INTERNET und DEMOKRATIE

Blog zum Buch von Stephan Eisel (weitere Informationen: www.stephaneisel.de)

Politische Facebook-Illusionen

Posted by Stephan Eisel - 9. Oktober 2012

Die von Facebook-Gründer Mark-Zuckerberg jetzt verkündete Zahl von einer Milliarde Facebook-Nutzern  lenkt davon ab, dass das Netzwerk vor allem im politischen Bereich nur eine relativ begrenzte Reichweite hat.

Den folgenden Beitrag können Sie hier ausdrucken.

Stephan Eisel

Politische Facebook-Illusionen
Zur relativen Reichweite eines sozialen Netzwerkes

Anfang Oktober 2012 verkündete Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, sein Netzwerk habe jetzt weltweit eine Milliarde Nutzer. Facebook wird inzwischen in 70 Sprachen in mehr als 200 Ländern angeboten. Seit der Gründung 2004 wurden nach Facebook-Angaben im Netzwerk 140 Milliarden „Freundschaften“ geschlossen und 219 Milliarden Fotos hochgeladen. Über 1,1 Billio­nen Mal wurde der „Gefällt mir“ Button gedrückt. 

Diese Zahlen beeindrucken. Allerdings relativieren sie sich bei näherer Betrachtung. Zu beachten ist vor allem, dass Facebook 

  • schon als Mitglied zählt, wer innerhalb von 30 Tagen nur mindestens einmal auf seine Seite zugreift. Eine derartig geringe Zugriffsrate entspricht freilich nicht dem Charakter eines so­zialen Netzwerkes. Nach Unternehmensangaben ist nur die Hälfte der „Mitglieder“ täglich in Facebook.
  • den gleichen Nutzer mehrfach zählt, wenn er sich innerhalb eines Monats von unterschiedli­chen Orten einloggt.[1] Da nach Unternehmensangaben etwa die Hälfte der Nutzer Face­book mit mobilen Geräten nutzt, ergibt sich schon dadurch zumindest bei Aktivierung der Ortsbe­stimmung eine deutliche Verzerrung der Nutzerzahlen. Hinzu kommt die Mehrfach­zählung bei der Facebook-Nutzung mit unterschiedlichen stationären Geräten an verschiedenen Or­ten (z.B. Arbeits­platz und Heim-PC, Laptop oder Tablet) durch die gleiche Person. Da die Facebook-Nutzer als besonders Internet-affin gelten können, ist bei dieser monatlichen Er­fassungsmethode davon auszugehen, dass schon durch Ortswechsel bis zu 50 Prozent der Nutzer mehrfach ge­zählt werden.
  • im Rahmen seines Börsengangs im Mai 2012 einräumen musste, dass fast neun Prozent der Nutzerprofile nicht echt sind. Bei rund 83 Millionen vermeintlichen Mitgliedern handelt es sich demnach um „Phantome“.[2] 

In Deutschland wurden Anfang Oktober knapp 24,6 Mio Nutzer (vom gleichen  Ort mindestens ein­mal im Monat) gezählt, davon 21 Mio älter als 18 Jahre.[3] Etwa 62 Millionen Bundesbürger sind wahlberechtigt. Unter Berücksichtigung der Nutzungshäufigkeit (nur ca. die Hälfte täglich), der falschen oder doppelten Nutzerprofile (minus ca. neun Prozent) und der Mehrfachzählungen bei der Nutzung durch die gleiche Person an unterschiedlichen Orten (bis zu 50 Prozent) kann man davon ausgehen, dass allenfalls etwa 3 Millionen Wahlberechtigte (ca. 5 Prozent) regelmäßig über Kom­munikationswege bei Facebook erreichbar sind.  

Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass eine globale Ansprache aller (deutschen) Facebook-Nutzer bzw. bestimmter Zielgruppen nur durch Werbeanzeigen möglich ist. Dass deren Reichweite in der Fachwelt eher kritisch beurteilt wird, zeigt auch der Einbruch des Facebook-Börsenkurses vom Mai 2012 mit einem Ausgabekurs von 38 US-Dollar innerhalb von nur sechs Monaten auf  nur noch ca. 20 US-Dollar Anfang Oktober. 

