Institutionen werden vom „Normalbürger“ angreifbar, müssen sich im Zweifel für ihr Tun und Handeln rechtfertigen. Darauf müssen sich auch Unternehmen einstellen: Das Internet bietet ihnen fast unbegrenzte Möglichkeiten, Werbung zu platzieren und individuell zuzuschneiden. Aber längst ist der Internetnutzer kein williger Konsument mehr, sondern er kann und will seine Meinung über ein Produkt oder ein Unternehmen kundtun. Während sich die Wirtschaft lange Zeit vor allem mit der Verbreitung von Produkten und Werbung beschäftigt hat, stehen nun andere Themen im Mittelpunkt: Wie trete ich als Marke bei Facebook auf? Wie kommuniziere ich mit meinen Kunden, wie gehe ich mit Kritik um? Jürgen Walleneit hat sich als PR-Berater auf diesen Bereich spezialisiert und lehrt an der „Westdeutschen Akademie für Kommunikation“. Er kann dieser Entwicklung durchaus positive Seiten abgewinnen:

„Gott sei Dank ist das heutzutage so. Früher wurde Werbung abgeliefert, und der Konsument wurde nach dem „Friss-oder-Stirb“-Prinzip einfach bespaßt. Und das lassen sich die Konsumenten heutzutage nicht mehr gefallen. Die wollen Ehrlichkeit, die wollen Markenversprechen, die auch eingelöst werden Und sie wollen Produkte kaufen, die ihnen sehr viele Mehrwerte bieten, und sie wollen diese auch beurteilen. Und da entsteht eine sehr ehrliche Kommunikation zwischen Konsument und Hersteller der Marke. Da hat sich einiges geändert.“

Das bedeutet aber auch, dass sich Unternehmen der oft unbarmherzigen Netzkritik stellen müssen. Die Kunden erwarten, dass sie sich schnell, transparent und offen ihren Anliegen widmen – und das rund um die Uhr. Wer diesen Ansprüchen nicht genügt, kann leicht einen sogenannten „Social-Media-GAU“ provozieren. Die Folge ist nicht nur ein erheblicher Reputationsschaden für die Marke. Oft brechen zusätzlich auch die Umsätze ein. Das musste die Firma Nestlé schmerzlich erfahren, als bekannt wurde, dass sie für die Herstellung von Schokoriegeln Palmöl verwendet. Umweltaktivisten verbreiteten daraufhin Videos, die sehr plakativ und äußerst emotional darstellten, wie durch den Palmölanbau der Lebensraum von Orang-Utans zerstört wird. Es folgten millionenfache Kommentare in den sozialen Netzwerken – ein digitaler Wutausbruch, der aus Sicht von Jürgen Walleneit aber durchaus vermeidbar gewesen wäre:

„Im Nachhinein, wenn man die ganze negative PR-Kampagne analysiert, kochte das Thema immer wieder dann hoch, wenn die Pressestellen von Nestlé sich falsch verhalten haben. Also sie haben zum Teil zensiert, sie haben unverschämte Rückantworten gegeben, sie haben nicht transparent über das Palmöl aufgeklärt. Und letztendlich ist es dann doch aus dem Produkt verschwunden. Man hätte von vorneherein sagen können: Sorry, wir haben einen Fehler gemacht, wir werden künftig kein Palmöl mehr verwenden, und dann wäre die Sache aus der Welt gewesen, und man hätten von vorneherein ein besseres Produkt gehabt.“

Die neuen Möglichkeiten im Netz bedeuteten eben auch, dass Unternehmen und Verbände die Haltung zu ihren Kunden grundlegend ändern müssten:

„Die muss sich um 180 Grad drehen. Das Unternehmen muss offener werden, das Unternehmen muss transparent werden. Das Unternehmen muss natürlich nach wie vor noch zu seinen Produkten stehen, aber ohne die negativen Aspekte hinterm Berg zu halten. Also da geht es ganz viel um die Sachen, die als Nachhaltigkeitsbewegung bekannt sind. Oder die Verbraucher, die eine gigantische Macht entwickelt haben. Das hat im Endeffekt nur mit Authentizität zu tun, wie man mit Konsumenten zu sprechen hat.“

Sein Rat Nummer eins: Ruhe bewahren. Und vor allem: Ehrlich bleiben, Reue zeigen, Buße tun. So geschehen beim FC Bayern, der auf seiner Facebook-Fanseite ein „Social-Media-Desaster“ erster Güte erlebte: Vor einigen Wochen gab der Verein dort bekannt, man wolle in einer Online-Pressekonferenz den Vertrag mit einem neuen Spieler bekannt geben. Es stellte sich dann aber heraus, dass es sich um einen Scherz handelte. Die Fans konnten sich eine Smartphone-Anwendung herunterladen – und bekamen dann ein Bild von sich selbst präsentiert. Was als nette Social-Media-Idee gedacht war, führte zu einem Sturm der Entrüstung: Die Facebook-Seite des FC Bayern wurde mit Tausenden meist negativen Kommentaren überschüttet.

Zeigt lieber wieder Leistung. So eine Verarsche brauchen wir nach dem Gladbachspiel nicht!

Das ist ja wohl die lächerlichste und peinlichste Aktion, die ich in meinen 35 Fanjahren jemals erlebt habe, hat ein seriöser Verein wie der FC Bayern solch eine Außendarstellung wirklich nötig?

Der Verein entschuldigte sich umgehend und glaubwürdig bei seinen Fans. Wenige Stunden später hatte sich der Facebook-Sturm wieder gelegt. Ein Einfühlungsvermögen, das die Piratin Julia Schramm auch in der Politik für geboten hält: Auch wenn sie sich immer wieder den Schmähungen aus dem Netz stellen muss, an ein Ende der „bürgerlichen Debattenkultur“ glaubt sie nicht.

„Ich empfinde das als Pubertät. Das heißt, wir sind jetzt an einem Punkt, an dem wir uns alle erst mal ausschreien müssen, und das passiert im Moment im Internet. Alle schreien ihre Emotionen und alles, was sie seit Jahren in sich hineingefressen haben, in diesen Raum, in diesen Cyberspace hinein. Und erwarten Resonanz.“

Sie ist überzeugt, dass produktive Diskurse auch und gerade unter den beschleunigten Kommunikationsbedingungen im Netz möglich sind – wenn sich gleichzeitig auch die Politikformen ändern:

„Das ist in den nächsten 20 Jahren eine große Aufgabe auch der Politik. Wir müssen Strukturen schaffen, wo wir jedem Menschen die Möglichkeit geben, seine Meinung zu äußern, diese Meinung zu reflektieren und diese Meinung auch wiederzufinden in der Politik.“

 


70 Antworten to “Verunglimpfung aus der Anonymität als Internetphänomen”

  1. kingkenny7 said

    Ein paar Punkte, die mir spontan zu diesem Text einfallen:

    –          Der Hohn und Spott, welcher auf Ansgar Heveling niederprasselte, den hatte dieser sich auch redlich verdient. Ich erinnere nur an seinen Unsinn wie „Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!“ und sein Gequatsche von digitalem Blut. Wenn man ernsthaft einen Diskurs starten will, kann man das auch wesentlich weniger plump und lächerlich machen.

    –          Hat Gauck neben anderen diskussionswürdigen Aussagen etwa nicht die „Occupy Bewegung“ kritisiert? Was hatte sein „unsäglich albern“ denn sonst zu bedeuten?
    http://www.sueddeutsche.de/politik/umstrittene-aeusserungen-ueber-occupy-und-sarrazin-was-gauck-wirklich-gesagt-hat-1.1288683     

    –          An dieser Stelle würde ich gerne etwas über Michelle Bachmann schreiben, aber danach würde man mir eine extrem heftige Verunglimpfung aus der Anonymität vorwerfen. (Übrigens etwas, was ich ihr auch gerne ins Gesicht sagen würde…)

    –          Ganz allgemein begreife ich das große Problem nicht, mal abgesehen von der Anonymous Geschichte. Ja, das Internet hat negative Begleiterscheinungen, so wie mehr oder weniger jede andere Erfindung auch. So what? Ja, auch mich nervt manchmal die Diskussionskultur im Internet, aus verschiedenen Gründen. Dann ziehe ich mich halt zurück und gehe dort hin, wo sinnvolle Diskussionen möglich sind.

    • Sie müssen ja Heveling, Gauck oder Bachmann (wiewohl ganz unterschiedlich hier hintereinander aufgezählt) ja nicht zustimmen. Hier geht es um die Frage, ob es wie von vielen Anonymous-Anhängern vertreten, das Recht gibt solche dem Einzelnen unliebsame Meinungen im Netz zu unterdrücken. Solcher willkürlichen Selbstjustiz gilt es entgegenzutreten. darum geht es u. a. in meinem Buch „Internet und Demokratie“.

      Zurecht weisen Sie darauf hin, dass man sich im Internet ja nicht an Diskussionsforen beteiligen muss, in denen sich in wechselseitigen Beschimpfungen ergangen wird. Im vorliegenden Fall geht es aber um etwas anderes: Ich sollte auf meiner eigenen Homepage mundtot gemacht werden. Durch den Diebstahl von Zugangsdaten wurden dort Texte gelöscht und unter Missbrauch meines Namens gelöscht und mir gleichzeitig der Zugang zur eigenen Homepage verwehrt. Für dieses undemokratische und kriminelle Verhalten gibt es keine Rechtfertigung.

  2. H. Rittker said

    Ich stimme auch zu!

  3. AgentMorpheus said

    Das Entstellen und Unkenntlichmachen von FASCHISTISCHEN PROPAGANDA-Plakaten der DÖNERHASSER-NPD-Fraktion als GESELLSCHAFTS- und VERFASSUNGSFEINDLICHEN kriminellen Akt zu bezeichnen und sich selbst als höchstanzunehmenden MORALWÄCHTER einer entfesselten PROFIT-VAMPIR-MATRIX-SKLAVEN-Gesellschaft mit ihren faschistoiden DÖNERHASSER-VerfaSSungSSchutz-GESTAPO-Agenten anzusehen, zeugt von einer präkambrischen NEANDERTAL-Jurassic Park-Polit-Primaten-Gesinnung einer ewiggestrigen KANZLERMACHTWORT-FÜHRER-Gläubigen Kaste von KANZLER-KAISER&KOMMERZ-Bücklingen, die Veränderungen einfordern, indem Alles erstmal beim Alten bleiben soll, damit sie die nächsten 2000 Jahre genauso weitermachen können wie bisher. Indem sie für ihre SHOPPING-Sucht und KONSUM-GEIZ-ist-GEIL-Fanatismus den Planeten und Milliarden Menschen in den NUKLEAR-KRIEGSTERROR und sichereren Hungertod schicken.
    Für ihre geliebte GEZ-GOEBBELS-Glotze, für ihre geliebten BILLIGALKOHOL-Feierabendbierchen, für ihre geliebten PHARMA-MAFIA-PILLEN und für ihr geliebtes DIOXIN-GAMMELFLEISCH-TIERKADAVER-FRANKENSTEIN-FRAß.
    Die DUNKLEN und DUMMPFEN!
    Ihr sprecht nicht für DAS VOLK99%! Ihr sprecht nur für eine ultrakonservative ZIONAZI-ELITE der NUKLEAR-KRIEGSTREIBER und GAZA-HOLOCAUST!
    Gesegnet sei eure PHÖNIX-Krise und Friede eurer Asche.

