INTERNET und DEMOKRATIE

Blog zum Buch von Stephan Eisel (weitere Informationen: www.stephaneisel.de)

Jugendbeteiligung im Internet

Posted by Stephan Eisel - 10. November 2015

braucht neben der Technikfaszination auch Demokratiekompetenz. Diesem Thema widmet sich  Stephan Eisel in einem längeren Aufsatz für den Sammelband „Politische Beteiligung junger Menschen „(hrsg. von J. Tremmel und M. Rutsche) befasst.

Den vollständigen Artikel (24 Seiten) können Sie hier ausdrucken.

Ein Überblick:

Technikfaszination braucht Demokratiekompetenz: Zur Jugendbeteiligung im Internet

Nur wenn zur Technikfaszination Demokratiekompetenz kommt, lassen sich die Chancen des Internets verantwortlich nutzen. So steht die im Netz gängige Währung des schnellen Klicks im Gegensatz zur notwendigen Reifezeit für demokratische Meinungsbildung. Die im Internet gängige Anonymität gefährdet den für die Demokratie unabdingbaren Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung. Der für die demokratische Debatte wichtige einheitliche Kommunikationsraum wird im Netz ebenso entgrenzt, wie er zugleich in fragmentierte Echogesellschaften zerfällt. Das Internet eignet sich nicht für Abstimmungen und Wahlen, potenziert aber zugleich plebiszitäre Versuchungen. Gerade weil sich viele Jugendliche vorwiegend im Cyberspace bewegen, ist es wichtig, dass sie für solche Ambivalenzen sensibilisiert werden.

  1. Einleitung
  2. Ambivalenter Cyberspace
  3. Jugend im Netz
  4. Jugendliche Netzaktivitäten
  5. Die Wikipedia-Versuchung
  6. Das Google-Problem
  7. Grenzen kennen, um Chancen zu nutzen
  8. Freiheit und Verantwortung
  9. Plebiszitäre Gefahren
  10. Die Online-Abstimmungsfalle
  11. Leitplanken für Demokratiekompetenz im Internet

2 Antworten to “Jugendbeteiligung im Internet”

  1. Sam Koch said

    Hallo Herr EIsel,
    ich weiß, dass Sie kein Freund von E-Partizipation sind. Allerdings scheinen Sie mir eine recht enge Vorstellung von z.B. Jugendbeteiligung zu haben.
    Jugendbeteiligung muss doch nicht unbedingt etwas mit Politik zu tun haben, Herr EIsel. Viele Jugendlichen möchten in ihrer Heimat etwas bewegen und sich nicht in politischen Jugendorganisationen engagieren. Sie engagieren sich lieber regional und projektorientiert. Dazu haben sie oft eine Menge Ideen und konkrete Vorstellungen.
    Witzigerweise kam gerade eine PR über ein osthessisches Jugendbeteiligungsprojekt über meinen Ticker rein: http://osthessen-news.de/n11519902/fuldaer-jugenddialog-zieht-bemerkenswerte-bilanz-hitparade-der-ideen.html das ich Ihnen nicht vorenthalten will. Hier werden offline Ideen gesammelt und online diskutiert und bewertet. Ich glaube eine solche Kombination kann für lokale Jugendbeteiligung sehr hilfreich sein.
    Aber ich glaube, Ihnen geht es ausschließlich um die Beteiligung Jugendlicher an bundespolitischen und nicht an heimatbezogenen Themen.
    Gruß Sam

    • Unabhängig vom Thema, um das sich E-Partizipation dreht (für jugendliche steht hier Politik, zumal Bundespolitik sicherlich nicht an erster Stelle), muss man die Grenzen dieser Beteiligungsmethode kennen, um seine Chancen nutzen zu können. Als Diskussionsforum eignen sich Online-Plattformen durchaus, problematisch wird es, wenn daraus Abstimmungsforen werden: Weder sind Online-Plattformen dafür hinreichend repräsentativ noch ausreichend vor Manipulationen geschützt.

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