Außerhalb der kommerzieller Anzeigen in Facebook sind drei unterschiedliche Bindungsgra­de der Nutzer an ein Angebot zu unterscheiden: 

  • Am unverbindlichsten ist die einmalige Sympthatiebekundung durch den „Ge­fällt mir“ Klick, der keine nachhaltige Bindung an das unterstützte Angebot zur Folge hat.
  • Dauerhafter ist die sog. Facebook-„Freundschaft“, denn sie hält „Freunde“ in einem nach­haltigen Informationskonnex, der allerdings um so unübersichtlicher ist umso höher die Zahl der „Freunde“ steigt.
  • Am aussagekräftigsten ist der neue Messwert „Personen, die darüber sprechen“, der die Anzahl der Nutzer erfasst, die innerhalb der letzten sieben (!) Tage eine Meldung über ein Informationsangebot generiert haben, weil ihnen die Seite oder Seitenbeiträge gefallen hat oder sie einen Seitenbeitrag kommentiert oder mit anderen geteilt haben.[4] 

Eine Analyse dieser Parameter legt das sehr begrenzte politische Interesse der Facebook-Nutzer schonungslos offen. Selbst in der heißen Phase des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes er­reichten in der ersten Oktoberwoche 2012 mit ihrem Facebook-Angebot Barack Obama und Mitt Rom­ney nur 3,1 Mio bzw 2,8 Mio Nutzer („Personen, die darüber sprechen“), obwohl es allein in den USA ca. 160 Mio Facebook-Nutzer gibt. Aus der weltweiten (!) Facebook-Community, die Mark Zuckerberg jetzt mit 1.000 Millionen Mitgliedern beziffert, sammelte Obama bisher 29,4 Mio  und Romney 8,6 Mio einmalige Sympathiebekundungen („Gefällt mir“) 

Auch in Deutschland rangiert Politik auf den hinteren Rängen des Facebook-Interesses. Hier haben Mesut Özil (6,8 Mio) und die Band „Ramstein“ (5,9 Mio) die meisten Facebook-Fans („Gefällt mir“). Angela Merkel kommt am 8. Oktober 2012 als prominenteste Politikerin auf 195.729 Fans, ihr (neuer) Herausforderer Peer Steinbrück nur auf 12.100. 

Bei „Personen, die darüber sprechen“ kam Angela Merkel in der ersten Oktoberwoche 2012 auf 11.216, Peer Steinbrück auf  5020, Jürgen Trittin auf 183, Philipp Rösler auf 394 und Gre­gor Gysi  auf 102. Die offiziellen Bundesangebote der Parteien liegen noch deutlich darunter (CDU: 22.100 Gefällt mir / 580 sprechen darüber, SPD: 30.600/2600, FDP: 18.500/480, Grüne: 31.600/1.600, Linke: 17.200/1.400). Aus dem Rahmen fällt lediglich die Piratenpartei (79.500/6.500). 

In der Ansprache von Bürgern durch zentrale Angebote ist die Reichweite von Facebook also außerordentlich begrenzt. Innerhalb der dort überhaupt erreichbaren politisch interessierten Minder­heit liegen die interessanteren Möglichkeiten im dezentralen Bereich. Hier kann es beispielsweise der einzelne Bun­destagsabgeordnete auf durchaus beachtliche „Fan-Zahlen“ bringen. Spitzenreiter mit einem persönlichen Angebot ist Ruprecht Polenz (CDU) mit 5000 „Freunden“ und 2000 Abonnenten seiner persönli­chen Facebook-Einträge. Eine ganze Reihe von Abgeordneten kommt auf 1500 – 3000 Facebook-Freunde, viele sind aber auch gar nicht bei Facebook vertreten. 