    Und in den letzten Monaten zeigte auch das vielgestaltige Anonymous-Kollektiv, dass es aller ambivalenten Bewertungen zum Spott einen Widerstand gegen die Feinde der offenen Gesellschaft zu richten bereit war. Nicht nur die Plattformen gewöhnlicher rechtsextremer und derart reaktionärer Gruppen waren Ziel düpierender und bloßstellender Aktionen, auch die Webseiten des Vatikans selbst erlagen vorübergehend den digitalisierten Kräften des Protests, die solche Angriffe nüchtern betrachtet letztlich sind. In einer Welt, in der das Herunterreißen von NPD-Plakaten zu oft noch als revolutionäre oder auch illegale Tat behandelt wird, kann ich den Abriss von Webseiten zur Verbreitung von Lügen und menschenverachtenden, gefährlichen Ideen nicht nur als revolutionäre Tat, sondern auch als legitim bezeichnen. Weil heute die Internetseiten des Vatikans noch immer online sind, war es letztlich nicht mehr als ein Symbol – aber besser als nichts.
    http://hpd.de/node/13123

    • Es hat überhaupt nichts mit offener Gesellschaft zu tun, wenn sich jemand anmasst in einem Akt willkürlicher Selbstjustiz unliebsame Meinungen zu unterdrücken. Auch gegenüber Rechts- oder Linksextremisten gilt nicht der zutiefst undemokratische Grundsatz: Der Zweck heiligt die Mittel.
      Für die Abwehr verfassungsfeindlicher Bestrebungen sind in einer Demokratie die durch Mehrheitsentscheid legitimierten Organe wie Parlamente zuständig – bei uns sogar mit der zusätzlichen Hürde des Bundesverfassungsgericht zum Schutz der Grundwerte des Grundgesetzes.
      Wie willkürlich es ist, wenn solche Dinge jedem nach eigenem Gutdünken übertragen würden zeigt sich schon daran, dass sie den Vatikan mit der NPD gleichsetzen.

      • Irgendwer said

        Sie reduzieren alles was Internetaktivisten tuen immer auf Selbstjustiz. Die Leute machen ihrem Ärger nun mal Luft, weil viele, und vor allem immer mehr, begreifen, dass wir mit unserem System sehr hart gegen die Wand fahren werden. Das kann noch 10 oder 100 Jahre dauern, aber auf kurz oder lang wird es einen oder mehrere Finanz und Wirtschaftscrashes geben die den Euro sowie den Dollar und jede andere in der Welt verbreitete Währung kippen lassen. In Griechenland müssen die Leute schon mithilfe der Staatsgewalt ruhig gehalten werden. Hier in Deutschland ist die Schmerzgrenze noch nicht hoch genug. In Griechenland scheppert es schon. Um mal Roland Düringer zu zitieren.

        Das bedeutet nichts anderes, als das verärgerte Bürger ihrer Wut Luft machen werden. Natürlich ist das ein Akt der Selbstjustiz und demokratisch und rechtlich nicht legitim. Aber ein Bürger der ausrastet fragt danach NICHT. Glauben sie die Bürger Paris fackeln straßenweise Autos ab weil das vorher ein Gericht legitimiert hat? Glauben sie irgendeine der Revolutionen im arabischen Raum in den letzten 2 Jahren war durch eine staatliche Instanz legitimiert? Um etwas zu ändern ist es in vielen Fällen notwendig Grenzen zu überschreiten.

        Jeder der im Namen irgendwelcher Prinzipien, und seien es die ideale der Anonymous Bewegung, hacked, WEIß das er sich in dem Moment Strafbar macht. Jeder der aus Wut ein Auto anzündet, weiß das er es bezahlen muss wenn er gefasst wird. Jeder der im Arabischen Raum eine Revolution anzettelt muss mit dem Tod rechnen.

        Hier geht es nicht darum, dass der Zweck die Mittel heiligt. Hier geht es darum wie lange man Tatenlos zusieht. Wie lange kann ich es zähneknirschend ertragen was teilweise (!) in der kath. Kirche passiert? Wie lange kann man es ertragen wenn Firmen mächtiger werden als der Staat. Wie lange hält man es aus von den Medien an der Nase herumgeführt zu werden? Wie lange hält man es aus, wenn Politker lügen und betrügen? Wie glaubwürdig finde ich eine Kanzlerin die mit ihrer Partei den Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg durchzieht, aber einen Doktor der Physik hat?! Diese Frau sollte normalerweise Wissen was ein AKW ist, wie es funktioniert und wie groß die Risiken sind. Das lernt man heutzutage noch in der Oberstufe im Physikunterricht, und meiner Erfahrung nach waren die Lehrpläne damals noch voller als heute.

        Irgendwann ist das Fass nunmal voll. In Deutschland haben wir es noch relativ gut, einzig allein das erklärt, das Protest meistens nur in Form von friedlichen Demonstrationen oder aber in Form von Attacken gegen Internetpräsenzen stattfindet.

        Wenn man sich dann im globalem Zusammenhang die Auswirkungen unserer Lebensart auf die Ökonomie anderer Länder und der Erde betrachtet, so ist es wirklich stark verwunderlich, dass wir so wenig Terrorismus erleben. Der Afrikaner wird sich freuen, dass sein Stamm seid 20 Jahren an Aids krepiert, nur weil der Heilige Vater Kondome für eine ganz schlechte Idee hält. Predigt Gottvertrauen und fährt im Panzerglaskasten durch die gläubigen. Naja kein wunder der Papst hat auch ohne den Afrikaner schon genug feinde würden sie jetzt sagen, aber das ist auch nur ein Beispiel. Wo kommen die Billigklamotten von Kick her? Woher bekommt Nokia die seltenen Rohstoffe für ihre Handys? (Natürlich nicht nur Nokia sondern die meisten anderen Handyhersteller auch) Das diese Probleme in unserer Gesellschaft wenig bis garkeinen anklang finden liegt schlicht an unserer Medialen Landschaft. Mit solchen Meldungen verdient man kein Geld…

        Wettern sie weiter gegen Faustrecht und Selbstjustiz, aber der Gesellschaftliche wandel wird hoffentlich kommen, mit und ohne die Zustimmung eines Gerichtes.

      • Erstens habe ich keineswegs behauptet, dass „alle Internetaktivisten“ inakzeptabel Mittel im Sinne der Selbstjustiz anwenden. Ich habe meine Kritik an diejenigen gerichtet, die – wie z. B. die meisten Anonymous-Anhänger – unliebsame Angebote im Internet unterdrücken und sich so gegen die Meinungs- und Informationsfreiheit stellen.

        Zweitens rechtfertigt keiner der von Ihnen so empfundenen Missstände in einer Demokratie die Anwendung von Gewalt innerhalb oder außerhalb des Internets. Dafür gibt es in der Demokratie die freie Debatte, Demonstrationen, Abstimmungen und Wahlen.

  4. Max Mustermann said

    Lieber Herr Eisel,

    ich bin durch einen Facebook-Link auf diese Anonymous-Aktion und somit auch auf Ihre Seite gestoßen und habe mich nun Stück für Stück durch alle Ihre Kommentare gelesen und kann eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Wenn Sie tatsächlich glauben, dass der Angriff auf Ihre Webseite dazu dienen sollte, Sie mundtot zu machen, haben Sie rein gar nichts verstanden (oder Sie wollen es nicht verstehen). Es handelt sich um einen Spaß Hack, den Sie durch Ihre realitätsferne Haltung und wiederholend einseitige Argumentation selbst herausgefordert haben. Es ist nichts Verwerfliches daran, seine eigene Meinung zu vertreten, aber überhaupt keine anderen Argumente zuzulassen und nicht einen Millimeter von seiner Meinung abzurücken, ist nicht nur intolerant, sondern auch ignorant und provozierend.

    Ja, es ist illegal, einen Server zu hacken, Aber für den „normalen Bürger“ (und ich würde mich als normalen Bürger der Mittelschicht bezeichnen) stellt sich hier doch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit, mit der dieser Hack zu bewerten ist. Es ist weder jemand zu Schaden gekommen (außer vielleicht Ihrem Ego) noch ist ein wirtschaftlicher Schaden entstanden. Vielmehr wurde hier auf ironische Weise darauf aufmerksam gemacht, dass Sie nicht bereit sind, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und eine Gesetzesvorlage zum Acta Abkommen – die mehrheitlich von der Bevölkerung abgelehnt wird – mit fadenscheinigen Argumenten rechtfertigen und verteidigen zu wollen.

    Was glauben Sie, warum Robin Hood bei den meisten Menschen mit einem positiven Eindruck besetzt ist oder warum jeder über den Kojoten bei Roadrunner lacht? Weil Gerechtigkeitssinn und Schadenfreude einen Teil der menschlichen Psyche ausmachen. Wer in den Augen der „normalen Bürger“ in diesem Fall Robin Hood ist, dürfte klar sein. Ob Sie weiterhin den Kojoten spielen wollen, müssen Sie für sich selbst entscheiden…

    Sie dürfen nun gerne, wie üblich, diesen Kommentar auseinandernehmen und versuchen, meine Meinung mit Ihren eingefahrenen Argumenten zu widerlegen. Dies würde dann aber nur abermals von Ihrer Ignoranz und Intolleranz zeugen und die zunehmende Entfremdung zwischen Bevölkerung und Politik erklären.

    Max Mustermann

    • 1) Datendiebstahl und das Löschen unliebsamer Internetangebote als „Spass-Hack“ zu verharmlosen, halte ich für sehr problematisch: es geht dabei immerhin um einen Angriff auf den demokratischen Grundwert der Meiunungsfreiheit.
      2) Das Festhalten an der eigenen Meinung halten sie für „provozierend“. Ich teile dieses Uminterpretation von Meiungsfreiheit, nach der nur zulässig ist, was allen gefällt.
      3) Durch das Wiederherstellen der Homepage ist natürlich auch wirtschaftlicher Schaden entstanden. Aber aus meiner Sicht entscheidender ist der Versuch, durch Erpressung Freiheit zu attackieren – nach dem Motto: Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt….
      4) Erstens habe ich mich zum Inhalt des ACTA-Abkommens nicht geäußert. Zweitens ist Ihre Behauptung , wie die Mehrheit der Bevölkerung über ACTA denkt, reine Spekulation. Das Abkommen wird hier nur ratifiziert, wenn sich in einem freigewählten Parlament auch eine Mehrheit findet. In der Demokratie entscheiden tatsächliche und nicht behauptete Mehrheiten.
      5) Es fällt Ihnen offenbar schwer, das schlichte Existenzrecht von anderen Meinung als der Ihren zu akzeptieren – oder warum bezeichnen, es als „Ignoranz und Intoleranz“ wenn ich hier von meinem recht auf eine eigene Meinung Gebrauch machen. Niemand verlangt, dass Sie meiner Meinung zustimmen – aber ertragen müssen Sie diese schon (zumal wenn Sie sich wiederum friwillig auf diesen Blog begeben).