Dabei liegt innerhalb der begrenzten Möglichkeiten der politischen Facebook-Ansprache das größte Po­tential in der Vielfalt dezentraler Angebote. Dabei haben personale Angebote einen deutlich höheren Wirkungsgrad als institutionelle Angebote. Freilich darf der damit verbundene Zeitaufwand nicht unterschätzt werden, denn zu regelmäßigen Informationsangeboten sollte auch die entsprechende Diskussionsbereitschaft kommen. Wenn bei Facebook eingestellte Informationen und Meinungen auch Kommentare und Diskussionen auslösen, erhöht dies ihre Verbreitung. Insgesamt ist aber beim politischen Facebook-Einsatz immer eine nüchterne Effizienzanalyse Effizienz durch die Ab­wägung von Aufwand und Ertrag zu empfehlen. Auch in der politischen Arbeit sollte man Face­book nicht ignorieren, sich aber zugleich nicht darin verlieren.


[1]              http://allfacebook.de/zahlen_fakten/deutschland-oktober-2012/#more-25456 („Wenn sich ein Nutzer innerhalb von 30 Tagen an mehreren Orten auf Facebook einloggt, so zählt dieser an jedem Ort als ein Nutzer.“)
[2]              http://www.afp.com/pt/nachrichten/topstories/376277
[3]           Alle Angaben sind dem Facebook-Anzeigentool entnommen (Stand 5. 10. 2012), das jedem Nutzer offensteht und nach Alter, Geschlecht, Ort, Nutzungsarten, Alters- und Interessensgruppen selektiert. Das Durchschnittsalter der Nut­zer liegt nach Facebook-Angaben bei 22 Jahren. 
[4]              http://www.facebook.com/notes/facebook-marketingkonzepte/einf%C3%BChrung-des-neuen-personen-die-dar%C3%BCber-sprechen-messwerts/230703950316977

7 Antworten to “Politische Facebook-Illusionen”

  1. Ch. Manzei said

    Zitat „den gleichen Nutzer mehrfach zählt, wenn er sich innerhalb eines Monats von unterschiedlichen Orten einloggt („Wenn sich ein Nutzer innerhalb von 30 Tagen an mehreren Orten auf Facebook einloggt, so zählt dieser an jedem Ort als ein Nutzer.“).“
    Bei durchschnittlich 3,5 Besuchen eines Nutzers auf Facebook pro Woche (Allensbach 2010), wären dies rund 14 Besuche EINES Users im Monat, die (aufgrund unterschiedlicher ‚Orte‘) als 14 Nutzer gezählt würden. Das würde bedeuten: statt 25 Mio Facebooker gibt es in Deutschland nur 1,8 Mio! – Man kann es kaum glauben!
    Und es ist tatsächlich nicht so.
    Denn bei der Analyse der Quelle habe ich festgestellt, dass Sie hier offenbar einem Missverständnis aufsitzen: Die oben genannte Erläuterung („zählt dieser an jedem Ort als ein Nutzer“) bezieht sich allein auf die AUFSCHLÜSSELUNG der Nutzerzahlen nach Städten (Orten!), die jedoch nichts mit der Gesamt-Nutzerzahl zu tun hat. D.h.: Ein User, der sich in den letzten 30 Tagen sowohl von München als auch von Hamburg aus bei Facebook eingeloggt hat, erhöht die Nutzerzahl für BEIDE Städte jeweils um 1. Dieser Nutzer geht bei der ‚Wohnortanalyse‘ also 2-fach ein, zählt insgesamt jedoch nur als 1 Facebooker. Ihre daraus abgeleitete Kalkulation der tatsächlichen Reichweite von Facebook trifft daher so nicht zu.
    Dass Facebook ein völlig überbewerteter Club des Trivialen ist, dessen Mitgliedsbeitrag in Form eines möglichst hemmungslosen Daten-Striptease berechnet wird, steht dabei auf einem ganz anderen Blatt.

    • Ihre Rechnung enthält einen Denkfehler: 14 Besuche eines Nutzer pro Monat (die Sie aus der Allensbach-Umfrage ableiten) bedeutet ja nicht zwingend 14 unterschiedliche Orte der Nutzung. Da sich Facebook nicht in die Karten schauen lässt, ist die Zahl identischer Nutzer von unterschiedlichen Orten (das setzt zudem die Aktivierung der Ortsbestimmung voraus) in der Tat nicht festzustellen. Auch wenn man Ihre Interpretation (Mehrfachzählung „nur“ bei Städteauswahl) gelten lässt, bleibt das Problem, dass Facebook keine Möglichkeit bietet, zu überprüfen inwieweit die Zahlen der Städteauswahl in die Gesamtnutzerzahl einfliessen. Dazu müsste man die zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgewiesenen Nutzer pro Stadt addieren und mit der zu diesem Zeitpunkt angegebenen Gesamtnutzerzahl vergleichen. Facebook legt ja auch nicht überprüfbar offen, wie häufig ein Nutzer sein Konto im Monat aktiviert. Diese Intransparanz erstaunt nicht, da diese Nutzerzahl im Blick auf Werbekunden möglichst imposant ausfallen muss. Der Einbruch des Börsenkurses weist hier auf eine gewisse Skepsis der Märkte hin. Auch die von Facebook offiziell eingeräumte Zahl von 83 Mio gefakten Nutzerkonten ist aufschlussreich. Ich wollte verdeutlichen, dass es naiv ist die von Facebook genannten Nutzerzahlen für bare Münze zu nehmen. Es handelt sich um die interessensgeleitete Öffentlichkeitsarbeit eines kommerziellen Unternehmens. Im öffentlichen Image geniesst Facebook allerdings einen quasi offiziösen Status, der zu Fehleinschätzungen führt.

      • Ch. Manzei said

        Es stimmt: Facebook ist maximal intransparent und wird nicht zuletzt aus diesem Grund in der nächsten Zeit etlichen Usern nachweinen müssen (http://news.preisgenau.de/studie-60-aller-facebook-nutzer-wollen-aussteigen-7460.html).
        Die Zuordnung nach (online-) Orten KANN jedoch nur über die IP-Adresse erfolgen. Und das ist wiederum bei ca. 80% der User allein über die IP-Adresse recht einfach möglich – dafür braucht es keine Aktivierung der Ortsbestimmung. Somit kann ich mit jedem Login diesen ’neuen‘ Ort des Users registrieren. Und da die Internet-Adressen (bei Privatpersonen) dynamisch vergeben werden, habe ich jeweils einen ’neuen‘ User.
        Aber nochmal: Dies ist NUR für die Auswertung nach STÄDTEN (=Orten) relevant. So heißt es daher in der genannten Quelle: „Bevor die Nutzerzahlen in den Städten (oder von Deutschland) mit den Einwohnerzahlen verglichen werden, sollte der kleine Disclaimer unten gelesen werden. Nutzerzahlen und Einwohnerzahlen werden komplett unterschiedlich erfasst und sollten niemals als Vergleichswert dienen!“ Also: wenn sich jemand innerhalb von 30 Tagen sowohl in Ort A als auch in Ort B (C, D, E..) bei Facebook anmeldet, zählt er mehrfach. Und das gleiche gilt, wenn er in diesem Zeitraum von Deutschland, Italien, Holland etc. auf Facebook zugreift. Bei den Nutzerdaten über mehrere Städte hinweg dürfte der systematische Fehler daher durchaus relevant sein (Stichwort Mobilität), über mehrere Länder hinweg ist er jedoch zu vernachlässigen. In diesem Fall (Gesamt-Nutzerzahl je Land) ist daher von recht validen Werten auszugehen.

      • Sie selbst nennen den springenden Punkt: „Also: wenn sich jemand innerhalb von 30 Tagen sowohl in Ort A als auch in Ort B (C, D, E..) bei Facebook anmeldet, zählt er mehrfach.“
        Wie sich diese (von Facebook nicht bestrittene) mehrfache Ortszählung zur genannten Gesamtzahl verhält (diese ortsbezogene Mehrfachzählung ein- oder ausschliessend) lässt sich aus den zugänglichen Daten leider nicht entnehmen.