      • Max Mustermann said

        1) Falsch! Es geht hier nicht um einen Angriff auf Meinungsfreiheit. Sie wissen ganz genau, dass sich mit einem Backup alles wiederherstellen lässt.
        2) Nein, ich halte es für provozierend, nicht auf die Argumente anderer einzugehen und nicht nach links und rechts zu gucken.
        3) Der wirtschaftliche Schaden dürfte marginal sein.
        „durch Erpressung Freiheit zu attakieren“ – Sie haben immer noch nicht verstanden, was die Intention des Hacks war.
        4) Falsch! Hier entscheidet nicht die tatsächliche Mehrheit, sondern durch Lobbyisten beeinflusste Politiker.
        5) Falsch! Genau das, was Sie mir hier vorwerfen, praktizieren SIE in jedem Ihrer Kommentare. SIE akzeptieren nicht die Meinung anderer, sondern versuchen jedes Argument mit Ihrer eingefahrenen Denkweise zu widerlegen. Dies ist der einzige Grund, warum ich freiwillig auf diesem Blog einen Kommentar abgebe…

      • 1) Auch die vorübergehende Blockade unliebsamer Internetangebote ist ein Angriff auch die Meinungsfreiheit – im übrigen auch auf die Informationsfreiheit derer, die sich auf meiner Homepage informieren wollten.
        2) Selbstverständlich ist ein wirtschaftlicher Schaden entstanden – u.a. durch den Zeitaufwand als auch durch den technischen Aufwand, den die Korrektur der Löschungen und Manipulationen auf meiner Homepage verursachte. es handelt sich im übrigen um eine völlig privat und finanzierte Website.
        3) Welch andere Intention dieses Datendiebstahls soll es denn geben, wenn nicht die, mich an der Verbreitung meiner Meinung zu hindern ???? Diskussionsmöglichkeiten gibt es ja nun auch meinem Blog ausreichend.
        4) Politiker z. B. die Angeordneten sind in unserer Demokratie in freien Wahlen von der Mehrheit der Bürger gewählt und dadurch legitimiert. Wenn Sie andere Volksvertreter wollen, müssen entsprechende Mehrheiten in Wahlen mobilisieren.
        5) Dass Sie meine Meinung für „provozierend“ und „eingefahren“ halten, ist Ihr gutes Recht. Aber Sie müssen sich damit abfinden, dass ich diese Meinung auch weiterhin äußere, weil mich die meisten der dazu geäußerten Argumente nicht überzeugen. Dies ist mein gutes Recht.

      • Max Mustermann said

        1) Allen Beteiligten dürfte von vornherein klar gewesen sein, dass die Seite nach einer gewissen Zeit wieder hergestellt werden kann. Somit war der Angriff nicht darauf ausgelegt, Ihre Meinungen und Kommentare dauerhaft zu verstecken. Eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, derer, die sich auf Ihrer Homepage informieren wollten, kann ich nicht erkennen.
        2) Wie gesagt, der Schaden dürfte marginal sein. Ein Backup wieder einzuspielen ist weder zeitaufwändig noch technisch anspruchsvoll und kann von jedem halbwegs intelligenten Praktikanten in wenigen Minuten durchgeführt werden.
        3) Welch andere Intention? Hier sollte darauf aufmerksam gemacht werden, welche intolerante und ignorante Haltung Sie anderen Argumenten entgegenbringen, Für eine dauerhafte Blockade Ihrer Webseite wären geeignetere Mittel gewählt worden. Zum Beispiel wäre hier eine DDoS Attacke weitaus wirksamer gewesen.
        4) Hier stimme ich Ihnen zu. Der Grund für die Sympathie zu Anonymous in der Bevölkerung resultiert genau aus diesem Grund: Dem Mangel an alternativen Wahlmöglichkeiten. Mit dem erstarken der Piratenpartei ändert sich dies nun glücklicherweise. Es geht im übrigen auch nicht darum, den, wie Sie schreiben, etablierten Parteien einen Denkzettel zu verpassen, sondern darum, nicht mehr nur das geringere Übel wählen zu müssen.
        5) Dies ist Ihr gutes Recht, allerdings ist der Sinn einer Diskussion nicht, seine Meinung mit allen Mitteln zu verteidigen, sondern auch den Standpunkt anderer kennenzulernen und Dinge aus bisher unbekannter Perspektive zu betrachten,
        gegenteilige Argumente und Meinungen zuzulassen und genau zu prüfen, anstatt diese vorschnell zu verwerfen.

      • Ihre Versuche diesen Datendiebstahl zum Zweck der Löschung und Manipulation von Texten auf meiner Homepage zu rechtfertigen, sind ausgesprochen verzweifelt und an den Haaren herbei gezogen. Merinungsunterdrückung wäre auch inakzeptabel, wenn Sie vorübergehend ist – aber die entsprechenden Aktivitäten gehen ja (inzwischen allerdings erfolglos) weiter. Auch Opfer von DDoS-Attacken war ich bereits.
        Dass Sie Schwierigkeiten haben, andere Meinungen zu akzeptieren, haben Sie hinreichend klar gemacht. Die demokratische Toleranz des „agree to disagree“ ist für manchen eben eine schwierige Sache – umso wichtiger ist es, für diesen demokratischen Grundwert einzutreten. Darauf dürfen sie sich bei mir verlassen.

      • Max Mustermann said

        Mit dieser lapidaren und unqualifizierten Antwort haben Sie sich selbst ein Armutszeugnis ausgestellt.
        Mehr gibt es dazu von meiner Seite aus nicht mehr zu sagen.

      • Dann lassen wir es dabei – jeder Leser Ihrer Kommentare und meiner Antworten kann sich ja sein eigenes Urteil bilden. Das sehe ich ganz gelassen.

      • Hensel said

        Vielleicht sollte tatsächlich einmal eine Abstimmung darüber stattfinden, wer hier überzeugender argumentiert. Meine Stimme geht jedenfalls eindeutig an Max Mustermann!

      • Na sehen Sie, das ist Demokratie: Nie käme ich auf die Idee, Ihre Meinung hier nicht freizuschalten, nur weil sie der meinen nicht entspricht…

  5. schnabel27 said

    Mir gefällt Ihre Darstellung über den „shit-storm“ sehr gut… und ich bedaure, das Dank des Internets natürlich auch die Stimmen laut werden, die sonst am Biertisch zusammen saßen.
    So wie Sie – pochen einige Menschen auch auf „Meinungsfreiheit“, jedoch ohne Regeln und Respekt .
    Ich habe auch schon einige Diskussionen im Netz hinter mir, aus denen ich mich nur noch verabschieden konnte.

    Die Freiheit der grenzenlosen Diskussion ist wie im „richtigen“ Leben… man steht vom Stammtisch auf und geht!
    Man kann nur löschen oder sich auf diesem Niveau unterhalten….Ersteres ist wohl die sinnvolle Wahl🙂

    Bei Facebook bin ich raus, twittern tu ich nur noch nonsense und bis auf ganz wenige Foren halte ich mich sehr zurück… aber dazu sollte das Internet eigentlich nicht verkommen……….

    Den Biertisch kann ich meiden… hier im Netz treffe ich diese Menschen trotzdem..😦

    • Das ist genau jene genau jene Ambivalenz des Internets, die ich in meinem Buch beschreibe: es birgt Chancen, aber eben auch Risiken. Schon dieses auszusprechen stößt bei denen auf Unverständnis, die im Internet ein Erlösungsmedium sehen.

  6. uhupardo said

    „Ich beurteile das Verhalten derer, die sich selbst als Anonymous-Anhänger bezeichnen und leider gibt es hier eine klar dominierende Tendenz, undemokratisches Vorgehen wie die Blockade unliebsamer Internetangebote zu rechtfertigen.“

    Das ist eine Form undemokratischen Verhaltens im Prinzip? – Einverstanden. Die Frage der Relation darf man allerdings nicht ausser acht lassen.

    Undemokratisch ist es, Whistleblower wirtschaftlich fertig zu machen, „eine klar dominierende Tendenz“. Dagegen ist „die Blockade unliebsamer Internetangebote“ ein Witz.

    Undemokratisch ist es, einen grundgesetzwidrigen Fiskalpakt durch die Hintertür einzuführen, Dagegen ist „die Blockade unliebsamer Internetangebote“ ein Witz.

    Was damit gesagt werden soll? – Verallgemeinerungen („undemokratisches Vorgehen wie die Blockade unliebsamer Internetangebote“) helfen nicht. Der spezifische Fall ist entscheidend, um die Waage zur einen oder der anderen Seite ausschlagen zu lassen. Nicht in jedem Fall ist ziviler Widerstand gerechtfertigt, doch wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

    • Zum einen rechtfertigt ein undemokratisches Fehlverhalten des Einen nicht, dass ein Anderer zu den gleichen undemokratischen Mitteln greift.
      Zum anderen gibt es einen substantiellen Unterschied zwischen durch einem durch Mehrheiten legitimierten in einem demokratischen Verfahren herbeigeführten Beschluss („Fiskalpakt“) und willkürlicher Privatgewalt (Fastrecht, Selbstjustiz) etwa durch Datendiebstahl.

      • uhupardo said

        Dann sag ich Ihnen mal eine urpersönliche Meinung. Gegen den Fiskalpakt sind nicht nur Faustrecht und Selbstjustiz gerechtfertigt sondern jedes Mittel ohne jede Ausnahme. Wenn Sie dazu Begründungen brauchen: Hier finden Sie alle.
        http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?isLinkCallPlenar=1&action=search&contentArea=details&ids=1627815&instance=m187&categorie=Plenarsitzung&destination=search&mask=search

      • Es ist für Ihre Aussagen bezeichnend, dass Sie sich als Begründung ausgerechnet auf den letzten Vorsitzenden der SED und späteren Vorsitzenden der von SED zu PDS und zur Linkspartei umbeannten Linken berufen. Aber unabhängig davon, müssen Sie in der Demokratie zwar nicht den Mehrheitsentscheidungen zustimmen, aber Sie haben kein Recht, die Mehrheit an der Umsetzung ihrer Beschlüsse zu hindern – es sei den das Bundesverfassungsgericht sitzt eine Verletzung des Grundgesetzes.

      • uhupardo said

        Es kann Ihnen vollkommen wurscht sein, auf wen ich mich wann zu beziehen beliebe, weil sie ganz offensichtlich sowieso unfähig oder unwillig (oder beides) sind, sich mit den Sachaussagen meiner Quelle zu beschäftigen.

        Auf das Verfassungsgericht kann ich in Ruhe warten.

      • Wenn Sie sich auf meinem Blog äußern – wozu Sie niemand zwingt – müssen Sie schon damit leben, dass ich auch antworte.

      • uhupardo said

        Selbstverständlich. Wie Sie sehen, habe ich nicht nur kein Problem damit, dass Sie antworten, sogar komplett substanzlose Antworten werden ohne jede Klage genommen.

      • Vielen Dank für die Großzügigkeit…😉 Ich verstehe ja auch, dass Sie auf meinen Blog gekommen sind: Hier ist ja etwas mehr los als auf Ihrem eigenen. Aber immerhin haben Sie dort Kuba als „brutale Diktatur“ kritisiert. Das dürfte Ihrem Kronzeugen Gysi freilich nicht gefallen …

      • uhupardo said

        Ich sag Ihnen mal was, Herr Eisel. Ihre Form derAgumentation ist mir schlicht zu primitiv. Sie haben selbst am Beispiel Kuba feststellen dürfen, dass Uhupardo zu differenzierter Betrachtungsweise in der Lage ist. Das kann Ihnen allerdings niemand vorwerfen.

        Wer mit ausreichend Intelligenz ausgerüstet ist, behandelt Argumente als Argumente, analysiert und durchleuchtet sie, unabhängig von wem sie stammen.

        Stephan Eisel hört den Namen Gysi, bekommt die starre Maske aufs Gesicht, die seine Unfähigkeit, sich differenzierter Argumentation zu befleissigen noch verschärft, und den Schaum vor den Mund. Damit beeindrucken Sie niemanden.

        Und apropos mehr los: Die Artikelfrequenz und die Zufriffsraten des Uhupardo hätten Sie gern, aber beides muss man sich mit differenzierter Argumentation erarbeiten. Üben Sie noch ein bischen.

      • Na dann wärmen Sie sich mal in der Sonne Ihrer eigenen Intelligenz, die andere Meinungen mit der Aussage „Schaum vor dem Mund“ glaubt kennzeichnen zu müssen. Respekt voreinander sieht anders aus.

      • H. Rittker said

        Es wird länger, aber es muss wohl sein.

        Eine, bitte, wirklich unpolemische Frage will ich stellen, nicht an Eisel, sondern an die ANON’s:

        Ist den ANON’s oder deren Unterstützern schon mal aufgefallen, wie – vielleicht versehentlich – autoritär, d.h. von einer Übermacht gegenüber potenziellen Opfern her abgeleitet, ihre Sprache und ihr Auftreten ist?

        Wissen diese Aktivisten, dass sich ähnliche Sprachmuster in den Subtexten und sprachlichen Konstruktionen von Regimen und kriminellen Organisationen finden, die andere zu Wohlverhalten oder zu Unterlassungen veranlassen wollen?

        Erschreckt sich da niemand mehr drüber?

        Das banale, bekannte, aber sehr brutale Beispiel Schutzgeld erpressender oder eben Wohlverhalten, wie zum Beispiel Schweigen, abpressenden Gangs, oder die Diktion der Lukaschenkos (der wohl letzte Diktator in Europa) gegenüber seinen voller Angst beladenen Landsleuten sind Beispiele.
        Die Bemerkungen gegenüber Herrn Eisel, er habe sich dies alles selbst zuzuschreiben, erinnert mich aktuell an die Aussage von Margot Honecker, die Mauertoten hätten ja nicht zur Mauer gehen müssen.
        Ist da nicht was schief gelaufen? Ist nicht beim „sich-über-den-Eisel-lustig-machen“ auch viel an Allmachtphantasie und Genuss der Ohnmacht der Opfer dabei? was unterscheidet Euch von denen, die in U-Bahnen gegen Ausländer rangeln oder, hier physisch oder sozial, Schwächere massiver vorgehen?
        Das ist der Teil, der mich an Anonymous ankotzt. Das andere, den Kampf um eine andere Freiheit des Internets und das Vorgehen gegen manche Ungerechtigkeiten auf der Welt, das „Leaken“ usw., darüber kann ich diskutieren – das hat gewisse Analogie zu Bürgerrechtsaktivisten in autoritären Systemen, die Regeln verletzen müssen, um gegen Unterdrückung vorzugehen.
        Gegen den transparenten, durchaus tapferen Eisel vorzugehen, wenn man technisch – und eben nicht argumentativ und offen gegen andere Positionen massiv unterdrückt, wie politische Bewegungen und auch Bewegungen wie Open Source dies offen praktizieren.
        Zudem: niemand sollte Illusionen über die Durchsetzung der Anonymous-Strukturen durch Dienste haben – die werden sich die angeblich so „freie“ Bewegung schon jetzt zunutze machen, um an den Eisels dieser, noch freien, Internet-Welt ein Exemple zu statuieren. Und sich dabei amüsieren, sich lustig machen, es „geil“ finden, wie sie mal wieder einen fertig machen. Echt, so klein. Neil Postman hat Euch prognostiziert. „Wir amüsieren uns zu Tode“ – als könntet Ihr nicht Euer Knowhow und Eure Power für Gutes einsetzen.
        Darf man das sagen, Herr/Frau Anoynymous? Lukaschenko würde abstrafen, und Ihr? ANON macht Angst – das klappt ja schon ganz gut, wie man hier bei angstvollen Beiträgen sieht?
        Meine Kinder wachsen mit Internet auf, nutzen viel, haben Bewunderung und Kritik für ANON & andere. Die werden im Internet von Big Brother groß, der – je nachdem – KP Chinas, FSB, CIA, NSA und ANON heißt. Ich will Freiheit des Internets, keine qualitativ neue Diktatur, eine digitale, die von Euch kontrolliert wird.
        Zum Schluss: ich bin kein Junkie, will und kann auch nicht tagelang diskutieren, Haare und Bytes spalten. Wenn Ihr ein Minimum an Mumm habt, dann macht Ihr was, was neu wäre: Ihr haltet Kritik aus. Hat nichts mit ANON, sondern mit Toleranz, Fairness und Souveränität, auch mit persönlicher Stärke zu tun.
        Ich bin jedenfalls ein Fan der Eisels dieser Welt, auch wenn sie nicht in allem Recht haben. Frei denken können Sie, und Mut zur Freiheit haben sie wie die Stärke, Kritik auszuhalten und zu kommentieren.
        Gruß an alle Aufrechten! Don’t stop standing tall, don’t start creeping.

  7. Pflanzenesser said

    Sehr geehrter Herr Eisel,
    ich bin kein Anhänger der Mobbing Aktionen gegen sie, aber das ganze wäre vermeidbar gewesen.
    Natürlich kann jeder seine Meinung sagen, aber man hat dafür auch die Konsequenzen zu tragen. Wenn ich auf einem CDU Parteitag den Kommunissmus vertrete, dann bin ich mir sicher das ich mir dort keine Freunde mache und warscheinlich mit Gewalt entfernt werde.
    Dies ist ein uraltes Prinzip: Es nennt sich Aktion und Reaktion oder auch Handlung und Konsquenzen. Jede große Religion dieser Welt kennt und verbreitet dieses Prinzip.
    Mich verwundert Ihre Reaktion, da Sie sich im Vorfeld der Konsquenzen hätten bewußt sein können.
    Da ich sie für so Intelligent halte das Sie dies bereits wußten denke ich mal das dies nichts anderes als eine PR aktion Ihrerseits ist für die sie Anonymous und Online Aktivisten mißbrauchen.
    Übrigens ein gutes Passwort besteht aus 64 Zeichen mit Zahlen, Sonderzeichen und Groß- und Kleinschreibung und Private Daten sollten immer mit PGP o.ä. verschlüsselt sein, das erspart viel Ärger.

    • Ich kann nicht akzeptieren, dass ich durch die Äußerung meiner Meinung auf meiner Homepage verantwortlich dafür bin, dass auf dieser Homepage durch Datendiebstahl von Unbefugten Texte gelöscht und manipuliert wurden. Ist das Ihr Demokratieverständnis.

      Ihr Vergleich mit einem CDU-Parteitag hinkt schon deswegen, weil ich mich nicht auf fremden Homepages oder Blogs geäußert habe ohne dazu eingeladen zu sein. Vor allem haben Sie ein völlig falsches Bild von der Diskussionsintensität unter den Delegierten bei CDU-Parteitagen.

  8. Isabelle Groschke said

    Sehr geehrter Hr. Eisel,

    Zuerst einmal möchte ich ihnen meinen Respekt zollen das sie sich als Politiker hier überhaupt einer Diskussion stellen. Das ist ja in Politikerkreisen keinesfalls selbstverständlich.
    Auch ich habe die Diskussionen und den Hack auf ihrer Seite mit großem Interesse und mit einem Schmunzeln verfolgt. Bitte verwechseln sie das nicht mit Schadenfreude. Der Hack hatte sie keinesfalls Mundtod gemacht, Auch ihre Meinungsfreiheit wurde in keiner weise eingeschränkt. Schließlich blieb ihr Blog davon ja unberührt. Wie meine Vorredner hier schon geschrieben haben, hat man sich wohl nur etwas lustig über sie gemacht. Als Dienstleiter im Internet kenne ich mich ein wenig mit der Materie aus und kann behaupten das einer der Schuldigen an dem erfolgreichen Hack ihr Anbieter ist, der nun sicherlich dank Anonymous einiges über Sicherheit seiner Kundendaten gelernt haben sollte. Auch sie haben von dieser Aktion profitiert. Ihre Seite ist nun etwas sicherer und ihr Bekanntheitsgrad ist etwas gestiegen (ich kannte sie z.B. vorher nicht)
    Natürlich können sie der Meinung sein sie seinen nun das Opfer von Kriminellen geworden. Doch welcher Schaden ist ihnen durch „Einbruch“ und „Diebstahl“ entstanden? Sollten Daten wirklich verschwunden sein, liegt das wohl eher daran das ihr Dienstleiter keine Backups macht. Was grob fahrlässig wäre. Das sie Analogien wie Einbruch und Diebstahl, statt Hack verwenden zeigt mir das sie hier versuchen diesen „Kinderstreich“ für ihre politischen Zwecke zu gebrauchen. Natürlich ist ein Hack nicht legal, da gebe ich ihnen vollkommen recht. Aber wenn wir hier schon mit Analogien arbeiten vergleiche ich ihre Seite (vor dem Hack) mal mit einem Auto das in einer zwielichtigen Gegend einer beliebigen Großstadt unabgeschlossenen stehen gelassen worden ist. Nun ist aus diesem Auto ein Laptop gestohlen worden. Zahlt die Versicherung? Ja sicher, der Vergleich hinkt, dass ist mir klar. So wie jeder Vergleich zwischen digitaler und analoger, sprich realer Welt. Vielleicht sollten sie sich zumindest das zu Herzen nehmen. Mein Großvater sagte immer „Wer sich mit Hunden einlässt, darf sich über Flöhe nicht wundern“

    Ich muss ihnen auch noch ein weiteres Lob erteilen, einen Kunden wie sie einer sind kann man sich als Dienstleister nur wünschen. Ein solches Statement nach einem Hack auf ihrer und der Seite ihres Dienstleisters zeugt von Großmut.