  2. m3t4b0m4n said

    Die Betrachtungen von Facebook und Internet im Allgemein durch Herrn Eisel sind immer sehr speziell.
    Zum einen wird durch die zahlreichen Links von Ihm auf die Facebookseiten klar, von den millionen Usern,
    die Facebook boykottieren, hat der er noch nie etwas gehört. Sonst würde er nicht ständig tote Links twittern, bzw Links, die nur für Facebook-User sichtbar sind.
    Zum anderen bezieht er seine Ansichten fast ausschließlich aus der überaltertne Mitgliederstruktur der CDU. Nur leider lassen sich unter Rentnern schlecht repräsentative Onlinestatistiken zum Nutzerverhalten erstellen.
    Die heutige Jugend, die fast ausschließlich via Handy und PC kommuniziert, fällt da weitestgehend unter den Tisch. Ihm fehlt einfach der Bezug zur gelebten Realität meiner Generation.
    Politische Diskussionen werden zum beispiel fast ausschließlich auf Mailinglisten oder in Foren geführt, allerdings nicht auf denen der CDU. Herrn Eisel fehlt einfach der praktische Einblick.

    • 1) Die eigene Argumentationsarmut offenbart sich immer am schonungslosesten durch persönliche Angriffe.
      2) In diesem Blog finden sich viele aktuelle Studien und Statistiken über das Verhalten von Internetnutzern. Diese Grundlage ist wesentlich solider als zufällige subjektive Eindrücke.
      3) Politik führt im Netz eine Nischenexistenz. Auch wenn dies nicht dem entspricht, was der politisch Engagierte gerne sähe, sollte man es nicht einfach ignorieren.

  3. Äußerst interessante und gut recherchierte Sichtweise. Ich beobachte bereits seit Jahren Indizien dafür, dass das Social Web politische Teilhabe überwiegend eher konterkariert als fördert. Beispielsweise zeigt sich seit zwei bis drei Jahren bereits, dass die Idee vom „user generated content“ im politischen Diskurs (jedenfalls in demokratischen Staaten) kaum noch emanzipatorischen Effekt mit sich bringt; denn die Majorität der Internetnutzer hat für sich intuitiv erkannt, dass die Erzielung von Aufmerksamkeit im Social Web tendenziell schwieriger ist als in anderen medialen Bereichen und bloggt daher immer seltener ernsthaftes zur Politik, sondern postet stattdessen lieber Privates bei Facebook. Die ARD/ZDF-Online-Studie 2010 hat dies bereits belegt – auch wenn das in bestimmten Kreisen auf Widerspruch stieß (siehe dazu meinen Blogbeitrag: http://www.polkomm.net/blog/?p=265).
    „Slacktivism“ nennt man es im anglo-amerikanischen Sprachraum, wenn User im Social Web – statt sich mobilisieren zu lassen – nur noch durch ein paar Mausklicks politisch aktiv werden. Man kann, das ist das Problem des Social Web, auf niedrigerem Aktivitäts-Niveau politische Partzipation vorgaukeln (sich selbst und anderen); man kann mit wenigen Klicks dem persönlichen Umfeld auf Image fördernde Weise zeigen, wie engagiert man (scheinbar) ist. Aber: Politische Kampagnen haben sich im Social Web einer noch tiefer greifenden Mediatisierung zu unterziehen, als das vor dem Aufkommen Sozialer Netzwerke nötig war, um mit einer politischen Idee Aufmerksamkeit zu erzielen. Diese Mediatisierung führt dazu, dass es Kampagnen, die nicht wirklich etwas zu erreichen trachten, im Zuspruch der User leichter haben als Kampagnen, die auch offline wirken möchten (wie ich in einem Blogbeitrag mit dem Titel „Demokratisierung auf niedrigem Nivau“ ausführlicher dargelegt habe: http://www.polkomm.net/blog/?p=172).

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