    „Alphabit sorgt für exzellenten Service für zwei der Websites, die ich betreue. Besonders überzeugend ist die stets unkomplizierte schnelle Hilfe über die Hotline.
    Die von Alphabit gelieferten Layout-Vorschläge entsprechen hohen ästhetischen Standards und zeugen von intensiver Beschäftigung und Identifikation mit den Kundenwünschen und -bedürfnissen.
    Bei Alphabit treffen sich Professionalität und Flexibilität in einer idealen Mischung.“
    http://www.alphabit-webdesign.de/start/AlphaBit-Webdesign/index.html?pw=eisel

    mit freundlichem Gruß
    Isabelle Groschke

    • Ihre ganze Argumentation läuft darauf hinaus, dass der Bestohlene und nicht der Dieb verantwortlich für den Diebstahl ist: Das kann ich nicht akzeptieren. Der Einbruch auf einem Server und Diebstahl von Zugangsdaten ist auch kein „Kinderstreich“ und natürlich wurde durch das Lahmlegen meiner Homepage meine Meinungsfreiheit eingeschränkt. Dort werden wesentlich mehr Informationen angeboten als auf diesem Blog, der sich auf das Thema „Internet und Demokratie“ konzentriert. Zur Firma alphabit sollten sich alles glauben, was jetzt zur Legendenbildung und nachträglich Rechtfertigung des Datendiebstahls im Internet verbreitet wird….

      • Isabelle Groschke said

        Sehr geehrter Herr Eisel,

        Es ist tatsächlich so das jemand der sein Eigentum nicht ordentlich sichert eine Mitschuld trägt wenn er opfer eines Diebstahls wird. Diese Mitschuld hat zwar keine strafrechtlicher Relevanz, z.b. bei einem Einbruch ins Eigenheim, wenn die Terassentüre offen war. Ist aber für Versicherungen durchaus entscheidend. Ihre Argumentation läuft nur darauf hinaus sich hier als unschuldiges Opfer zu sehen. Sie malen sich die Welt doch schwarz weiß. Sie mögen zwar nun das Opfer sein. Unschuldig sind sie an der Geschichte aber nicht wirklich. Ihre Antwort zu meinen Kommentar zu Alphabit verstehe ich nicht. Was hat ihr Lob nach dem Hack mit Legendenbildung zu tun?
        Ist es tatsächlich so das Daten von ihrer Homepage unwiederbringlich verloren sind? Fehlen die jetzt oder wurden die durch ihren Dienstleister wiederhergestellt? Wenn sie wieder da sind wurden sie in ihrer Meinungsfreiheit ja auch nicht eingeschränkt. Bitte verstehen sie das nicht als Rechtfertigung meinerseits für den Hack oder als Entschuldigung für die Täter.
        Ob Kinderstreich oder nicht, Fakt ist doch das sie hier Politik machen und uns das als Diskussion verkaufen möchten. Würden sie nämlich diskutieren, würden sie auch auf Argumente eingehen. Für sie gibt es hie aber nur eine Option der Argumentation. Sie haben recht, sie sind das unschuldige Opfer. Schwarzweißmalerei eben.
        Machen sie doch mal was überraschendes und gehen sie auf Menschen ein die anderer Meinung sind wie sie statt diese Geschichte für ihre politischen Ziele zu missbrauchen. Fördern sie doch mal einen Dialog hier, statt jeden Kommentar hier der nicht ihrer Meinung entspricht mit den selben inhaltslosen Monologen zu beantworten.

        mit freundlichem Gruß
        Isabelle Groschke

      • Sie müssen sich schon damit abfinden, dass ich zu auf meinem Blog eingestellten Kommentaren auch meine Meinung sage – dies mag Ihnen gefallen oder auch nicht. Man nennt so etwas übrigens Meinungsfreiheit.

        Zu Ihren Ausführungen:

        1) Meine „Terrassentür“ stand nicht offen. Insbesondere war der Admin-Bereich meiner Homepage keineswegs „für jeden Internetnutzer frei zugänglich“ iwe jetzt von Anonymous behauptet wird, sondern der Zugang zu diesem Admin-Bereich war nur mit Benutzernamen und Passwort möglich. Beides hat „Anonymous“ aus einer gesicherten Datenbank gestohlen. Mit diesen gestohlen Zugangsdaten wurden auf meiner Homepage sehr wohl Texte gelöscht, andere gefälscht und manipuliert und wieder andere zusätzlich eingestellt. Ausserdem wurde mit Hilfe der gestohlenen Zugangsdaten der Zugang zum Admin-Bereich geändert und für mich gesperrt. Dies alles ist dokumentiert und sowohl eine undemokratische Unterdrückung der Meinungs- und Informationsfreiheit als auch schlicht kriminell.

        2) Selbst wenn meine „Terrassentür“ offen gestanden hätte, hätte niemand das Recht gehabt, in mein Wohnzimmer einzubrechen. Haben Sie schon einmal etwas von der Unverletzlichkeit der Wohnung gehört: Artikel 13 Grundgesetz ….

        3) Niemand wird gezwungen sich an der Diskussion auf meinem Blog zu beteiligen – es wird also hier niemand „missbraucht“. Die Vielzahl der Kommentare legt allerdings die Vermutung nahe, dass dieser Blog von vielen als Diskussionsforum verstanden wird.

    • Isabelle Groschke said

      Sehr geehrter Herr Eisel,

      So langsam habe ich das Gefühl das sie meine Antworten hier gar nicht richtig lesen. In meiner ersten Antwort sprach ich ihnen ja sogar ein Lob aus dafür das sie als Politiker hier rede und Antwort stehen. Was ich im übrigen immer noch lobenswert finde. Sie scheinen sich hier wirklich Zeit für die Menschen zu nehmen und ihre Meinung achte ich. Auch wenn sie meiner Meinung in vielen widerspricht. So was nennt man Demokratieverständnis😉 Ich würde mir eben nur wünschen das sie statt sich endlos zu wiederholen auf fragen und Argumente auch entsprechend eingehen.

      Punkt 1 verstehe ich nun mal als Antwort auf meine Frage ob Daten wirklich unwiederbringlich verloren gegangen sind. Es sind also Texte gelöscht worden. Gestohlen wie sie sagen. Wenn sie nun also weg sind hat sie tatsächlich jemand gestohlen und dafür gesorgt das sie nicht mehr da sind. Habe ich das richtig verstanden? Das würde nun bedeuten das ihr Dienstleister geschlampt hat. Keine Backups? Also ehrlich wenn mir das passieren würde hätte ich einen Kunden weniger. Aber nein, sie loben ihren Dienstleister nach dem Hack, was ich echt Toll finde.

      Zu Punkt 2
      wo habe ich behauptet das jemand das recht hat ihre Seite zu Hacken? Natürlich ist das eine Straftat, dem habe ich nie widersprochen. Was die Terrassentüre betrifft, bei mir wurde schon mal eingebrochen und ja ich hatte die Terrassentüre offen. Was glauben sie was ich mir von der Polizei und meiner Versicherung anhören durfte. Ich stand da wie der letzte Depp. Und völlig zu recht wie ich im Nachhinein gestehen muss durch meine Fahrlässigkeit hatte ich dem Verbrechen Türe und Tor geöffnet. Ihr Dienstleiter sieht das wohl genauso. Wie es aussieht ist der Zugang zu ihrem Adminbereich nun nicht mehr so problemlos zu erreichen wie vor dem Hack. Was mir als Fachfrau sagt das hier jemand an einem Sicherheitsleck arbeitet.

      Zu Punkt 3
      Ich denke mal das sie meinen Vorwurf des Missbrauchs völlig falsch interpretiert haben. Natürlich verstehen die Menschen die hier Posten ihren Blog als Diskussionsforum. Ich schließe mich selbst da ja nicht aus. Es ist nur eben sehr auffällig wie sie einige Argumente hier unter den Tisch kehren und immer wieder auf ihre Opferrolle beharren. Einer meiner Vorredner hier hatte einige sehr lobenswerte Aktionen von Anonymous erwähnt. Mit keinem Wort sind sie diesem Menschen entgegengekommen. Ja, man hat ihre Seite Gehackt. Das ist schlimm. Aber statt wahre Größe zu zeigen und diesen Menschen die Hand zu reichen und einen Dialog zu führen. Mal zu erfragen was wollt ihr eigentlich? Was sind eure Ziele? Verhalten sie sich wie ein trotziges Kind das nur sieht das seine Sandburg kaputt gemacht wurde.

      Wenn es ihnen aber nur darum geht hier ihre Meinung gebetsmühlenartig zu wiederholen, können sie das von mir aus bis zum Sanktnimmerleinstag machen. Das Stört mich nicht und ich würde es niemals wagen sie in ihrer Meinungsfreiheit einzuschränken. Ist schließlich ihr gutes Recht.

      • Ich versuche hier sehr wohl auf die gestellten Fragen einzugehen, wenn sich aber Fragen wiederholen ist das bei den Antworten ebenso.

        Ihre Ganze Argumentation zum Angriff auf meine Homepage erweckt bei mir den (vielleicht von ihnen nicht beabsichtigten) Eindruck, ich sei irgendwie für diese Attacke verantwortlich. Dem widerspreche ich nun entschieden (und zu Ihrem Leidwesen auch wiederholt). Wer auf Datenbanken einbricht und dort Zugangsdaten stiehlt (eben das war die Vorgehensweise) handelt kriminell und Sie können ja in zahlreichen Kommentaren nachlesen, was das Motiv für dieses Vorgehen war: Weil manche meine Meinung als provozierend empfinden, nehmen sie sich das Recht zur Selbstjustiz.

        Darum geht es in meinen Analysen und diesem undemokratischen Angriff auf die Meinungsfreiheit reiche ich in der Tat nicht die Hand, sondern bekämpfe ihn.

        In meinem Buch werden Sie im übrigen viele Hinweise zum Thema „Internet in Diktaturen“ finden.

      • Isabelle Groschke said

        Oh, es war mir nicht bewusst das ich mich hier irgendwo wiederholt habe.
        Ihre Argumentation erweckt bei mir den Eindruck als ob sie jeden der nicht ihrer Meinung ist für einen Befürworter solcher Aktionen halten. Mehrfach habe ich darauf verwiesen das ich das nicht so sehe.
        Allerdings haben sie mich nun davon überzeugt das es ihnen hier nicht um einen Dialog geht sondern darum etwas zu Bekämpfen. Da ich der Meinung bin das Gewalt nur Gewalt erzeugt werde ich nun einfach mal abwarten wie ihr Kampf weitergeht. Ich würde ihnen ja viel Erfolg oder wenigstens viel Glück wünschen bei ihrem Kampf. Da ich das aber für ein sinnloses Unterfangen halte hoffe ich einfach mal für sie das sie letzten Endes vielleicht doch noch was lernen werden.
        Ihr Buch werde ich in der Tat mal lesen. Sicherlich lerne auch ich da noch was.

      • Okay – ich hätte „bekämpfen“ in Anführungsstriche setzen sollen oder besser geschrieben „dagegen Stellung nehmen“: Sie werden mir doch nicht im Ernst Gewaltanwendung unterstellen ..
        Auf das feedback zum Buch bin ich gespannt…

  9. Thilo Baum said

    Hallo Herr Eisel,

    am wichtigsten in dem Beitrag, den ich nur durch Glück im Autoradio erwischt habe, fand ich den Gedanken, dass die Öffentlichkeit erst lernen muss, sich zu artikulieren. Das klingt simpel und banal, stimmt aber schlicht. Solange Bürger den Eindruck haben, Politik und Medien würden keinen Klartext reden (was nun mal auch stimmt), findet der Klartext eben (auch emotional, unfair und hart) im Netz statt.

    Im Zusammenhang mit einem anderen Shitstorm habe ich mir mal erlaubt, zwölf Regeln für wertschätzende Kommunikation (nicht nur im Netz) aufzustellen:

    http://www.thilo-baum.de/lounge/die-wunderbare-welt-der-medien/zwoelf-gebote-fuer-internet-debatten/

    Und zu Ihren Gedanken zu den Inhalten in der Bildung habe ich einen Buchtipp für Sie, soeben erschienen:

    https://www.facebook.com/diebildungsluecke bzw. http://amzn.to/wr2fJR

    Darin bezüglich Ihres Thema vor allem spannend die Beiträge von Holger Klein über Medienkompetenz und von René Borbonus über Respekt. Vielleicht schauen Sie ja mal rein. Feedback würde mich freuen.

    Beste Grüße / Thilo Baum

    • Hallo Herr Baum,
      danke für die Hinweise: das Buch besorge ich mir.
      Ihre Regeln zur Kommunikation halte ich als Massstab für das eigene Handeln für sehr brauchbar. Ansonsten sind Kriterien wie „sachlich“ und „wirr“ ja das ergebnis von subjektiven Einschätzungen. Da überlasse ich gerne dem Leser das Urteil. Deshalb schalte ich in diesem Blog auch alle Kommentare frei – auch die m. E. unsachlichen und wirren.
      Mit freundlichen grüßen
      Stephan Eisel

  10. Herr Eisel,

    wie es in den Wald reinruft so schallt es heraus. Meinen Sie nicht ihr erstes Statement zu Anonymous wäre unreflektiert gewesen? Ich war jetzt schon an einigen Aktionen zu Unterstützung der Menschen in Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien etc beteiligt. Meist hat die Politik noch geschlafen oder viel warme Luft produziert hat.

    Sie haben den Link zu den Taten von Assads Regime in ihrem FB-Profil geteilt und ich die unzensierten Videos der Aktivisten gesehen. Viel Blut, Elend und Grauen wurden von meinen Bildschirm dargestellt und wir tun was wir können um den Menschen zu helfen. Ende 2010, nach Wikileaks, taten wir dies für Tunesien und sind an vielen Schauplätzen dieser Welt aktiv gewesen. In Syrien sind wir seit ca. 1 Jahr aktiv und geben unser bestes die Leute abzusichern und die Informationen über die Greueltaten ausser Landes zu bekommen.

    Es fuckt einen ziemlich das frische Video einer Gruppe Demonstranten zu sehen, welche im nächsten Moment von Snipern erschossen werden, die Fahnen und Plakate zu Boden fallen und der die Menge in Panik Schutz sucht.

    Zu Zeiten von und auch nach Tunesien wurden einige Guides erstellt und mit Software zusammen ins Internet hochgeladen. Meist hatten wir Sie auf MegaUpload liegen (Kim Schmitz und die Raubmörderkopierer… u know).

    Wenn Sie, oder ihre Leser sich ein Bild machen wollen… hier sind die Links.

    Carepack V7 (Jan 11. 2011) http://www.mediafire.com/?jeg4tyl294qpa7o
    Guide for citizens in a revolution http://www.mediafire.com/?n4ninvxolcv8rwo

    Es sind untere anderem Guides für Erstehilfe, die Behandlung von Schusswunden, etc dabei. Nach den Tagen und Nächten in Unterstützung der tunesischen Zivilbevölkerung ist folgendes entstanden….

    Nun Herr Eisel, wie auch viele andere Anons, so habe auch ich an vielen Schauplätzen dieser Welt die Menschen in ihrem Kampf für Demokratie und Menschenrecht unterstützt ohne einen Cent dafür zu bekommen… und was ist ihr Verdienst?

    • Sie schreiben: „Wie es in den Wald reinruft, so schallt es heraus.“

      Die Realität: Die Zugangsdaten zu meiner Homepage wurden gestohlen und dort unliebsame texte gelöscht und gestohlen, obwohl ich nichts anderes getan habe als meine Meinung zu äußern.

      Jeder hat das Recht meiner Meinung zu widersprechen.Deshalb ist dieser Blog eingerichtet. Niemand hat das Recht meine Meinungsfreiheit einzuschränken und mich daran zu hindern, meine Meinung z. B. auf meiner Homepage zu äußern.

      Ihre Versuche dies zu rechtfertigen sind nur traurig (und wiederum das exakte Gegenteil von dem, für das sich Benjamin Franklin eingesetzt hat, auf den Sie sich mit Ihren Synonym missbräuchlich berufen).

      • benbfranklin said

        Die Realität ist anders. Sie sind eher der deutsche Urlauber in Shorts, welcher sich über die Menschen des Urlaubslandes lautstark und faktisch inkorrekt in der Öffentlichkeit des selbigen mockiert. Nun heulen sie rum das man sie nicht mag, ihnen feinselig gegenübersteht und ihre Voruteile quasi bestätigt wurden. Das Problem ist eher ihre Arroganz und das sie sich nicht mit Geschichte und Kultur auseinandergesetzt haben. Auf die Fakten gehen Sie leider nicht ein.

      • Im Unterschied zu Ihnen, habe ich überhaupt keine Probleme damit, wenn jemand anderer Meinung ist und mich kritisiert – aber sehr wohl damit, wenn jemand mir – etwa durch die Manipulation meiner homepage – das Recht beschneiden will, meine Meinung zu sagen. Dabei weiss ich Benjamin Franklin an meiner Seite.

  11. Hallo Herr Eisel,

    ich will mich da weitesgehend raushalten, es gibt innerhalb von Anonymous sehr viele verschiedene Charaktere. Es ist natürlich zu einem Teil selbst verschuldet, wenn man auf einen großen Teil Menschen frei nach dem Motto „Es wird schon den Richtigen treffen“ drauf haut, aber da wir beide wissen, dass es genau ihre Strategie war, entsprechende Reaktionen hervorzurufen, um ein bestimmtes Bild vom Internetnutzer zeichnen zu können, will ich gar nichts dazu groß sagen.

    Spannender finde ich aber, dass offensichtlich die Sicherheitslücken von Alphabit Webdesign jedem Minderjährigen Tür und Hof geöffnet haben, um an ihre Daten zu kommen. Wenn ich das Schreiben, das im Internet kursiert, richtig verstanden habe, konnte jeder in ihren Adminbereich. Die Firma wird vermutlich erst jetzt beginnen, Daten ihrer zahlenden Kunden sorgsam zu schützen. Das finde ich doch eher interessant an der Geschichte.

    Wer weiß Herr Eisel, vielleicht haben sie es demnächst Anonymous zu verdanken, dass ihre politische Gegner nicht ihre Essays klauen können? Das wäre doch eine gewisse Ironie😉

    In diesem Sinne noch viel Erfolg. Ich habe viel Spaß an ihren Thesen. Sie zeugen doch davon, dass es viel früher nötig gewesen wäre, Gelder in Schulen und Bildung zu investieren.

    Viele Grüße aus Potsdam

    • Sie sollten nicht alles glauben, was so im Internet kursiert. Beim Angriff auf meine Homepage handelte sich um den Einbruch auf einem Server und den Diebstahl von Zugangsdaten, der nicht von irgendwelchen „Minderjährigen“ begangen werden konnte. Diese gestohlenen Zugangsdaten wurden dann im Anonymous-Netzwerk verbreitet. Hier wird nur durch neue Legenden versucht, die kriminelle Energie mit der hier vorgegangen wurde zu verharmlosen.

      • ChrisAnders said

        Während ihre Webseite gehackt war habe ich am rechten Rand einen Amazon-Buchtip zu dem Buch „We are Anonymous – Die Maste des Protests – Wer sie sind, was sie antreibt, was sie wollen“ (ISBN 978-3-442-10240-2 WG 2970) gesehen und genau dieses würde ich ihnen persönlich ans Herz legen damit sie verstehen was ANONzens meinte mit „viele verschiedene Charaktere“…
        Ich habe selbst schon länger Einblick in des Kollektiv und befinde viele (nicht alle) Aktionen für gut wie zum Beispiel die Rache für Assange seine Festnahme oder die intensive Aufklärungsarbeit über politische Missstände der ganzen Welt wozu auch der „arabische Frühling“ zählt. Das von mir o.g. Buch ist ein sehr detailierter Einblick in die Welt von Anonymous und würde ihnen persönlich helfen Anon besser zu verstehen und solchen Reaktionen wie den Hack ihrer Seite dank Verallgemeinerung zu entgehen.

        Wenn sie sagen das jeder Anon kriminell ist nur weil einige von ihnen Straftaten begehen können sie auch sagen das jeder Deutsche mit Migrationshintergrund kriminell ist da es da auch einige gibt die Straftäter sind. Solch eine Verallgemeinerung ist in meinen Augen töricht und grob fahrlässig da sie genau diese Wut auf sich und schwere Folgen nach nich zieht.

        mit freundlichen Grüßen
        Chris Anders

      • Ich kenne das Buch und habe im übrigen nirgends geschrieben, dass „jeder Anon kriminell“ sei. Das ist auch nicht meine Medinung. Ich beurteile das Verhalten derer, die sich selbst als Anonymous-Anhänger bezeichnen und leider gibt es hier eine klar dominierende Tendenz, undemokratisches Vorgehen wie die Blockade unliebsamer Internetangebote zu rechtfertigen.
        Der Art und Weise wie auf meine Kritik reagiert wird, bestätigt diese Kritik leider. Es ist schlicht und einfach nicht akzeptabel, Meinungen, die man nicht teilt, zu unterdrücken, weil man nicht Kraft hat, sich damit auseinanderzusetzen.

      • ChrisAnders said

        Sie sagen sie kennen dieses Buch. Dann hoffe ich auch das sie es gelesen haben denn dann würden sie verstehen das der Angriff auf ihre Seite nicht zur Unterdrückung ihrer Meinung gedacht war sondern „für die lulz“. Durch ihre Aussagen sind sie in das Visir von Anon gerückt, diese haben (so mein Informationsstand der mir zwischenzeitlich nochmal bestätigt wurde) versucht mit ihnen eine Diskusion zu führen welcher sie aus dem weg gegangen sind und dies hatte zur Folge das sie für einen „epic win“ einen Angriff von „Trollen“ abbekommen haben. In dem Buch is klar erkenntlich das sowas in der chan-Kultur Gang und Gebe ist und selbst unter den Anons selbst laufend gegenseitige Angriffe zum Standart gehören. Anon ist zum Teil Aktivist aber auf der anderen Seite auch ein verspieltes Kind mit Freude am Effekt. Ich habe mittlerweile auch mitbekommen das die Diskussion zwischen ihnen und mir von den Anons verfolgt wird und diese sich drüber freuen und z.T. auch spotten.
        Falls sie das Buch noch nicht gelsen haben sollten würde ich ihnen nahe legen es zu lesen. Dann wüssten sie auch wie Kritikfähig Anonymous ist denn die Anons ziehen sich selber laufend durch den Kakao, beleidigen sich, kritisieren sich und lachen über sich selbst. Und ich finde 250 Seiten sind schnell gelesen und die Zeit kann man sich mal nehmen um so ein Phänomen wie Anonymous besser verstehen zu können.

      • Ich habe keine Ahnung, wer Ihnen was bestätigt – jedenfalls gibt es neben den Kommentaren auf diesem Blog, bei Facebook und bei Twitter (alles öffentlich einsehbar) keinen Diskussionsversuch von Anonymous-Anhängern mit mir !

        Ich beurteile Anonymous nach dem Verhalten derer, die sich als Anonymous-Anhänger bezeichnen (nach was sonst auch) und komme dabei zu anderen Ergebnissen als in dem von Ihnen genannten Buch.

        Es nicht „verspielt“, sondern kriminell und undemokratisch unliebsame Internetangebote zu blockieren – z. B. durch das Hacken eines Servers, um dort Zugangsdaten zu stehlen, mit deren Hilfe unliebsame Texte gelöscht und manipuliert wurden. Ich habe dadurch nun selbst und konkret erlebt, was es heisst – wie Sie so schön schreiben – „ins Visier“ von Anonymous-Anhängern zu geraten. Wer wie diese Leute Kritik nicht erträgt, sondern zu unterbinden versucht, ist auch bei freundlichster Betrachtung nicht „kritikfähig“.

        Und warum das alles ? Ganz offenbar geht es darum, mich mundtot zu machen, weil ich es gewagt habe, meine Meinung zu äußern. Ich kann Ihnen versichern, dass dies nicht gelingen wird. Ganz im Gegenteil sehen viele Menschen, dass die Reaktion von Anonymous-Anhängern genau das bestätigt, was ich zuvor kritisiert habe: Hier maßen sich einige Leute willkürliche Selbstjustiz durch digitales Faustrecht an.

        Wer darüber mit mir auch außerhalb dieses Blog diskutieren will, kann das gerne tun – und ich zeige dabei (fast hätte ich geschrieben „sogar“, tatsächlich meine ich aber „selbstverständlich“) mein Gesicht. Als überzeugter Demokrat trete ich offen für die Grundsätze freiheitlicher Demokratie ein und verstecke mich dabei nicht in der Anonymität.

      • ChrisAnders said

        Aus ihrer Antwort heraus kann ich ablesen das sie das Buch entweder nicht gelesen oder dessen Inhalt nicht verstanden haben. Was sie als „kriminell“ bezeichnen ist für die meisten Anonymous-Anhänger zur freude am Effekt oder wie es bei Anon heißt „for the lulz“. Der Angriff auf ihre Webseite hatte nicht im entferntesten damit zu tun sie mundtot machen zu wollen denn in dem Fall hätte ihre Seite so ausgesehen wie die rechtsradikalen Seiten die im Rahmen der #OpBlitzkrieg angegriffen wurden. Sie wurden auf ihrer Webseite nur ein wenig (auf deutsch gesagt) verarscht und lächerlich gemacht. Die Anons hatten ihren Spaß mit ihnen und so lang sie jetzt nicht auf die Idee kommen Anonymous öffentlich an den Pranger stellen zu wollen oder sie gar als „Terroristische Organisation“ zu betiteln dürfte dieser (böse) „Scherz“ alles gewesen sein was auf sie zukommt.
        Deswegen ist mein persönlicher Rat an sie: nehmen sie die Sache gelassen und lachen selbst ein wenig über den Humor der auf ihrer Seite zu Tage gebracht wurde wie mit dem „Comic“ oder dem pinken Cartoonponnie mit der Aufschrift „U R MAD NOW“.

        Und wenn sie sich ernsthaft einer Diskusion mit Anonymous und anderen Aktivistengruppen ausserhalb ihres Blogs stellen wollen lade ich sie recht herzlich auf den TeamSpeak-Server von Occupy-Aachen ein. Montags um 19Uhr ist da jede Woche eine Online-Konferenz wo regelmäßig auch andere Regionalpolitiker und Vereinigungen anwehsend sind. Es sind auch jedes mal Anhänger vom Anonymous-Kollektiv mit zugegen und es werden offene Diskusionen geführt wo jeder seinen Standpunkt vertreten kann.

        die Adresse ist: 80.237.155.77

        Sollten sie nicht wissen wie man TeamSpeak benutzt kann ich ihnen gerne eine Anleitung zukommen lassen für das Runterladen und Einrichten der Software. Solle da Bedarf bestehen scheiben sie mir einfach an von mir angegebene E-Mail-Adresse.

        Mit freundlichen Grüßen

        Chris Anders

      • Naja, Sie machens sichs ja einfach: Wenn ich zu einem anderen Ergebnis komme, habe ich nach Ihrer Meinung etwas nicht verstanden.

        Es mag sein, da jemand am Datendiebstahl und dem Löschen und Manipulieren unliebsamer Texte „seinen Spass“ hat, deshalb das Verhalten trotzdem kriminell und undemokratisch.

        Interessant: Sie meinen, das wars seitens der Anonymous-Anhänger gewesen, es sei denn ich kritisiere diese Leute nochmal (Sie nennen das „An den Pranger stellen“). Ja was ist das denn anderes als jemanden mundtot zu machen: Solange Du brav bist, lassen wir Dich unbehelligt – aber bist Du nicht willig, brauch ich (digitale) Gewalt….
        Glauben Sie wirklich, ich lasse mich von solchen Erpressungsandeutungen einschüchtern ?

        Ein zusätzliches Internetdiskussionsforum zu diesem Blog brauche ich nicht, zumal ich nicht zu einer bestimmten Uhrzeit daran teilnehmen kann. Aber immerhin wiederholen Sie nicht die falsche Behauptung, Anonymous-Anhänger hätten außerhalb dieses Blog mit mir Kontakt aufgenommen.

      • ChrisAnders said

        Es war keinesfalls eine Erpressungsandeutung meinerseits nur ich beziehe mich damit auf „Rules of the Internet“ (http://rulesoftheinternet.com/index.php?title=Main_Page) bezüglich Artikel14. Es gibt auch schon seit langer Zeit den Ausspruch „Dont feed the Trolls“ und genau das würden sie machen wenn sie jetzt agressiv auf die Aktion von Anonymous reagieren. Die Leute die da auf ihrer Seite aktiv waren wären dadurch zu weiteren Taten angestachelt. Ein gutes Beispiel dazu liefern ebenfalls das von mir o.g. Buch. Dabei ging es um einen rechten Radiomoderator und seine Sendung in den USA. Umso agressiver er reagierte umso lustiger fand man die Aktion und umso schlimmer wurde die ganze Sache. Die ist nicht das einzige Beispiel wo Anonymous genau so gehandelt hat und das nur für den Lacher.
        Das das hacken einer Webseite deren Inhaber man nicht selber ist illegal ist nach deutschem Recht darüber brauchen wir nicht diskutieren denn das ist ein unumstößlicher Fakt. Nur wie man drauf reagiert ist der Grund für Diskusionen.
        Ich habe nun schon seit 2004 Einblick in Anonymous bzw. damals noch deren Ursuppe und das Verhalten von Anonymous ist verwerflich und ehrenhaft zu gleich wenn man sich deren Aktionen im Gesamtbild ansieht. Darüber brauch man auch nicht streiten da dies der Konsens einer objektiven Betrachtung des Gesamtbildes widerspigelt.
        Und Anonymous hatte nicht den Spaß am Hack sondern an der Reaktion darauf und da beonders an Ihrer denn genau aus diesem Grund geraten auch mal Privatpersonen oder einzelne Personen des öffentlichen Lebens in deren Visier.

        Sie hatten selbst in zwei unabhänigen Kommentarantworten ihrerseits gesagt sie wären auch zu Diskusionen ausserhalb dieses Blogs bereit und kaum bietet man ihnen eine öffentliche Lösung diesbezüglich an kommt von ihnen die Reaktion „Ein zusätzliches Internetdiskussionsforum zu diesem Blog brauche ich nicht…“. Damit widersprechen sie sich selbst komplett und machen sich vollends unglaubwürdig und das auch in ihrer „Opferrolle“ durch den Hack ihrer Webseite.

        Ich mache seit meinem ersten Kommentar um 13:28Uhr von jedem Kommentar inklusive ihrer Antworten Screenshots um meine diese ganzen Aussagen zu dokumentieren und um einen reellen Nachweis dafür zu haben was hier geschrieben wurde für den Fall der Falschdarstellung der hier getroffenen Aussagen seitens einem der beteiligten Schreiber.
        Diese Screenshots werde ich auch an alle beteiligten Gruppen weitergeben und selbst auch veröffentlichen. Da dieser Blog vollkommen öffentlich ist greifen auch keine rechtlichen Maßnahmen für den Fall das jemand die Veröffentlichung verhindern will.

        In diesem Sinne wünsche ich ihnen eine geruhsame Nacht denn ich werde nun zu Bett gehen.

        mit freundlichen Grüßen

        Chris Anders

      • Ich nehme an, es ist Ihnen bewusst, dass die von ihnen zitierten „Rules of the Internet“ von Anoynmous-Anhängern aufgestellt wurden. Wer sich daran orientieren würde, kann die Debatte um kontroverse Themen gleich einstellen. „Don´t feed the trolls“ heisst im Klartext: Ärgere mit Deiner Meinung niemanden und löse nur keinen Widerspruch aus. Mit Meinungsfreiheit hat das nichts zu tun.

        Sehr gerne können sie Screenshots von allen Seiten dieses Blogs machen, denn er ist ja dazu da öffentlich zu sein. Allerdings sollten Sie den Versuchung widerstehen, Dinge aus dem Zusammenhang zu reißen. Zu Ihrer Einladung zu einem bestimmten Diskussionsforum im internet an einem bestimmten Tag um eine bestimmte Uhrzeit habe ich Ihnen geantwortet: „Ein zusätzliches Internetdiskussionsforum zu diesem Blog brauche ich nicht, zumal ich nicht zu einer bestimmten Uhrzeit daran teilnehmen kann.“

        Wie wäre es denn mit einem öffentlichen Streitgespräch – meinetwegen auch im internet übertragen – an einem realen Ort – oder ist Ihnen eine solche direkte Auseinandersetzung zu risikoreich ???
        Sie können mir jedenfalls manches vorwerfen, aber nicht mangelnde Diskussionsbereitschaft. Dann hätten Sie diesen blog nicht gelesen.

      • Ferreus Hastis said

        Herr Eisel.
        Sie wollen nicht diskutieren, sondern nur provozieren.
        Denn:
        1.) Haben Sie keine Ahnung von der Materie und glauben dennoch, der Welt im Internet Vorschriften machen zu müssen.
        2.) Wiederholen Sie stereotyp die gleichen Sätze wie zum Beispiel: „Ihre Beiträge entlarven sich selbst“, „Die Zugangsdaten meiner Homepage wurden geklaut“ und „…traurige Argumentsarmut“
        3.) Reagieren Sie nur auf Anfeindungen mit den unter Punkt 2 genannten Argumenten, oder loben jeden der Ihnen in den Arsch kriecht. Sinnvolle Gegenargumente ignorieren Sie oder ziehen Sie durch den Dreck.

        Wer so austeilt und sich auf’s hohe Ross setzt wie Sie das tun Herr Eisel, muss damit rechnen, das er gottsjämmerlich auf die Fresse fällt.
        Sie können nun wieder mit der alten Leier von wegen Drohungen gegen Sie kontern, wie Sie dies ja auch so gerne tun.

        Wie Radar Rider in einem seiner Kommentare so treffend sagte: Sie sind eine Witzfigur!!

      • 1) Wenn Sie es für provozierend halten, dass ich meine Meinung äußere, hat das mit Demokratie nicht zu tun.
        2) Die Bewertung der Diskussionsbeiträge auf meinem Blog überlasse ich gerne hunderten von Lesern, die sich hier täglich umsehen.
        3) Dass Sie hier einen Kommentar hinterlassen ist doch ein Hinweis darauf, dass Sie mich ernster nehmen als man das mit einer „Witzfigur“ tun würde.

    • ChrisAnders said

      „Don´t feed the Trolls“ bezieht sich keineswegs drauf seine Meinung zurückzuhalten wenn man keinen Ärger will sondern das man auf Aktionen von Trollen einfach nicht reagieren und drauf eingehen soll.
      Ich hab mich auch schon versehentlich mit Trollen „angelegt“ und wurde dadurch „gedoxt“ was im Endeffekt so viel heißt das die mein komplettes Leben nach Außen kehren wollten um mich anzugreifen. Ich bin der Sache entgangen indem ich einfach nicht mehr drauf reagiert habe und hab damit mein Privatleben vor EIngriffen dieser Trolle geschützt. Meine Meinung halte ich trotzdem nicht zurück nur vermeide ich es nun dabei meinen Formulierungsfehler zu wiederholen der das ganze ausgelöst hat. Ich hätte auch weitermachen können nur hätte ich egal was ich noch gesagt oder getan hätte verloren denn dann hätten die sich erst richtig angespront gefühlt. Für die Trolle ist sowas einfach n großer Spaß auf Kosten anderer und da is der Hack ner Webseite noch eines der harmlosesten Mittel.

      Aber es ist sehr interessant wie sie einen kompletten Teil meiner letzten Antwort ausser Acht lassen weil ich da einen Widerspruch ihrerseits aufgedeckt habe.

      • ChrisAnders said

        Ich seh grad das sie ihren kommentar noch um einen kleinen Absatz ergänzt haben. Ich persönlich hätte kein Problem mit einer öffentlichen Diskkussion diesbezüglich. Nur sind sie aus Bonn und ich aus Tief-Süddeutschland und das ist nicht grad der nächste weg. Und um genau diese Distanzen zu überbrücken habe ich sie auch auf TeamSpeak eingeladen. Sie wären zwar der erste CDU-Politiker der sich da blicken lässt aber es gab schon namenhaften Beusch seitens Piraten, Linke, Grüne und SPD. Und diese haben es weder bereut noch einen Schaden davongetragen sich da an einer Diskussion zu beteiligen sondern waren angenehm überrascht über das hohe Niveau und darüber wie geordnet da die Konferenzen ablaufen.

        Meinen letzten Satz in der übergeordneten Antwort können sie durch ihr Angebot ausser Acht lassen. Ich hatte es schlichtweg übersehen.

      • Wie gesagt: mangelnde Diskussionsbereitschaft können Sie mir nicht vorwerfen – aber ich kann nicht überall gleichzeitig sein….

      • Ich habe mich nicht „mit Trollen angelegt“, sondern schlicht meine Meinung gesagt und dabei wird es auch bleiben. Wer Erpressungen von wem auch immer nachgibt, ermutigt sie nur.

        Ich verstehe nicht, was Sie mit Ihrer Schlussbemerkung meinen.

  12. ChrisAnders said

    Nachdem der Link zu ihrer Webseite verbreitet wurde habe ich die Änderungen Stück für Stück mitverfolgt und das über etwa 12Stunden hinweg. Nach den Aussagen mehrer Anhänger vom Anonymous-Kollektiv war mehrfach versucht worden eine konspirative Diskusion mit ihnen anzustoßen aber stattdessen hielten sie weiterhin Hasspredigten über die Gefahren eines freien Internets und wetterten gegen das Anonymous-Kollektiv.

    Die Reaktion von Anonymous war vorherzusehen wenn sie der Meinung sind sich nicht auf Gespräche einzulassen. Das Kollektiv ist ihnen doch ausreichend bekannt und sie müssten wissen das Anonymous sich jederzeit Gehör verschaffen kann wenn es denn so gewollt ist. Sie müssten es selbst doch wissen das dieser Hack nicht durch ihre Kritik angespornt war sondern von ihrer fehlenden Bereitschaft sich direkt mit den von Ihnen kritisierten Menschen in Form einer Dieskusion auseinanderzusetzen. Aus diesem Grund ist ihre „Opferrolle“ die sie mit ihrem Artikel hier Eingangs einnehmen möchten vollkommen unglaubwürdig. Sie sollten in sich gehen und über ihre Fehler nachdenken die dazu geführt haben was in den letzten Tagen passiert ist.

    Ich bin selbst kein Anhönger des Kollektivs sondern bin nur ein politisch ambitionierter Aktivist der sich ebenfalls mit der Materie von Anonymous auseinandersetzt und rede hier nicht im Namen von Anonymous sondern in meinem eigenen Namen.

    mit freundlichen Grüßen

    Chris Anders

    • Von irgendeinem Versuch, eine „konspirative Diskussion“ mit mir zu beginnen ist mir nichts bekannt. Aber von „Konspiration“ halte ich auch nichts, sondern diskutiere hier auf meinem Blog wie Sie elocht nachprüfen können ausführlich, intensiv und ohne jede Zensur.

      Niemand muss meiner Meinung zustimmen, aber niemand hat auch das recht, meine Meinung zu unterdrücken wie dies z. B. Anonymous-Anhänger mehrfach versucht haben. Wer wie sie unliebsame Internetangebote unterdrückt, hat mit der Freiheit des Internets überhaupt nichts am Gut.

      • Shiro said

        Nun, wenn sie schon nichts von „konspirativ“ wissen wollen, dann können sie doch zumindest an einer Diskussion teilnehmen. Schließlich scheint es ja einige, nun ja, Missverständnisse zwischen Anonymous und ihnen gegeben zu haben. Für das Wohl aller Beteiligten wäre es nämlich nur zu wünschen, dass diese aus der Welt geschafft werden.

      • Auf diesem Blog findet doch eine ausführliche und intensive Diskussion statt. Ich stelle mich einer solchen Diskussion gern auch an anderer Stelle.

  13. Test Streifen said

    Ein recht guter, auch objektiver Artikel über die Netzkultur.
    Ich arbeite im Bildungsbereich und sehe, dass das Internet lediglich die Versäumnisse aus den letzten Jahrzehnten im Bereich der Erziehung ( und auch Bildung) verstärkt. Im Schutz der Anonymität ist es leichter zu kritisieren und zu beleidigen.
    Letztendlich kann man das Internet nicht einfach wieder abschaffen. Solche Lösungen sind bei anderen Problemen in der Politik schon öfters angewendet worden.
    Jetzt wäre es meiner Meinung nach mal an der Zeit, in den Bereich der Bildung und Erziehung zu investieren. Doch das ist politisch sinnlos, denn diese Investitionen rechnen sich erst langfristig, nicht bis zur nächsten Wahl! Und da liegt das Problem: Kaum ein führender Politiker wird eztwas entscheiden, was unrentabel ist- keiner riskiert eine solche richtige Investition. Stattdessen wird weiter gekürzt und auf den „dummen, ignoranten und beleidigenden Pöbel“ geschimpft. Zu recht, wenn ich hier so manche Kommentare lese!
    ABER: Es sind nicht nur Kinder und Jugendliche, die hier (und auch im RL) „unter der Gürtellinie“ treffen wollen, es ist auch die Generation davor. Und je länger gezögert wird, in z.B. Krippen, Kindergärten und Grundschulen zu investieren, desto stärker wird dieses Fehlverhalten. Anstand, Moral und Ehrlichkeit sind schon seit Jahrzehnten bei einem Teil der Gesellschaft „out“. Und dieser Teil der Gesellschaft wächst, ohne dass von Seiten der Politik reagiert wird. KINDER SIND UNSERE ZUKUNFT! Wie hoch ist noch gleich der Teil der Kinder, die in Armut aufwächst?!?
    Liebe Politiker, die zum Wohl des Volkes eingesetzt sind, wann ändern Sie etwas daran??
    ODer ist Ihnen unsere gemeinsame Zukunft tatsächlich nur so wenig wert??

    • Vielen Dank für ihre differenzierte Stellungnahme, der ich weitgehend zustimme.
      Investitionen in Bildung bestehen aber nicht nur in Geld für Schulen usw (ohne dessen Wichtigkeit relativieren zu wollen), sondern brauchen Investitionen in Inhalte. Ich habe mir beispielsweise in anderem Zusammenhang unlängst die Lehrpläne für Sozialkunde in NRW angeschaut. Die Vermittlung der Grundwerte des Grundgesetzes findet sich dort keineswegs immer an prominenter Stelle. Mehr dazu finden Sie hier (besonders Punkt 5)
      http://stephaneisel.wordpress.com/2011/10/12/wehrhafte-demokratie-gegen-jeden-extremismus/
      Ausserdem ist die Frage von Wertevermittlung nicht nr eine Frage des staatlichen Bildungssystems, sondern auch (und zuerst) der Eltern.
      Einer der Gründe für mein Buch „Internet und Demokratie“ ist es übrigens, einen Beitrag dazu zu leisten, dass sich Lehrer, Eltern und Jugendliche mehr mit den Chancen und Risiken des Internets auseinandersetzen und es nicht einfach gedankenlos „über sich ergehen“ lassen.

      • Seyfu Bauer-Rasheed said

        Ich würde mir wünschen, dass auch die Medien vermehrt in die Pflicht genommen werden. Wenn man heutzutage private (und leider Gottes auch vermehrt öffentlich-rechtliche) Fernsehsender einschaltet, wird man mit einem derart schreiend dummen und zum Teil menschenverachtenden Blödsinn konfrontiert, dass mich bezüglich des Bildungsniveaus der jungen Generationen gar nichts mehr wundert.

        Ebenso wie die Grundwerte des Grundgesetzes kommt im Übrigen auch die Medienkompetenz in bundesdeutschen Schulen viel zu kurz. Das vermag zu erklären, warum junge Menschen nicht mehr zwischen Authentischem und „scripted reality“ unterscheiden können sowie ohne jedwede kritische Hintergrundrecherche z.B. bizarren Verschwörungstheorien anhängig werden.

      • Ihren Hinweisen kann ich nur zustimmen.

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